Staffelrückblick: Michael Burnham

Schon über drei Monate… Ne, so fangen wir nicht schon wieder eine Episodenbesprechung an. Es ist weiterhin Rückblickzeit. In dieser Folge geht es ausschließlich um die absolute Hauptfigur der Serie: Michael Burnham. Unsere Gästin dazu: Nele Pollatschek, Buchautorin, Dr. des. und absolute Star-Trek-Enthusiastin. Ein Wagnis, denn Nele ist mitnichten so überzeugt von der Serie wie Sebastian und Andreas. Aber hört selbst. Außerdem: Neue Rubriken. Ihr erfahrt ab jetzt wöchentlich alle News zu Star Trek Discovery. Und wenn uns eine tolle Podcastfolge über den Weg läuft, dann legen wir sie euch sofort ans Herz.

 

 

Nele könnt ihr über Twitter auf @NRPollatschek erreichen, ihr Buch “Das Unglück anderer Leute” findet ihr beim KiWi-Verlag: https://www.kiwi-verlag.de/buch/das-unglueck-anderer-leute/978-3-462-31632-2/

News:

  • Neue Casting-Meldungen: Alan van Sprang, Tig Notaro und Anson Mount
  • Produktionsvideo zur 2. Staffel:

  • Jonathan Frakes führt in der 2. und 10. Folge der neuen Staffel Regie

Podcastfolgen-Empfehlung:

Trekcast – Die dritte Staffel DS9:

Trekcast #067 – Die dritte DS9-Staffel

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6 Gedanken zu „Staffelrückblick: Michael Burnham

  1. Hallo Sebastian, hallo Andreas, DANKE Nele,

    wie schön, dass sich hier eine Gästin [jawohl, “Gästin”!] eingefunden hat, die so stark emotional an Star Trek hängt und ihr ganzes Herzblut so wunderbar in Worte fassen kann. Das war wirklich ein Genuss beim Zuhören und auch ein wunderbares Beispiel dafür, dass Star Trek ein Leben auch beeinflussen kann, wenn VOY der Einstieg ins Universum war. Es ist also kein Problem, zu den “Nachgeborenen” zu gehören 😉

    Nele hat einen guten Punkt getroffen, der Discovery abgeht. Nach TOS (ganz strenggenommen nach TAS ;)) waren Star Trek-Serien innerhalb einer Utopie angelegt. Die Föderationsideale waren gesetzt und Konflikte ergaben sich aus diesem Regelwerk. Bei ENT muss sich die Utopie noch entwickeln, aber auch das wird nachvollziehbar dargestellt. Discovery bewegt sich da eigentlich in einem leeren Raum. Ok, in der letzten Folge lässt sich Michael zu einer Pro-Föderationsrede hinreißen, aber hat das die Folgen davor irgendeine Rolle gespielt? Eigentlich haben alle nur reagiert, einem Ideal oder einer Utopie ist niemand gefolgt. “Star Trek Spirit” ist das nicht.

    Ich hoffe ja, dass “What’s Past Is Prolouge” wirklich eine ernsthafte Ansage war. “Wir haben das jetzt erzählt, um die Leute einzuführen, außerdem hatten wir diesen Produzentenkonflikt und mussten drei Geschichten in eine Staffel pressen, aber jetzt gibt es einen ernsthaften Neuanfang”. Ich hoffe deshalb auch, dass die Enterprise keine allzu große Rolle spielen wird.

    Eigentlich halte ich Star Trek ja für auserzählt. Bei den J.J. Abrams-Filmen ist mir das richtig bewusst geworden. Was soll man da eigentlich noch ernsthaft hinzufügen? Aber auch da halte ich es mit Nele: Ich bin beinhart und werde selbstverständlich auch 8 Staffeln Discovery schauen. Und bin vielleicht nach Staffel 3 wirklich begeistert.

    Aber mal extrem in die Runde: Ist Star Trek nicht eigentlich wirklich auserzählt? Gibt es da wirklich noch was hinzuzufügen oder wird da nur eine Leiche gefleddert?

    Gruß,
    chrysomeles

  2. À PROPOPS falsche Titelmusik…

    Als Ihr nach dem Cold Opener aus dem falschen Franchise mit der Titelmusik ankamt, dachte ich doch tatsächlich einen Moment “Hä? Hatten die nicht mal eine eigene Variante des DISCO-Themas? Wieso nehmen die denn jetzt auf einmal die Original-Musik?” So weit ist es also nun gekommen: ich empfinde Eure Titelmelodie als originaler als das Original! Das ist mittlerweile die Variante, die ich ziemlich fest mit Discovery verbinde.
    Ob das nun nur ein Lob an Euren Musiker ist (das ist es auf jeden Fall!) oder auch als ein Tadel an Herrn Russo aufgefasste werden kann, weil seine Kreation einfach nicht so eingängig ist, sei mal zur Diskussion gestellt.

  3. Liebe Podcaster,

    nachdem wir uns auf der Destination Star Trek verpasst haben, nun leider nicht persönlich, aber trotzdem vielen Dank für einige Stunden Eskapismus pur. Gerade die letzten Tage waren so schwer, dass sich durch Euren Podcast zum ersten Mal habe abschalten können. Danke!

    Es ist schön, wenn Ihr Gäste habt. Nele hat mir in vielerlei Dingen von der Seele gesprochen:

    a) Ich finde auch, dass die utopische Zukunft die mir TNG, VOY und DS9 in den meisten Fällen gegeben hat momentan ziemlich mau ist. Die Verschiebung der Ethik hat schon begonnen als im JJ Reboot das romulanische Raumschiff von Spock nicht gerettet sondern er dessen Zerstörung positiv entgegengesehen hatte. Sie hat sich nun mit Burnham weiterentwickelt. Aber dies mag auch an der veränderten amerikanischen Politik liegen. Ich höre auch ein paar amerikanische Star-Trek Podcasts und ich stelle deshalb immer mehr fest, dass Star Trek (heute?!) leider nicht (mehr?!) die internationale Serie ist, die ich mir eigentlich wünsche, sondern einer uramerikanische. Mit all ihren – aus europäische Sicht – Makeln.

    b) Das leitet mich zum zweiten Punkt – einer Frage über: Eigentlich wollte ich sie beim Panel von William Shatner stellen, wurde aber nicht aufgerufen: Ist es nicht langsam mal Zeit wäre für einen deutschen Charakter an Bord einer Serie/ Film? Immerhin ist Deutschland wohl ein TOP 10 Markt des Franchises.

    c) Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass mir der (fehlende) Star Trek Nachwuchs Sorgen macht. Ich bin auch Lehrer (Sek I) und habe mal in meinen Klassen eine kleine Erhebung gemacht. So gut wie keiner schaut sich die Serie an. Zu meiner Schulzeit – der Blütezeit von TNG / DS9 – hatten wir sogar einige Poster diverser Crews im Klassenzimmer und es gab sehr viele Nerds. Vielleicht ist tatsächlich ein Cinematic Universe eine Lösung – aber dann bitte international mit einer guten Ethik!

    Soweit die Rückmeldung.

    Nochmals vielen Dank und gerne wieder mit Nele! Das war so sympathisch und durchdacht – ich habe mir gleich das Buch bestellt.

    Lieben Dank nochmals und gerne wieder über Twitter falls wir es schon nicht persönlich sehen.

    Volker

  4. Ich kann Nele zwar nicht in allem zustimmen, aber doch in sehr vielen Punkten (gerade was sie an Einschätzungen über die Autoren gemutmaßt hat, trifft genau in meine Agenda! 😉 ), und auch generell konnte sie ihre Argumente gut und glaubwürdig anbringen, so dass ich sie auch in Punkten, bei denen ich anderer Meinung wäre, ohne Probleme ernst nehmen kann. (Dass ich das Gefühl habe, den letzten Punkt extra hervorheben zu müssen, wirft kein besonders gutes Licht auf den allgemeinen Zusatnd der Diskussionskultur im Fandom – leider.)

    Eines hat mir besonders gefallen: die Ethik in Star Trek mit Captain Janeway zu vergleichen, die am Fenster steht, in die Schwärze starrt und darüber nachdenkt, ob sie richtig gehandelt hat – das trifft es mMn ziemlich sicher auf den Punkt! Star Trek handelt nicht von unfehlbaren Charakteren, die immer alles richtig machen (und wenn sie es doch falsch machen wie Michael, sind die anderen die Bösen, weil die sie ja nur ungerecht behandeln!), sondern von Personen mit allen Schwächen und Fehlern, die aber letzten Endes aus ihren Fehlern zu lernen bereit sind. Und dazu gehört auch der Prozess von Selbstzweifel und die Einsicht – und nicht nur das plötzliche selbstbewusste Verkünden der eigenen Hoppla!-Läuterung im Sinne von “Ich habe schon immer alles richtig gemacht! Nur jetzt mache ich es noch richtiger als beim ersten mal!”

    An einem Punkt möchte ich Nele widersprechen: ich bezweifle, dass es noch mal so etwas wie Wohlfühl-Serien bei Star Trek geben wird – oder sollte. Ich glaube nicht, dass sich dafür heute noch ein junges Publikum finden liesse. Und mich persönlich das auch eher weniger ansprechen. Ich mag zwar meine alten Wohlfühl-Serien, die sind mir nach wie vor ans Herz gewachsen und wichtig, aber wenn ich neue Produktionen sehe, sprechen mich diejenigen, die anecken, deutlich mehr an.
    Das mag jetzt aber auch ganz einfach eine sehr subjektive Angelegenheit sein.

    1. Es gibt noch Wohlfühl-Serien, eine davon in Sachen Star Trek wäre The Orville obwohl sie nicht zum Franchise gehört aber eine deutliche Hommage an Star Trek
      ist. Der manchmal etwas platte Humor stört mich nicht im geringsten, anders wie bei ST Discovery wo es fast gar keinen Humor gibt aber dafür jede Menge
      ernthaften “Schwachsinn” der nichts mehr mit einer Utopie zutun hat sonder eher einer Dystopie zu zuordnen ist. Aber ich bleibe trozdem weiterhin am Ball in Sachen ST Discovery, könnte ja sein das sich einiges noch zum positiven (für mich) ändert. 😉

      Ich halte es da ähnlich wie Nele, je nach Tagesform und Stimmung schau ich das eine oder andere, und da beide Serien momentan Sommerpause haben schau ich auch
      gerne wiede in alte Star Trek-Serien oder Filme rein. 🙂

      LG Sebastian

  5. So, jetzt bin ich endlich bei der 3 Folge eures Podcasts nach dem Staffelfinale angekommen, und welch wunderbarer Gast (Nele!)! Ich höre ihr zu wie sie redet und argumentiert und plötzlich ertappe ich mich dabei, wie ich die Melodie von “Beginner: Liebeslied” vor mich hin summe 😀 Ich kann ihr wirklich in großen Teilen nur zustimmen, besonders was die Ethik von Star Trek angeht und das Erzähltempo der alten Serien (Stichwort Crewgefühl). Nicht zustimmen kann ich ihr bei ihrer Kritik an der Länge eurer Podcasts (weiter so!). Das Dumme ist jetzt nur, dass ganze Gerede über DS9 und VOY hat bei mir die Lust geweckt diese Serien auch mal wieder zu schauen. Ich habe sie ja alle hier, nur die Zeit… 🙁 gibt ja leider auch so viele aktuelle Serien.

    Ach ja, bester Tag für euren Podcast ist natürlich objektiv betrachtet der Donnerstag!

    Wie ich bei Instagram gesehen habe, wart ihr ja in Dortmund (da hätte man glatt ein Bier zusammen trinken können), vielleicht erzählt ihr ja in eurem nächsten Podcast etwas über eure Eindrücke?

    Also, bis irgendwann mal und für Nele viel Erfolg für ihre Promotion (toitoitoi!)

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