13. Folge: What’s Past Is Prologue

“Star Trek: Discovery”, 13. Folge. What’s Past is Prologue. Wir gehen schnellsten Schrittes gen Ende der ersten Staffel der neuen Star Trek-Serie – und viele Handlungsstränge und Charakterbögen finden einen Abschluss. Wie überzeugend war die Folge? Das sagen euch Andreas und Sebastian im neuesten Podcast. Viel Spaß beim Hören!

Endlich mal mit einer Verlinkung: Der Einschlafen-Podcast von Toby Baier:

Einschlafen Podcast

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33 Gedanken zu „13. Folge: What’s Past Is Prologue

  1. Eure Bewertung wundert mich etwas. Ich habe von Anfang an Probleme mit der Serie, inbesondere was das writing angeht, und aus meiner Sicht war das normales Discovery-Niveau oder schlimmstenfalls ein bisschen darunter. Ich habe mich jetzt schon 12 Folgen daran gewöhnt, das Logik in dieser Serie ständig gebogen wird und Charaktere oder Situationen *teilweise* sehr unglaubwürdig oder platt gezeichnet sind (bitte sagt nicht Comichaft, Comics haben oft sehr viel besser geschriebene Charaktere als Discovery). Das komplette Spiegeluniversum ist doch sehr überzeichnet dargestellt (natürlich in bekannter StarTrek-Tradition, aber deswegen passt es für mich auch nicht so gut in eine Serie, die so ernsthaft sein will).

    Ich habe den Verdacht, das ihr in dieser Folge nicht so bereit wart, über die üblichen Probleme hinwegzusehen, weil euer Lieblingscharakter sterben musste. Das Lorca hier nicht mehr sehr nuanciert gezeichnet wurde, finde ich durchaus nachvollziehbar – er ist im Tunnelblickmodus, ganz kurz vor seinem Ziel, für das er Jahrelang gekämpft hat. Und natürlich hat er auf der Discovery vorher auch eine Rolle gespielt.

    Sarus Ansprache, Stamitz‘ Szenen mit Tilly und ein paar filmische Dinge fand ich sehr toll und ich bin froh das die Discovery Lorca los und wieder im eigenen Universum ist. Allerdings frage ich mich auch, was in dieser Serie noch passieren soll, nachdem nun schon alles Leben in allen Universen gerettet wurde. Ich glaube irgendwie nicht, das sehr viel weiter geplant wurde. Ich könnte mir gut vorstellen (und hoffe es auch) das Discovery sich künftig noch sehr verändern wird und diese völlig übertriebene erste Staffel bald vergessen ist.

    1. Ich denke, deinen Verdacht können wir zerstreuen. Und wenn wir wegen eines Todes eines Hauptcharakters der Folge nicht wohlgesonnen waren, dann ist es “Tod des Charakters Lorca”, und der passiert bereits am Anfang der Folge.

      Das schlechte Writing durch die gesamte Serie sehen wir nicht. Im Gegenteil. Aber wir haben ja in den letzten Folgen mehr als deutlich gemacht, warum wir das Writing teilweise sehr gut finden.

      1. Naja, man kann aber genau so behaupten, dass Lorca schon immer als genau das angelegt war was er nun offenbart und er von Beginn an alle belogen hat. Vielschichtigkeit kann auch bedeuten, dass man bestimmte Schichten nur spielt.
        Jason Isaacs zumindest behauptet genau das (http://variety.com/2018/tv/news/star-trek-discovery-lorca-jason-isaacs-1202682156/).

        Ich denke auch, es gibt in der Folge einige Szenen über die man besser nicht länger nachdenken sollte. Bei Michaels Flucht im Thronraum habe ich auch sofort gedacht: Ja klar du wartest natürlich nicht, bis du mit zwei Wachen draußen bist.

        Insgesamt sehe ich die Folge aber sehr positiv und nehme dramaturgisch eine ständige Steigerung seit der Winterpause wahr. Vor allem habe ich mit so einem Tempo und auch mit einer sich so zuspitzenden Situation erst im Staffelfinale gerechnet.

        1. Danke für den Link – sehr aufschlussreich. Hilfreich wäre noch die Frage gewesen, ob die anderen SchauspielerInnen eigentlich den Hintergrund der Figur Lorca von Beginn an auch kannten…

      2. Hm, da kann ich euch gar nicht folgen. Lorca mochte ich als schwer durchschaubaren Charakter auch sehr, aber auf den letzten Metern vor seiner Machtübernahme des ganzen Imperiums erwartet ihr noch Nuancen? Er war gerade tagelang in der Folterkammer und dann im Blutrausch auf dem Weg zur Macht.. ich finde es sehr plusibel, das er da sehr straight ist. Mit Lorca hatte ich keine größeren Probleme in dieser Folge, auch wenn er als Charakter sehr fehlen wird.

  2. Ich gehe größtenteils mit eurer Bewertung d’accord.

    Jedoch birgt jedes Szenario das eine erneute Zeitreise und zu einen Reset führt das Problem, dass damit die ISS Charon nicht zerstört würde, diese somit weiterhin dem Pilznetzwerk schadet, und alles Leben im Multiversum stirbt.

    “Alles Leben im gesamten Multiversum hängt vom Pilznetzwerk ab”, ist aus Sicht der Wahrscheinlichkeitstheorie das schlimmste was den Autoren hätte einfallen können!

    Denn danach dürfte das Star Trek-Multiversum bereits sei langem bar jeden Lebens sein. Geht man von unendlich vielen Parallelwelten aus, tritt ein Ereignis mit noch so kleiner Wahrscheinlichkeit auch irgendwo ein. Und die Möglichkeit das Pilznetzwerk abzutöten, und damit sämtliches Leben im gesamten Multiversum zu vernichten ist gegeben, Spiegel-Stamets hat dies gezeigt. Er hat es zwar nicht geschafft, aber irgendwer, irgendwo sollte es der Wahrscheinlichkeit nach geschafft haben…

  3. Ich habe die Folge auf Deutsch gesehen und da sagt Lorca, dass sein Schiff in einen Ionennebel flog und dann gab es einen Transporterunfall, durch den er dann im Spiegeluniversum gelandet ist. Ich denke nicht, dass das in Original so viel anders erklärt würde.
    Die Stametssache wurde im zweiten aftertrek erklärt. Dort war der Wissenschaftler auch kurz dabei und hat seine Pilztheorie erklärt.
    Ich kann mit Lorcas eindimensionaler Darstellung Leben, da er quasi wieder zu Hause ist und sich nicht mehr verstellen braucht. Ich fände es auch völlig ok, wenn er jetzt raus ist aus der Serie.
    Saru als ständigen Captain fände ich super.

    1. Die Szenen auf der Discovery zum Team-Building fand ich das beste an der Folge, und der mir zwischendurch in Ungnade gefallene Saru hat sowas von gewonnen! Einen mürrischen Captain verloren, einen neuen Anführer der Crew gewonnen. Jetzt darf ihn bitte sein Kelpianertum nicht wieder in einen Waschlappen verwandeln. Ich bin echt gespannt, wie er in den nächsten beiden Folgen den Krieg gegen die Klingonen führt. Hat er einen Zugang zu L’Rell und kann mit ihrer Hilfe richtig taktieren?

  4. Moin ihr beiden,

    nach einer Woche pause schreibe ich mal wieder. 😉

    Ich finde es auch schade, dass Lorca weg ist.
    Es ist auch ziemlich viel angerissen, was nicht aufgenommen oder beendet hat.
    -Saru auf dem Planeten. Keine Nachwirkungen
    -Tayler: Als er Michael angreift und dann gefangen wird bleibt es ohne konsequenzen für Michael. Nur Lorca hat es in die Hände spielen können. tut es auch nicht

    Man hätte sehr viel mit Gedankenspiele spielen können. Oder Tiefgründiger werden.

    Ok. Für Trek Frischlinge ist die Folge ganz ok. Spannung, Abenteuer, Zeitreise, Science, Fiction, Kämpfe.
    Eben wie die abrams Kinofilme
    Doch für uns Trekis ist das für den Kanon eher das aller Letzte.

    Und wenn schon Ihr beide die Folge für schlecht haltet (ihr habt bis jetzt immer versucht was gutes raus zu sehen) was denken dann die hartkor Kritiker.

    Ich fand die Folge zuerst sehr gut. Anscheinend weil auf der Discovery endlich mal Manschaftsgefühle auf kommen. Beim zweiten anschauen kamen mir dann aber auch zweifel.

    So jetzt kommen wieder meine Spekulationen und gleichzeitig Kritik an dieser Zeitlinie. (Warum ich jetzt Zeitlinie schreibe folgt gleich)

    Eure Vermutung das die Discovery jetzt in die Vergangenheit springt stößt bei mir auf erhebliche Probleme! Erstmal muss sie zurück (Die Sprung-Formel von Skoty gibt es ja noch nicht (Um die Sonne mit Warp)) Wenn die das mit dem Antrieb schaffen, warum nutzt man diese Technologie nicht im z.B, 24.Jahrhundert. Zeitreisen wären dann sowas von einfach. Das ist für mich sowas von hirnrissig, weil In Voyager und ENT Zeitreisen als schwere Sache dargestellt wird und überhaupt nichts mit den Sporen zu tun hat.
    Warum nutzt mann die Technik nicht wenn man sie hat?
    Zurück zur Zeitreise. Ich gehe jede wette ein, das in der nächsten Folge erstmal gegen die Glingonen gekämpft wird, deren Gründe für den Krieg näher erläutert wird und Stamets die Sporen neu herstellen muss für den Rücksprung.
    So und jetzt kommen meine Canon-Probleme und die der ganzen Serie.
    Wenn die zum Kampf am Doppelstern zurück springen und dort alles in Ordnung bringen. Hat es alle Geschehnisse in die wir erlebt haben nie gegeben. Das heißt aber auch! Die DISCO hat wieder Spiegel-Lorca und Stamets hat sich noch nicht mit der Tadigraden-DNA geimpft. also kurzum alles was geschehen ist hat nie statt gefunden! Und sowas finde ich nicht apseptabel! Ich habe schon immer solche Folgen gehasst, wo am ende nichts bei raus kommt und die nur Lückenfüller waren. (Beispiel in Voyager mit mehrerern Teilen)
    Aber eine ganze Serie. Und dann die Lösung auf die Sporen zu schieben und somit die Mudd-Folge erklären, würde ich von den Schreibern als sehr faul bezeichnen.
    Weil mann damit Paradoxe Probleme, die sehr kompliziert sind, auf eine einfache Lösung schieben würde und dass würde ich nicht gut finden. Die Sporen sind schon jetzt für mich mehr Fiction als Science. Die Lösung auf die Sporen zu schieben wäre für mich dann die endgültige Fiction.

    Euer Vorschlag das sich Stamets mit seinem alten ich in Verbindung setzt finde ich auch nicht so Logisch, da Stamats erst ein Jahr nach dem Doppelstern die Sonder-DNA hat.

    Und jetzt meine Sache wegen der Primeline.
    Die Schreibe wollen uns weiß machen das die Serie in der Primeline abspielt! Das kann aber jetzt schon nicht mehr angehe, da wir Zeitsprünge vollzogen haben. Warum gibt es in der Zukunft keinen Sporenantrieb. Nur weil Stamats der Einzige mit DNA ist?
    Und warum wird der Glingonen-Krieg nirgendswo erwähnt? Wenn jetzt die Discovery die Geschehnisse am Doppelstern änder und entweder durch den Antrieb bleibt oder sich auflöst und wir wieder das Problem mit Lorca haben !, dann haben wir mit dieser Serie Ereignisse aus einer anderen Zeitlinie. Und dann gehört diese Serie für mich eindeutig nicht zur Primeline. Die Ereignisse führen zwar dazu dass unsere bekannte Primeline weiter existiert, doch ist es eben ein anderer Zeitstrang der in unseren rein führt. Somit wie in den Kinofilmen nur umgekehrt. Also statt aus der Primeline raus, in unsere Primeline hinein.

    Wenn die Schreiber in der Zweiten Staffel dann in der Primeline sein wollen, dann müssen die aber weit weg springen. Wie bei Stargate University! Um nicht unsere Geschehnisse zu beinflussen. Darauf wird es wohl hinaus laufen.

    So, das musste raus. (Dampf ablaussen)

    Noch was kleines am Rande.
    Die Spore die bei Tilly (leider wieder mit alter Frisur) auf die Kleidung ging ist ei Twist der bestimmt noch aufgegriffen wird! Da die Kameraführung mir zu auffällig auf die Spore ging!
    Damit selbst die neu Trekis auf Gedanken kommen?!!, hier passiert was wichtiges? Da wird noch was kommen. Das Verspreche ich euch.

    Erstmal genug Dampf abgelassen.
    Wir hören/schreiben uns wieder 😉

    1. Mir ist dazu noch was eingefallen. Die Crew hat noch den Zeitkristall von Mudd´s Schiff. Wenn sie den aus den Tier raus gekriegt haben. Oder hat sich der mit dem Armband aufgelöst?

  5. “Surfin’ USS”! Jetzt habe ich schon wieder ein Grinsen im Gesicht, das bestimmt ganz lange nicht mehr weg geht! Wegen Euch sehe ich mittwochs immer total dümmlich aus! 😀
    Ich könnte mir auch schön vorstellen, das anstelle der Beach Boys mit Surf Rock á la Pulp Fiction zu unterlegen: Misirilou, schnelle rockige Gitarren, dreckige Saxophone… das würde auch schon so schön auf Quentin-Trek einstimmen! 😉

  6. Mir geht es ansonsten so wie Euch: ich war so frustriert von dieser Folge, dass ich den ganzen Dienstag lang richtig schlechte Laune hatte – was ich einigermaßen bemerkenswert finde, weil ich nicht gedacht hatte, dass die Serie solche starken Gefühle in mir auslösen kann. Bei schlechten Folgen in der 1. Staffelhälfte war meine Reaktion meist eher ein “Meh.”
    Also, immerhin, eins hat die Serie damit richtig gemacht: sie löst starke Gefühle in mir aus… jetzt arbeiten wir nur noch daran, die RICHTIGEN Gefühle auszulösen, writer’s room! 😉

    😉 Überhaupt ist das alles Eure Schuld *mit dem Finger zeig*! Ihr habt den bösen Blick, seid Hexer, habt die Serie verflucht, oder wie auch immer Ihr es angestellt habt: Eure Prophezeiungen erfüllen sich eine nach der anderen – nur leider auf die schlechtestmögliche Art und Weise! 😀 BITTE, BITTE, BITTE hört auf zu spekulieren! Es ist schon so viel Schaden angerichtet worden!! 😉

    Ernsthaft: die Autoren sind mMn einfach schreib- und Kreativitäts-faul. Alle (oder gefühlt alle) Plottwists werden scheinbar nur auf die nächstliegende Weise aufgelöst, oder auf eine Art und Weise, die eh schon längst jeder Fan vermutet hat. Ob das nun Tyler/Voq ist, “Wer ist Imperator?” oder Lorca=Spiegel-Lorca, alles ist extrem vorhersehbar gewesen und kaum jemals wirklich gut und clever aufgelöst am Ende.

    Am allerwenigsten Lorca. Ich krieg jetzt noch Frust-Wallungen, wenn ich daran denke, wie lieblos und faul sie den abserviert haben. Ich stelle mir die Besprechung im writer’s room in etwa so vor:

    “So, jetzt haben wir also endlich den großen Plottwist gebracht, auf den wir seit einer dreiviertel Staffel hinarbeiten und haben ihn auf exakt DIE Art und Weise aufgelöst, die eh schon längst jeder von Anfang an vermutet hat: Lorca ist ganz einfach der Spiegel-Lorca! Gute Arbeit, Leute. Macht Feierabend.”
    “Äh, Entschuldigung, aber was machen wir jetzt mit Lorca?”
    “Wie, ich verstehe nicht, was machen wir mit Lorca? Sollen wir noch irgendwas mit ihm machen? Wir haben doch aufgelöst, dass er der Spiegel-Lorca ist. Reicht das nicht?”
    “Na, ja…”
    “Okay, okay, dann arbeiten wir halt noch eine halbe Stunde länger, bevor wir Feierabend machen. Also, hat sich irgendjemand mal Gedanken gemacht, wie es mit Lorca weiter geht?”
    “Äääh….”
    “Tjaah…”
    “Nicht wirklich…”
    “Ach, was soll’s, bringen wir ihn halt einfach ganz schnell um.”
    “Du bist der Boss!”
    “So machen wir’s!”
    “Prima Idee!”
    “Feierabend!”

    Wenn sie jetzt noch genau so viel kreative Energie in die von Euch prophezeiten Zeitreise (die ohnehin schon faulste und generischste aller Lösungen, für die jeder Autor, der einen Schuss Pulver wert ist, mit einem nassen Handtuch verhauen gehört!), dann gute Nacht!
    Die einzige Hoffnung, die ich dann noch habe (und hier wage ich dann eine Prophezeiung, in der Befürchtung, dass sie bis nächste Woche eh wieder obsolet sein wird), dass der Zeitsprung die ganze Handlung der bisherigen Serie nihiliert und wir alle hinterher zu recht so tun können, als wäre Discovery nie geschehen! 😉

    1. Ich fand die Folge insgesamt ziemlich gut. Überhaupt hat sich nach der Winterpause jede Folge gesteigert. Ich hätte so etwas wie das allerdings als Staffelendfolge erwartet und war daher ziemlich verblüfft als ich sie sah. Daher verstehe ich auch, dass es dich stört, dass Lorca nun so schnell abserviert wurde. Aber zum Ende der Staffel haben damit ja wohl schon die meisten gerechnet.

      Das kann ich akzeptieren, bin aber auch mehr und mehr zum Lorca-Fan geworden und finde es letztlich schade, dass er nun weg ist. Allerdings ist er ja in den Sporenkern gefallen und deshalb jetzt mächtiger als du dir auch nur entfernt… ach nein – falscher Film.

      Den Gedanken, dass durch einen Zeitsprung die ganze Handlung letztlich rückgängig gemacht würde finde ich auch sehr schaurig.

        1. Achso 🙂 das “falscher Film” bezog sich gar nicht auf den Sporenkern, sondern auf “… mächtiger als du es dir auch nur …

          “Du kannst nicht gewinnen, Darth. Wenn du mich schlägst, werde ich mächtiger, als du es dir auch nur entfernt vorstellen kannst.” – Obi Wan Kenobi zu Darth Vader

          1. Ahhh! Jetzt bring ich das Zitat auch wieder unter! Faszinierend, wie schwer es sein kann, eine bekannte Textstelle in einem anderen Kontext wieder zu erkennen. Ich war so fixiert auf Lorcas Sturz in den Kern, dass ich mein Gehirn gemartert habe, nach einer ähnlichen Szene zu suchen, in der diese mir sehr vertrauten Worte gesprochen wurden. Wie das menschliche Gehirn halt so arbeitet. 😉

            Dann warten wir mal gespannt darauf, ob Lorca in nächster Zeit noch als halbdurchsichtiges Gespenst auftaucht (vielleicht zusammen mit Cpt. Giorgou) und Michael weise Ratschläge gibt! “Nutze die Macht der Sporen, Michael!” 😀

    1. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch wenn es mir nach meinem ganzen Geunke von oben und dieser Folge ein bisschen schwer fällt, mich daran zu erinnern, positiv zu denken, aber ja: eigentlich hoffe ich natürlich auch noch, dass man sich später mit Grausen an die berüchtigte 1.Staffel von Discovery zurück erinnern wird. 🙂

      Aber: so leicht wie Serien in den 80ern und 90er es hatten, haben es Serien heute nicht mehr. Die konnten es sich damals leisten, erst einmal ein paar richtig grottige Staffeln abzuliefern, ohne abgesetzt zu werden (siehe TNG). Den Luxus haben Serien heute nicht. Die werden ganz schnell abserviert, wenn sie nicht das gewünschte Ergebnis erzielen. Dfür ist die Konkurrenz auf dem Markt einfach zu groß.
      Daher besteht meine Hoffnung zwar noch, Discovery möge dem Beispiel von ZNG folgen und sich in den nächsten Staffeln berappeln, aber diese Hoffnung ist, wenn man den Idealismus abschaltet, auch nicht unrealistisch hoch.

    2. “Größte Katastrophe in Serienform…..inszenatorischer Auffahrunfall….bekommt sogar ne Staffel 2…” Kleiner Tipp: Schau es einfach nicht mehr. Und wo bitte gibt es Inkonsistenzen bei der Entwicklung der Figuren? DIe Figuren sind für eine First Season sehr gut gezeichnet. Ich finde ebenfalls, dass Mirror sucks, aber gleich so über diese Staffel herzufallen ist ein einziger Fail.

      1. Hallo Ingo,

        ja kann sein, dass ich mit meinem kleinen Rant etwas über das Ziel hinausgeschossen bin.
        Ich habe das Ganze auch etwas überspitzt formuliert und auch nicht so ernst gemeint, wie es offenbar rüberkommt.
        Also sry wenn ich damit jemandem zu nahe getreten bin.

        Den Punkt mit der inkonsistenten Figurenentwicklung nehme ich auch zurück. Der ist eigentlich Teil meiner
        wirklichen, großen Kritik an der ersten Staffel, nämlich, dass es so viele offensichtliche Logik-
        Löcher in der Handlung gibt. Mich persöhnlich zumindest stören diese sehr. Die meisten davon werden von
        Andi und Sebastian auch im Podcast genannt. Mich persöhnlich wirft das immer sehr aus der Handlung und ich
        denke da bin ich nicht der Einzige.

  7. Ich bin verstört.

    NOT MY DISCOVERY PANEL!

    Um es vorweg zu nehmen: ich werte dies als die drittbeste Folge nach „Butchers Knife“ und „Into the forrest“. Damit liege ich ziemlich im Mainstream: bei IMDB wird „What’s Past is Prologue“ derzeit mit einer 8.8 als beste Folge bewertet. Der Grund dürfte klar sein: die Folge hatte einen perfekten Flow, für Star Trek absurd gute Aktion Sequenzen (siehe unten), erstmals überhaupt richtiges „Bridge-Feeling“, eine echte Lagebesprechung (!) und hat etliche Story-Arks zu einem befriedigendem Ende gebracht.

    Das seht ihr beiden ganz offensichtlich anders, und darum möchte ich etwas Küchenpsychologie betreiben, warum das so ist.
    Ich glaube, ihr habe euch auf zwei Ebenen emotional verrannt.

    Erstens: Ihr habe die Spiegeluniversumsfolgen durch eine sonderbar rosafarbene Brille betrachtet. Ich fand die zweite Halbstaffel ok, aber nicht so stark wie die besseren Folgen der ersten Hälfte. Letztlich ist das Spiegeluniversum doch genau wie immer: Gewalt und Terror regiert, es gibt keine Subtilität, keine Nuancen, nur Grausamkeit. Ich frage mich, wo ihr da je etwas anderes gesehen habt. Es war auch in den vorherigen Folgen Operette und völlig überzögen. Wenn ihr beim – meiner Meinung nach fast erstem wirklich gutem Taktik-Personengefecht in Star Trek überhaupt – dem Stand Off im Gang – fragt, wieso sie das machen: na weil man das halt im Spiegeluniversum genau so macht. Drauf hauen. Das führt zu:

    Zweitens: Lorca. Ihr bestreitet das, aber man muss kein Psychologe sein um in eurer wirklich trotzigen Folgenbesprechung klare Anzeichen von zurückgewiesener Liebe zu finden. Ihr wolltet in den letzten 11 Folgen einen grauen Lorca gesehen haben, mit dem man hadern kann, aber im Zweifel doch auch Verständnis für aufbaut. Das ist schön, so ging es Vielen. Aber das ist nicht die Geschichte, die erzählt werden sollte und erzählt wurde. Es wurde die Geschichte erzählt von einem völlig skrupellosen Taktiker, der alles seinem Ziel unterordnet. Lorca war nie Grau, das wollten wir nur hineinlesen. Und wenn ihr sagt, dass die Figur Lorca in Minute X dieser Folge „zerstört“ wurde, weil sie als ultimativ böse gezeichnet wurde – sagt mal, habt ihr bei der letzten, von euch so bejubelten Folge „Vauling Ambition“ eigentlich zugesehen? Da tritt euer “grauer” Lorca einem wehrlos am Boden liegenden mit dem Fuß den Schädel ein, während er ihm noch bestätigt was auch immer er mit seiner Schwester angestellt habt. Habt ihr da irgendwie gepennt? Von dem Moment an gab es doch überhaupt kein zurück mehr für die Figur. Ich habe das glasklar gesehen, und daher auch meine Empörung über die Grausamkeit der letzten Folge (die aktuelle war demgegenüber komplett harmlos). Die Geschichte, die erzählt werden sollte, war die eines tiefschwarzen Lorca, und die wurde auch erzählt. Ich bin mir sicher, wenn man jetzt die alten Folgen noch einmal durchgeht, wird man unter der Perspektive wenig bis keine „grauen“, geschweige denn weißen Elemente bei ihm finden – zumindest keine, die nicht auch auf Eigennutz basieren.

    Und diese Erzählebene finde ich ungemein spannend. Gewisser maßen wurde hier das Breaking Bad Prinzip gespielt – man verzeiht Walter White schon wirklich eine ganz Menge, aber DAS dann nun wirklich nicht. Bis er einen drei Folgen später wieder den Finger gewickelt hat, aber dann JENES wird man ihm nicht mehr verzeihen usw.
    Für Lorca war nie ein redemtion arc geplant. Es ist einfach ein Stinkefinger ins Gesicht: „Leute, ihr habt da auf das falsche Pferd gesetzt, wäret ihr mal euren ersten Gefühlen gefolgt“. Und absurder Weise bekommen jetzt sogar die „NOT MY STAR TREK“ RuferInnen der ersten Stunde Recht: ja, der hatte auf der Brücke nichts zu suchen.

    Sehr cool.

    Ihr hattet ganz offensichtlich keinen Spaß beim Aufnehmen der Folge. Ich hoffe, dass ihr mit etwas Abstand diesen Twist anders bewerten werdet – und zumindest für die verbleibenden Folgen auch Spaß am Podcasten habt. Diese Folge war ehrlich gesagt kein Vergnügen zum Anhören.

    1. @Ralf: eine ziemlich gute Analyse der Figur Lorca, finde ich. Ich möchte das nicht komplett unterschreiben, aber es ist eine andere Sichtweise, die mir einiges zu denken mitgibt. Ich halte es für meinen Teil durchaus für möglich, dass ich einiges an Hoffnung und Wuschdenken projiziert habe. Sowohl in Lorcas Charakter, als auch in das Spiegel-Universum, bzw. die Art, wie es in der Story behandelt wird.

      Aber: Was mich selbst an der Darstellung des Spiegel-Lorca in dieser Folge so gestört hat, war nicht so sehr seine Darstellung als eindimensional nur-böser Character. Das kann ich tatsächlich akzeptieren, auch wenn ich es nicht mag (eindimensionale Charactere sind immer ein Ärgernis).
      Dass Lorcas vermeintliche Vielschichtigkeit vorher darauf beruht, dass er sich verstellen musste und eine alles andere als deckende Maske des “guten” Starfleet-Captains über den “bösen” Terraner-Captain legen musste (wie es schon in “Mirror, Mirror” hieß: es scheint den “guten” Personen aus dem Original-Universum leichter zu fallen, sich als “böse” auszugeben, als umgekehrt), damit kann ich leben. Mir persönlich wäre eine andere Erklärung lieber gewesen, eine, die Lorca wirklich zu einem vielschichtigen, “grauen” Character gemacht hätte, aber ich halte das durchaus für plausibel. (Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss: der “gute” Lorca, wenn er dann mal auftaucht, wird leider sehr wahrscheinlich auch nicht vielschichtig “grau” sein, sondern “nur gut”. Vorausgesetzt, dass man sich an das alte Prinzip Spiegel-Character = Original-Character in entgegengesetzten (bösen) Charaktereingenschaften. (Was die Autoren von Discovery zugegebenermaßen nicht durch die Bank tun.))

      Was mich WIRKLICH geärgert hat, war nicht der eindimensionale “böse” Charakter Lorcas, sondern die platten, eindimensionalen Motivationen und Pläne, denen er folgt. Der gerissene, intelligente Taktiker wird einfach nur zu einem weiteren Möchtegern-Imperator, der mit sturer Haudrauf-Gewalt den Thron an sich reißen will, und sonst nichts.
      Das ist so erbärmlich unoriginell, dass es mich wirklich in Rage bringt!
      Die Autoren sind in so vieler Hinsicht schreibfaul (wie ich schon geklagt habe), dass sie sich mMn viel zu oft für die offensichtlichsten und naheliegendsten Lösungen entscheiden. Entweder Plottwists, die ohnehin schon jeder vermutet, oder der Spiegeluniversums-Standard-Grund, warum jemand wie Spiegel-Lorca gegen das Imperium kämpft: um selber die Macht an sich zu reißen.

  8. Mhh, allem Gemecker zum Trotz: Da hast du einen guten Punkt: Falls es das Ziel der Staffel war mir Lorca anfangs als ungeeigneten Captain zu präsentieren um ihn dann als eigenwilligen aber vielschichtigen Anführer aufzubauen und Ihn am Ende von diesem Sockel zu stoßen und mir genau dieses Konflikt, den du ansprichst, vorzuführen, dann haben Sie das wirklich gut gemacht.

  9. “What’s past is prologue” – auf Wiedersehen Spiegeluniversum. Ich fande es bis hierhin eine prima Geschichte, wobei sich vieles ja schon angedeutet hat. Gabriel Lorca hat nun sein Inneres nach Außen gekehrt und zeigt, wie er wirklich ist. Und wie Ralf passend festgestellt hat, das schon am Ende von Vaulting Ambitions. Seine Tarnung als Prima-Lorca hat er vorzüglich gespielt und auch ich bin traurig, dass Mr. Isaacs nun nicht mehr dabei ist. Zwei Hoffnungsschimmer: Es ist bei seinem Sturz in Myzelnetzwerk gelangt und bei dem Durchflug der Discovery konnte er an Board wieder zurück ins Leben kommen (hier Technobabbel zur Erklärung einfügen). Alternativ sehen wir vielleicht den Prime-Lorca in Staffel zwei wieder, dann kann Cornwell ihn wieder lieb haben, who knows 😉

  10. Hallo Andreas, hallo Sebastian, hallo zusammen,

    leider bin ich erst in der letzten Woche auf euren hervorragenden Podcast gestoßen. Umso schöner, dass ich bis heute einige vergnügliche Stunden “binge-hörend” mit euch verbringen konnte und genau mit der Folge “auf Stand” bin, in der wir in der Bewertung am weitesten auseinanderliegen.

    Vorab zur Begrifflichkeit Terraner vs. Menschen: Die Erde wird sicher nicht als “Terra Prime” bezeichnet, und das zugehöhrige Sonnensystem sicher nicht als “Terra-System”. Den Zusatz “prime” leistet sich doch eigentlich nur Cardassia. Systeme werden im Star-Trek-Universum üblicherweise nach ihren Zentralgestirnen benannt und Planetenbezeichnungen daraus abgeleitet (wenn sie nicht etablierte Eigennamen wie “Vulkan” haben), wie z.B. “Veridian III”. Innerhalb dieser Logik (und lateinisch bleibend) wäre unser System also das “Sol-System” und die Erde “Sol III”.
    Ich denke, im Spiegeluniversum verweist der Begriff “Terraner” eher auf eine römische Tradition – Imperatorin usw. eben. Wenn ich mich nicht irre, bezeichnen aber auch die Andorianer in ENT Menschen als “Terraner” (und andere Spezies in anderen Serien auch?). Vermutlich soll so dargestellt werden, dass jede Spezies ihren Heimatplaneten als “ihre/n Erde/Acker/(Fuß-)Boden” bezeichnet und universalübersetzt dann eben differenziert werden muss. Dramaturgisch gesehen ist der Begriff “Terraner” im Spiegeluniversum natürlich zusätzlich eine Abgrenzung zu den “echten Menschen” des Prime-Universums.

    Zur Folge an sich: Ich konnte Lorca voll nachvollziehen. Endlich kann er wieder er selbst sein, seinen Stiefel durchziehen (oder ihn in einen Kopf drücken) und seine Anti-Imperatorin-Georgiou-Kampagne knallhart durchziehen. Er muss sich nicht mehr vor irgendwelchen Föderationsweichlingen angestrengt verstellen – und sie gleichzeitig auch noch motivieren, für ihn zu arbeiten. Zusätzlich wurde er von Agoniekammern in Grund und Boden gefoltert, selbst mit einem Schmerzmittel der Extraklasse ist das bestimmt immer noch brutal. Dazu das Gefühl, es trotz aller Widrigkeiten irgendwie geschafft zu haben – das macht für mich einen Charakter des Spiegeluniversums (die immer überzeichnet sind) genau zu dem, was Lorca dann macht: Einfach mal durchziehen, jetzt, hier, adrenalingeladen und eben richtig eindimensional böse. Und ja: Lorca muss auch Georgiou gegenübertreten und sie eigenhändig (vermutlich unter Zeugen) töten, um selbst zum Imperator zu werden, daher wird das Schiff nicht einfach in die Luft gejagt oder komplett vergiftet. So funktionieren eben Beförderungen im Spiegeluniversum und Imperatorwerden erst recht. Ich gehe davon aus, dass Lorca kein Widerstandskämfer war, sondern einfach seinen eigenen Aufstiegsplan verfolgt hat.

    Zu schlechten Plänen und miesen Fluchtszenen: Ja, das stimmt. Aber das war jetzt die Action-Folge. Und die Folge, in der (fast) alle Spekulationen entgültig aufgelöst werden. Der Nachteil des horizontalen Erzählens: Irgendwann muss man die Bomben platzen lassen und jetzt platzen sie eben hell und laut und für jeden sichtbar. Noch längere Zeit hätte ich eine “grauen” Lorca oder einen “zerissenen” Tyler albern gefunden. Aufgelöst wurde das eben mit Action, die Handlungslogik zu Gunsten von Schauwerten überlagert hat. Und so hat die Folge wunderbar funktioniert, es wurde Druck rausgelassen mit Schauwert, nicht mehr und nicht weniger. Ich war prächtig unterhalten – da verzeihe ich gern Löcher in der Handlung. Ich hab zwischenzeitlich auf der Sofakante gesessen 🙂

    Aber schön, wenn Meinungen so auseinandergehen können. Noch schöner, weil ich eure Meinung und die Detailverliebtheit, mit der ihr an die Folgen herangeht sehr schätze. Vielen Dank für dieses Projekt, ab jetzt gehört ihr zu jeder Folge definitiv direkt im Anschluss dazu.

    Gruß,
    chrysomeles

    1. Was Schauwerte und gerade Spannung der Action-Szenen angeht, muss ich zustimmen: ich saß auch auf der wörtlichen und sprichwörtlichen Sofakante! Gerade in den Kampfszenen gegen Ende. Da war ich gepackt und gefesselt!
      Was das anging, hat mich die Folge auch nicht enttäuscht, zumindest nicht direkt während dem Schauen. Es war vielmehr das, was nach dem Schauen eingesetzt hat, beim Nachdenken über das, was ich da eigentlich gesehen habe. Die Mängel in der Handlung, der Story. Das hat bei mir zu der Frustration geführt, die alle positiven Eindrücke nachträglich überdeckt hat. Ich finde es selber schade, dass ich mir in gewisser Weise damit selber den Spaß genommen habe, aber so muss das nicht zwangsläufig sein. Sehr viele Filme und Serien-Episoden haben diesen Effekt: beim Anschauen alles toll, wenn man nachher darüber nachdenkt, setzt die Ernüchterung ein. Aber in den meisten Fällen eben nicht so stark, wie es mir mit dieser Episode ergangen ist. Daran kann und will ich nicht einfach nur meinen eigenen projizierten Hoffnungen und Wünschen die schuld geben (die da bestimmt einiges beigetragen haben), das kreide ich wirklich zu einem beträchtlichen Teil den Autoren an, die einfach nicht gut geschrieben haben in dieser Folge! Sicher, Regiesseur, Schauspieler und viele andere haben das Manko der mMn wirklich schlecht geschriebenen Handlung inszenatorisch und darstellerisch wettzumachen gewusst (siehe Sofakante), aber eben nicht in einem solchen Maß, dass ich darüber die Mängel im Drehbuch hätte komplett vergessen können.

  11. Moin moin!
    Mir hat die Folge gut gefallen, wenn auch nicht ganz so gut, wie die Episoden, die zuvor seit der Winterpause liefen, aber besser als ein oder zwei Folgen aus der ersten Halbserie. Dazu muss ich ergänzen, dass ich generell ein Freund der Mirror Universe-Folgen aus den alten Serien bin, weshalb mir auch der Ausflug in Discovery positiv gefallen hat. 🙂
    Schade, dass Lorca das Zeitliche gesegnet hat. Mir hat die schauspielerische Leistung von Jason Isaacs sehr gefallen und ich hätte es schön gefunden ihn auch über die erste Staffel in Discovery an Bord zu haben (Ob Prime-Lorca auftauchen wird? Eher nicht, fürchte ich…) Lorcas Entwicklung in dieser Folge war für mich nicht so störend, wie für Sebastian und Andreas. Er hat bislang nur eine Rolle als Prime-Lorca gespielt und musste mit Manipulation und Geschick agieren, um die Rolle aufrecht zu halten und seine Heimkehr zu ermöglichen. Jetzt ist er zurück, fühlt sich in der stärkeren Position, um sein lange gehegtes Ziel zu erreichen. Insofern erscheint es mir logisch, dass er nun “eindimensional” erscheint, denn er muss sich nicht mehr verstellen. Und was die Kritik an seiner stumpfen Taktik angeht: Kurz vor dem Ziel, vor allem wenn man sich als Sieger wähnt, will man zügigen Erfolg und der lässt sich mit dem Streitkolben halt mitunter schneller erreichen, als mit dem feinen Florett.
    Die Szenen auf der Discovery waren für mich auf jeden Fall die Highlights der Folge (Sarus Rede, das Hin-und-Her zwischen Tilly und Stamets, das zur Lösung des Problems führt, die gute Interaktion zwischen den Brückenoffizieren besonders gegen Ende). Die Handlung auf der Charon hat mich hingegen ein wenig an Stirb Langsam erinnert: Eine(r) gegen viele, Versteckspiel in Lüftungstunneln, Actionszenen, die die Logik mehr als biegen. Aber genauso wie Stirb Langsam war das ganze für mich ein unterhaltsamer, stumpfer Spaß. (Die Effekte sowieso haben mich wirklich begeistert, da zeigen sich keine Abnutzungseffekte im Verlauf der Staffel, das ist weiterhin ganz hohes Niveau.)
    Ist das Star Trek? Nicht im klassischen Sinne. Es ist vielleicht nicht zerebral, aber dennoch gute TV-Unterhaltung. Die wichtigen Botschaften werden meiner Ansicht nach auch weiterhin transportiert. Insofern ist dies eine Star Trek-Serie nach den modernen, gängigen Erzählweisen zeitgenössischer Fernsehserien mit ähnlichem Anspruch.
    Wie wird es mit Discovery weitergehen? Ich habe keinen blassen Schimmer. Alles, was ich mir an Theorien bislang aufgebaut habe, sind mittlerweile erledigt oder eingetreten. Jetzt habe ich keine Ahnung, was passieren wird. Von daher bin ich sehr gespannt. Eine Zeitreise, so logisch sie erscheint, fände ich aber schon etwas mau als Erklärung. Weshalb Michael Georgiou gerettet hat, kann ich mir auch nicht erklären. Aber wenn schon Jason Isaacs nicht mehr mit dabei ist, freue ich mich zumindest darauf Michelle Yeoh noch mindestens eine weitere Folge zu sehen. Der grünen Spore auf Tillys Uniform würde ich auch wenig Bedeutung unterstellen. Vielmehr habe ich es so verstanden, dass dies eine Reminiszenz an Michaels erste Begegnung mit Stamets ist, als der sich ein paar Sporen von seiner Schulter herunterwischt.
    Zum Schluss noch ein neuerliches Lob an die beiden Podcaster, das sich in den Kanon der anderen Lobeshymnen eingliedert. Mir macht es immer noch viel Spaß euch zuzuhören und die Podcasts besitzen weiterhin ihr hohes Unterhaltungsniveau. Sie gehören unumstößlich zu meiner persönlichen Nachbereitung der aktuellen Folgen und darum hoffe ich, dass ihr auch nach Ende der ersten Staffel weiterhin die ein oder andere Episode raushaut. Gibt ja noch einiges mehr aus dem Star Trek-Kosmos, dem man eine Podcastepisode widmen könnte 🙂

    P.S.: Ich weiß nicht, ob es eine bewusste Homage ist, aber mir ist eine Folge eingefallen, in der sich ebenfalls Figuren hinter einer holographischen Wand verstecken: Die TNG-Doppelfolge “Wiedervereinigung”. Hier ein Trailer, die Szene sieht man etwa bei 0:57 Minuten.

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