Halbstaffel-Rückblick

Die erste Halbstaffel von “Star Trek: Discovery” ist ins Land gezogen. Die ganze Welt spekuliert noch, was mit L’Rell, Tyler und Stamets los ist. Wir werden erst am 08. Januar erfahren. Was aber bisher geschah, ist durchaus wert, in einem Rückblick besprochen zu werden. Wir, Sebastian Sonntag und Andreas Dohm, tun dies in typischer “Discovery-Panel-Länge”. Viel Spaß

Podcast vom Selbstgesprächler:
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Sebastian bei Deutschlandfunk Nova:
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Trekcast zum Rückblick auf die Halbstaffel:
http://www.startrek-index.de/trekcast/trekcast-064-discovery-staffel-1-teil-1/

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22 Gedanken zu „Halbstaffel-Rückblick

  1. Wieder ein sehr schöner Podcast, der in weiten Teilen mit meiner Meinung über die erste Staffelhälfte übereinstimmt! So finde auch ich, dass die Folgen 6-8 qualitativ nicht ganz mit den Episoden davor und danach mithalten können.
    Eure Interpretation des Flashbacks von Tyler und L’Rell im Bett finde ich sehr nachvollziehbar und hatte ich vorher noch nicht so gesehen. Auch ich glaube, dass Voqs Bewusstsein/Seele/Erinnerungsengramme/Klingonen-Katra in Tyler eingepflanzt wurde und L’Rell es irgendwie aktivieren kann. (Von meiner alten Theorie, dass Lorca Voq ist, bin ich mittlerweile auch abgerückt, auch wenn sie mir weiterhin gut gefällt…)
    Eine Ergänzung zu Euren Ausführungen: Der Part mit der sexuellen Kompatibilität von Klingonen und Menschen fällt, wenn ich mich nicht täusche, in “Choose your pain” während der Folterszene. Lorca sagt das zu L’Rell und ich denke, dass er dabei nicht empirisch fundierte Forschungsergebnisse zum Besten gibt 😉 Dass Menschen und Klingonen sehr wohl miteinander können, zeigt sich ja in den anderen Serien durchaus. Neben Alexander Rozhenko und K’Ehlyr fällt mir da z.B. noch B’Elana Torres ein.
    Zum großen Cliffhanger und seiner möglichen Auflösung stimme ich Euch ebenfalls überwiegend zu. Lorca hat die Zieldaten des letzten Sprungs (zu dem er Stamets übrigens ganz wunderbar manipuliert hat) in der Tat verändert. Ich glaube aber eher, dass Stamets Zusammenbruch dazu geführt hat, dass die Discovery an einem unbekannten Ort gelandet ist, als eine bewusste Veränderung durch Stamets.
    Wo dieser Ort ist, ist eine gute Frage. Ich persönlich würde mich freuen, wenn die bislang gezeigten Folgen in einem Paralleluniversum gespielt hätten, und das Schiff nun in der “echten” Zeitlinie angekommen ist. Das könnte erklären, weshalb sich einige Designs (v.a. Uniformen und Klingonen) oder Technologien (z.B. die plötzliche Existenz eines Sporenantriebs oder die Holokommunikation) so fremd angefühlt haben. Wie in der TNG-Folge “Parallelen” angedeutet wurde, führt jede Entscheidung zu einer Vielzahl ähnlicher Universen, die sich in kleinen Details voneinander unterscheiden. Vielleicht haben sich beispielsweise die Klingonen in dem bislang in Discovery gezeigten Universum nie mit dem Augmentvirus aus Enterprise befasst, weshalb sie eher wie die späteren Klingonen aussehen.
    Mit Blick auf die Charaktere finde ich Stamets, der laut Memory Alpha in der Tat der Chefingenieur der Discovery ist, zusammen mit Lorca am Besten. Auch die Beziehung Stamets/Culber fühlt sich für mich besser an als Burnham/Tyler. Lorca wiederum ist ein ganz wunderbarer, undurchschaubarer und manipulativer Schuft. Möglicherweise entwickelt sich er sich aufgrund seiner persönlichen Agenda zum großen Gegenspieler für das Staffelfinale…
    Ich freue mich auf jeden Fall enorm auf die Fortsetzung der Serie im Januar – und natürlich auch darauf Eure Theorien und Interpretationen zu dem Gezeigten mit meinen eigenen Ideen zu vergleichen 🙂

    1. Das ist eine gute Zusammenfassung. Und die Folge “Parallelen” finde ich richtig stark. Danke für die Erinnerung, ich merke immer wieder, dass ich einfach nicht alle Folgen auf dem Schirm habe!

  2. Es wunderte mich schon, dass der Kommentar gar nicht so schlecht war, wie ich ihn in Erinnerung hatte. *hust* ^^

    Ja, ein schönes abschließendes Fölgchen zum Abschluss der Staffel 1.1, aber was jetzt? Warten auf Januar? Der Dezember hat doch gerade erst angefangen. Es ist aber auch schon soweit alles angesprochen und man will das Thema ja nicht totquatschen. Wenn vor der nächsten Folge noch etwas interessantes passiert, wäre es schön von euch zu hören. Für den Fall, dass soweit aber nichts mehr geplant ist, wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch! Ich werde mir für die Zeit die Folge noch einmal runterladen und sie an einem ruhigeren Tag noch einmal hören, da ich sie nicht in Ruhe hören konnte.

    Lieben Gruß
    Volker

    1. Danke Volker. Wir freuen uns auch immer wieder, von dir zu hören!!

      Ich kann mir gut vorstellen, dass noch was kommt. Und dann nehmen wir ja auch noch am Podwichteln teil! 😉

  3. Meine Idee zu Tyler, L’Rell und Voq:

    Entweder:
    L’Rell hat Tyler zuerst gefoltert und dann eine Beziehung mit ihm gehabt. Und dadurch mit der Zeit umgedreht und zum Schläfer gemacht
    Oder:
    Die Qapla These stimmt: Voq liebt L’Rell schon vorher. Er lässt sich dann zu Tyler umoperieren. Dann muss Tyler aber auch ein Schläfer sein, da er offensichtlich am Ende Folge 9 nicht sagt “Hallo L,Rell, schön dich zu sehen. Alles läuft wie geplant”

    Er ist meiner Meinung nach also in jedem Fall ein Schläfer. Aber warum?:

    L’Rell wollte von Anfang an aus irgendwelchen in das Spiegeluniversum und braucht dazu die Disocvery. Tyler hat den Sprungantrieb manipuliert sodass genau dies eintrifft. Dies erklärt dann auch wieso L’Rell unbedingt auf die Discovery will.

    1. Crazy, aber vorstellbar. Ich habe bis jetzt nie in Erwägung gezogen, dass L’Rell Ahnung vom Spiegeluniversum hat. Aber im Endeffekt war das wohl rassistisch gedacht. Warum sollen die Klingonen, die technisch nicht unbedingt hinter der Föderation stehen, keine Ahnung von den anderen Universen haben?

  4. Allgemeine Überlegungen:

    1. L’Rell will irgendwas auf/von der Discovery
    – Das ist für mich sehr klar. Wieso sollte sie sonst auf das Schiff wollen. Überlaufen kann sie auch so.

    2. Was kann L’Rell von der Disocvery überhaupt wollen?
    Die Discovery bietet:
    – Einen Sprungantrieb -> L’Rell will den taktischen Vorteil um damit politische Ziele zu erreichen
    – Nochmal der Sprungantrieb -> L’Rell will die Möglichkeit in das Spiegeluniverseum zu reisen
    – Eine Reputation als Kriegentscheidendes Schiff -> L’Rell will die Discovery zersören um damit politische Ziele zu erreichen
    – Stamets ist der führende Sporenantrieb Entwickler -> L’Rell will Stamets entführen und hat dadurch den taktischen Vorteil um damit politische Ziele zu erreichen

    Sonst fällt mir wirklich gar nichts ein. Lorca ist weder so berühmt wir Picard noch so hoch dekoriert wie ein Admiral. Andere Personen sind inklusive Michael mittelfristig uninteressant. Es läuft immer auf den Sporenantrieb hinaus. Dieser ist das einzige Alleinstellungsmerkmal der Discovery.

    1. Ich finde, dass L’Rell durchaus auch noch ein Alleinstellungsmerkmal der Discovery ist. Eine sehr kluge Gegnerin (oder Mitstreiterin) der Föderation. Der Charakter ist so gut angeteast, dass sie sich vielleicht zu einer Art Gul Dukat 201x-202x entwickeln könnte. Schön wäre es! 😉

  5. Einer von Euch beiden war etwas heißer, und ich hatte ständig das Bedürfnis, mich zu räuspern.
    Gute Besserung! 🙂

    Zur Sache:

    Ich hatte Lt. Stamets auch nicht als Chefingenieur gesehen. Wenn schon, dann eher Wissenschaftsoffizier. Aber eigentlich dachte ich, dass er hauptsächlich Projektleiter des Sporenantrieb-Projekts (vielleicht noch gleichzeitig Wissenschafts-Offizier) ist.
    Was sich mit Eurer Theorie decken würde, dass wir mal nicht konzentriert nur die Kommando-Offiziere zu sehen kriegen. Zumindest die Brücken-Crew bleibt ja bislang komplett in Statisten-Modus. (Schade, da sind ja durchaus einige interessante Charactere dabei.)

    Oben wurde schon gesagt: Lt. Torres ist ja auch Halb-Klingonin (und kriegt ein Kind von Paris), damit sollte das mit der Kompatibilität zwischen Menschen und Klingonen offiziell sein.
    Aber wer weiß, vielleicht sitzen ihre Fortpflanzungsorgane ja an jeweils anderen Stellen, was zumindest den Zeugungsakt ein logistisch wenig komplizierter macht. 😉

    Und ich wollte schon höhnisch ausrufen: Ha! Ihr habt den Manipulationsbefehl von Lorca übersehen, Ihr Lu… da ist mir eingefallen, dass ich den ohne hilfreiche Screenshots in Facebook-Gruppen auch nie bemerkt hätte. Tja. *Schäm*
    Dafür habe ich tatsächlich selbst Voq auf dem toten Klingonenhaufen in der Sarcophargus entdeckt – da ich aber offensichtlich echt der einzige bin (und zu faul bin, selbst einen Screenshot zu machen 😉 ), glaube ich mittlerweile, dass ich mich da einfach verkuckt habe.

    1. Ich bin leider Asthma-geschädigt… Am Ende des Casts wurde es gefühlt etwas besser bei mir… Anscheinend haben sich genug Menschen stellvertretend für mich geräuspert! 😉

      B’Lanna hatte ich komplett vergessen und bin dafür auch schon genügend gerügt worden. Aber Kompatiblität war ja auch eher Sebastians Thema…

      Und was Lorca angeht: Wir sind echt blind, glaube ich! 😉

      1. Dann auf jeden Fall ein ganz großes Danke, dass du so lange tapfer castest! Ich weiß als Kind einer Asthmatiker-Familie zu schätzen, wie anstrengend so was sein kann. Zwei Stunden lang reden kann schon so schlauchen, das weiß ich aus eigener Erfahrung, aber wenn man nicht richtig schnaufen kann (wie mein Vater immer sagt)… Hut ab!

        Und im Gegensatz zu so manch anderen Podcastst mit Überlänge höre ich Euch beiden auch sehr gerne zu, wenn Ihr richtig lange redet. Macht das bitte weiter so!

  6. Hallo Jungs, 🙂

    erstmal danke für den tollen Podcast. Ich höre euch immer sehr gerne zu.

    Ob Harald Lesch für euch Zeit weiß ich nicht, aber fragt doch mal bei dem relativ bekannten Podcaster Florian Freistetter nach. Der ist Astrophysiker und mittlerweile auch Mitglied bei den Science Busters. Er setzt sich sehr für Wissenschaftskommunikation ein. Ich kann seinen Podcast “Sternengeschichten” nur empfehlen. Außerdem schreibt er einen sehr guten Wissenschaftsblog “Astrodicticum Simplex”.

    Übrigens kauft ihr das Beamen ja auch einfach so seit Jahrzehnten. Das ist physikalisch ziemlich gesichert niemals möglich. Man kann zwar Quantenzustände von einem Teilchen auf ein anderes übertragen, aber Materie direkt zu übertragen ist nicht möglich. Vor allem kann man einem Elementarteilchen nur unzureichende Informationen sammeln, was eine Materialisierung unmöglich machen würde. (Heißenbergsche Unschärferelation) Das Beamen wirkt nur so praktikabel, aber das ist es nicht. Also könnte ihr euch in jeder Folge darüber auslassen wie das funktionieren kann. 😉

    Von daher ist der Sporenantrieb auch eine nette ScFi-Idee. Der Warp-Antrieb ist da fast noch das “realistischste”, außer das man laut Berechnungen die ganze Energie des Universums reinstecken muss, um den Raum dementsprechend zu “warpen”.

    Mir ist das alles wurscht. Wir gucken hier schließlich eine ScFi-Serie und man tut wenigstens so, als wenn es sich um richtige Physik handelt.

    Ich denke übrigens, dass Lorca eine Figur aus dem Speigeluniversum ist. Vielleicht “klaut” er das Schiff. Naja die Autoren meinen ja, dass sie sich in der zweiten Staffel um den Kanon kümmern. Ich finde das mit klingonischen Aussehen leider etwas schade, da man sich bei Enterprise Mühe gegeben hat, das andere Aussehen in TOS zu begründen. Übrigens sind die Klingonen in TOS ja eher so wie die späteren Romulaner, also verschlagen und hinterhältig und die Romulaner wirken eher so, als wenn ihnen Ehre etwas bedeutet. Ich glaube, dass mit der Ehre der Klingonen kommt erst irgendwo bei TNG, aber auch nicht von Anfang an. Da wirkte Worf eher etwas zurückgeblieben, mit dem Einleiner “Wir sollten angreifen”. Diese Änderung der Klingonen finde ich auch unnötig. Die Vulkanier sehen ja auch immer gleich aus. Die hätte man ja auch abändern können.

    Bei Voyager wird Tom Paris von Janeway auch aus einem Arbeitslager rausgeholt. Das gibt es alsoauch bei den helleren und späteren Folgen.

    Noch was zur “positiven” Star Trek-Stimmung. Die gibt es meiner Meinung nach nur durchgängig in TNG. Alle anderen Serien sind nicht so. Es ist also ein sehr verzerrtes Bild und selbst in den TNG-Filmen passt das schon nicht mehr.

    So das reicht 🙂

    1. Die Klingonen scheinen halt so was wie der Spiel- und Tummelplatz für die Star Trek Aliendesigner zu sein, wo sich alle mal austoben und immer neue Varianten ausprobieren können. (Auch inhaltlich, wie du richtig anmerkst.)
      Trifft aber eigentlich auf die meisten Aliens-Spezies in ST zu: kaum eine wiederkehrende Spezies ist nicht mehrfach umgewandelt worden, vielleicht mit Ausnahme der Vulkanier. Aber sogar die Romulaner sind – unlogischerweise – im Design verändert worden!

      Andererseits ist das neue Klingonen-Design in DISCO so extrem abweichend von dem, was man bisher kannte, dass es mir wirklich zu weit geht. Meine Hoffnung geht nun in der 2. Staffelhälfte dahin, dass wir uns die ganze Zeit in einem parallelen Universum befunden haben, in dem damals (in ENT) die Augmentation geklappt hat und in dem statt der “vermenschlichten” Klingonen aus ENT-TOS tatsächlich genetisch veränderte Super-Klingonen existieren. Das würde das veränderte Aussehen und die körperlichen Kräfte (die mMn auch größer als die “normaler” Klingonen zu sein scheinen) der DISCO-Klingonen erklären.
      Wenn sich die Autoren jetzt wirklich mehr um den Kanon kümmern, wäre das doch ein netter Twist. 🙂

      1. Ich finde die Vorstellung ganz charmant, dass wir uns im Spiegeluniversum befinden, aber das wäre ja so ähnlich, als wenn wir uns 9 Folgen lang in einem Traum befunden hätten. Da könnten sich viele Zuschauer veräppelt fühlen. Das kann man mal eine Folge lang machen, aber eine halbe Staffel lang….

        Und bisher wurde uns immer weis gemacht, dass wir uns in der Hauptzeitlinie befinden und das Spiegeluniversum hat ja nun auch nichts mit der primären Zeitlinie zu tun.

        Ich fände es cool, wenn nur Lorca aus dem Spiegeluniversum wäre. Der passt doch da sehr gut hin 😀

        1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die erste Halbstaffel im Spiegel-Universum gespielt haben soll. In einem (anderen) Parallel-Universum: ja (das hoffe ich sogar!). Aber das Spiegel-Universum: das ist doch sehr unwahrscheinlich, dafür ist das viel zu speziell, mit dem Imperium, den plakativ “bösen” Terranern, der ganzen martialischen Deko (Schwert durch die Erde etc.). Davon ist hier nichts zu sehen oder zu spüren.
          Lediglich Lorca könnte tatsächlich aus dem Spiegel-Universum stammen. Vorausgesetzt, dass im DISCO-Spiegel-Universum die “bösen” Counterparts etwas weniger platt “nur böse” dargestellt werden als noch zu TOS-Zeiten, sondern etwas ambivalenter gezeichnet werden. Lorca ist hart und skrupellos genug, um in der “normalen”, humanen Sternenflotte ungewöhnlich zu wirken.
          Dazu müsste er aber auch nicht unbedingt zwangsläufig aus DEM Spiegel-Universum stammen, ein Austausch aus jedem anderen Parallel-Universum würde dafür auch reichen.
          Immer vorausgesetzt, die These mit dem Parallel-Universum hat überhaupt eine Grundlage.

          1. Die Paralleluniversen-Theorie hat auf jeden Fall eine Grundlage. Ich würde sie sogar als Fakt bezeichnen. Dieses Gespräch von Lorca und Stamets über Paralleluniversen war Chekhov’s Gun.

            Im Prinzip denke ich auch nicht, dass wir bisher in DEM Spiegeluniversum waren. Aber Terrals Verhalten war seltsam, ganz unabhängig von Lorca, der ja auch alleine aus dem Spiegeluniversum stammen könnte.

  7. Eine weitere Beobachtung könnte die Theorie stützen, dass sich die bisherige Handlung in einem Paralleluniversum abgespielt hat. Und zwar Lorcas Tribble! Entweder er hat eine Möglichkeit gefunden wie er Tribbles sterilisieren kann, dann wäre er der einzige und wir befänden uns wahrscheinlich nicht im Primeuniversum, oder Lorca ist ein noch härterer Knochen als bisher angenommen, denn dann würde er zum Frühstück Tribbles töten, und diese zusätzliche dunkle Note würde andererseits dafür sprechen, dass Lorca aus dem Spiegeluniversum stammt. So oder so, das könnte des Tribbles Kern sein 😉

  8. Mit etwas Verspätung bin ich beim Halbstaffelfazit angekommen. An dieser Stelle möchte ich auch explizit das Gitarrenintro lobend erwähnen. Hebt meine Stimmung ab dem ersten Ton in freudige Erwartung auf das folgende.

    Ich gehe mit eurer Einschätzung von Lorca überhaupt nicht konform. Anfangs fand ich ihn sehr shady und unsympathisch. Je mehr ich von ihm gesehen habe, umso besser konnte ich sein Verhalten nachvollziehen und seine Beweggründe positiv einordnen. Euer zynisches Bild vom Kriegstreiber, Wahnsinnigen und Egozentriker sehe ich nicht.

    Für mich ist sein Hauptinteresse, den (für ihn) lästigen Krieg möglichst rasch zu beenden, damit er seine Forschungen wieder in Ruhe betreiben kann. Dass er ein schweres Trauma hat, weil er seine ehemalige Crew auf dem Gewissen hat, und daher immer wieder unerwartet heftig reagiert, ist sehr realistisch dargestellt. Er muss seine Schuldgefühle kompensieren und schießt dabei gerne Mal über’s Ziel hinaus. Vielleicht weiß er auch, dass gar nicht alle tot sind und fürchtet Vergeltungsmaßnahmen?

    Wenn ich an Kirk denke, der sich kaum an irgendwelche Regeln hält, ohne besondere Konsequenzen, dann sehe ich in dieser Ära ein Muster bei Captains in Ausnahmesituationen. Vorgehensweisen mit denen von TNG und später zu vergleichen macht wenig Sinn, da liegen Generationen dazwischen.

    Süß finde ich, dass ihr der Aussage von Jonathan Frakes derartig verfallen seid, dass ihr die ganzen Szenen fast zwanghaft passend zu seinem Spiegeluniversums-Versprecher interpretiert. Kein Wunder, dass euch da Details entgehen, die nicht in diesen Rahmen gezwängt werden können ;). Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Frakes damit alle Fans ganz bewusst aufs Glatteis führen wollte und er sich inzwischen über die allgemeinen Spekulationen kaputt lacht.

    So wie ihr bin ich unfassbar gespannt wie die Geschichte weitergeht und freue mich auf die Überraschungen und eure nächsten abstrusen Theorien 🙂

    1. Ich habe Lorca auch nie so stark als Kriegstreiber empfunden, wie er immer wieder von allen Seiten (auch innerhalb der Serie) bezeichnet wird. Das passt irgendwie nicht, dafür ist er zu kalt. Auch wenn er durchaus martialische Eigenschaften hat, Waffen sammelt etc., aber er wirkt auf mich dabei einfach zu pragmatisch.
      Dass sein Hauptbeweggrund ist, die wissenschaftliche Forschung wieder aufnehmen zu können, das habe ich ihm zwar nun auch wieder nicht abnehmen können, aber auch auf mich hat er tatsächlich sehr oft den Eindruck gemacht, dass er diesen lästigen Krieg einfach nur so schnell wie möglich hinter sich bringe will (um anschließend seine eigenen Ziele verfolgen zu können, was auch immer die sein mögen.)

      Und… wahnsinnig – das ließe sich vielleicht diskutieren (oder analysieren, welche spezielle psychische Störung Lorca hat.)
      Aber egozentrisch – definitiv! 😉

  9. Die Titel der restlichen Staffel deuten ja darauf hin, dass die Geschichte hauptsächlich um Ash/Voq und seinem Kampf um seine Identität, und seinem Platz im Team der Discovery handeln wird. Natürlich kann es auch auf Stamets und seiner Metamorphose hindeuten, aber ich bin der Meinung, dass wird in einer Nebenstory parallel zu Ash/Voq weiterlaufen.

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