Lieblingsfolgen – Ep. 8 – DS9: “Jenseits der Sterne”

Ein Blick auf ein medizinisches Pad – und wir sind mitten im New York der 50er-Jahre und folgen Benny Russell, einen afroamerikanischen Schriftsteller, der sich in einer von Rassenkonflikten geprägten Zeit als Science-Fiction-Autor behaupten muss und dabei an Widerständen zerbricht.

Folgt uns in unserer Besprechung einer der bemerkenswertesten Folgen der gesamten Star-Trek-Historie. Denkt mit uns über metafiktionale Bezüge zur gesamten Star-Trek-Welt nach und bewundert die Vielfalt der kleinen Anspielungen, die die Autoren dieser Folge eingeflochten haben.

Wir freuen uns natürlich sehr über Feedback (und Fixsterne bei Itunes!).

10 Gedanken zu „Lieblingsfolgen – Ep. 8 – DS9: “Jenseits der Sterne”

  1. Jetzt muss ich doch mal wieder einmischen, als sonst stummer Zuhörer auf einer Geschwindigkeit von 1.5:

    Hallo Ihr zwei!

    Armin Shimerman ist bis Ende der dritten Staffel Schuldirektor der Highschool von Buffy. Eingestiegen ist er wahrscheinlich ab der Mitte der zweiten Staffel, das weiß ich nicht mehr so genau.

    Ein Rewatch (oder auch eine Erstsichtung) lohnt sich auf jeden Fall. Erst recht, wenn man Joss Whedon zu schätzen weiß. Sie fängt Trashig an, entwickelt sich aber gut. Hat einige Freak of the Weak-Folgen, kann aber auch in jeder Staffel mindestens einem Handlungsstrang folgen. Natürlich läuft nicht jede Folge und jede Handlung perfekt, bei mir wirft es auf das Gesamtwerk aber keinerlei Schatten.

    Am Besten hört man parallel “Once More With Feeling”, den Podcast von Petra und Fabian, der jede Folge für sich noch einmal beleuchtet. Mit denen mache ich gerade meine vierte Sichtung und wir sind fast am Ende der sechsten Staffel. (Ich schaue nur, die Reden! Darf aber im Vorintro ab Staffel 3 was sagen.)

    Nebenbei, wenn es um Star Trek geht, empfehle ich euch auch sehr gerne, das hier geht nicht nur in eine Richtung. 😉

    Lieben Gruß
    Euer Volker

    1. Einen hab ich noch:

      Ich denke, dass man bei den fiktiven Geschichten trotz allem denken möchte, dass die Figuren das wirklich erlebt haben. Wenn also eine Folge mir sagt, das alles ist nur ein Traum/eine Fiktion gewesen, dann nervt es doch gewaltig. Ein Beispiel dafür liefert auch Buffy (Staffel 6, Folge 17 “Normal Again”), wo das Ende einer Folge Raum für Spekulationen lässt.

      Bei der TNG-Folge um die Welt Catan, wo Picard ein ganzes Leben in einem Traum lebt, ist für mich aber so gut, wie sie ist. Man weiß ja gleich, wie echt oder unecht dieses Leben sein kann.

      Nochmals
      Volker

    2. Kann mich nur anschließen: Buffy ist einen Re/First-Watch wert. Die Effekte sind zwar tatsächlich 90er-Jahre-mäßig, aber man hat sich da so schnell dran gewöhnt, dass es ganz schnell nicht mehr weh tut. Die ganz große Stärke bei Buffy sind die Charaktere und Dialoge.
      Ich hatte letzten Winter während der langen Grippe-Zeit Buffy endlich mal eine Chance gegeben (nie vorher gesehen), weil der Sie-reden-Podcast das so gut besprochen hatte, und hab die ersten 2 Staffeln in einem Rutsch durchgesuchtet! (Dann kam, wir Ihr immer so schön im Cast sagt, das Leben dazwischen, aber der Rest der Serie ist immer noch ganz groß auf meiner Liste.)

  2. Firefly hatte vielleicht den Vorteil, dass sie nicht lange genug lieg, um sich abzunutzen. Ich habe es einmal gesehen und dafür war es okay.
    Patick Stewart hat übrigens bei 5 Folgen TNG Regie geführt. das

  3. Lustig ist ja, dass Boateng nicht mein Nachbar sein wollen würde, da er bestimmt nicht in einer Mietwohnung leben wollen würde. Da geht es dann nicht um Diskriminierung wegen der Hautfarbe, sondern um Verteilungsdiskriminierung. Aber darüber sprach bei der Diskussion keiner.

  4. Also ich habe früher ‘Buffy – Im Bann der Dämonen’ geschaut und fand es voll toll. Vor ein paar Jahren habe ich dann nochmal den Piloten gesehen und war geschockt, wie schlecht der gealtert ist. Ich glaube nicht, dass man das so uneingeschränkt empfehlen kann, wenn man die Serie nicht von früher kennt.

    Aber ein Schmankerl: In der ersten Folge der Serie (‘Welcome to the Hellmouth’) spielt Brian Thompson den Schurken, den man aus vielen Star-Trek-Rollen aber vor allem als Valdore kennt:

    http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Valdore

    1. Brian Thompson mach noch einmal als Dämon mit. Weiß nur nicht, ob es in der zweiten oder dritten Staffel war. Mir fiel er das erste Mal aber bei Akte-X auf. Da spielte er einen Killer, der mehr oder weniger außerirdisch war.

  5. Ich hab zwar sonst so meine Probleme mit dem Acting von Avery Brooks, aber gerade in der großen Durchdreher-Szene finde ich sein Schauspiel großartig und absolut passend. Was Brooks mMn nicht kann, ist alltagstaugliches, ‘casual’ Acting, aber sobald sich die Situation ins außergwöhnliche verlegt, zeigt er seine Stärke. Eine so extreme Situation, wie sie Benny am Schluss der Geschichte in der Redaktion erlebt, kann kann Brooks’sches Overacting vertragen. (Generell ist das ganze 50er-Jahre-Szenario so weit vom vertrauten Serien-Alltag des 24. Jahrhunderts entfernt, dass ich hier auch die alltäglicheren Situationen ohne größere Probleme mit Brooks’ Schauspielstil annehmen kann.)

    Overacting ist aber auch nicht gleich Overacting. Avery Brooks hat diese Art der Schauspielerei zu einer regelrechten Kunstform perfektioniert, was ihn mMn sehr gut auf vielen modernen Büheninszenierungen hätte passen lassen. Bei vielen anderen Schauspielern ist Overacting eher ein Zeichen von schlechtem Schauspiel, was dann (s. William Shatner!) meist nur zu unfreiwilligem Humor führt.

  6. Die Champions der NBA und NFL (viele Spieler Afro-Amerikanisch) boykottieren den alljährlichen Besuch beim Präsidenten seitdem dieser Donald Trump heisst. Die Spieler der NHL/MLB tun dies nicht. Die NHL wird nach wie vor von weißen Spielern dominiert. In der MLB gab es zumindest eine heiße Diskussion um den Besuch bei Trump. Diese Liga hat mittlerweile einen hohen Anteil von Spielern mit lateinamerikanischem Hintergrund, die vor allem die Diskussion um den Besuch (der Houston Astros) sehr angeregt haben.

  7. Hallo Sebastian, hallo Andreas, hallo Bernd,

    das war die tatsächlich die beste Folge, die ihr bislang abgeliefert habt, großes Kompliment dafür. Etwas kurz geraten zwar – aber ansonsten die perfekte Besprechung zu einer perfekten Star-Trek-Folge. Das hat sehr, sehr großen Spaß gemacht. Euer Zusammenspiel war auch eine wahre Wonne. Wobei, eine kleine Kritik: Benny Russell kehrt wieder, in “Schatten und Symbole/Shadows and Symbols”, das hätte doch eine Erwähnung verdient gehabt.

    Ansonsten hab ich inhaltlich nichts beizutragen, aber da das Internet ja noch nicht vollgeschrieben ist habe ich noch Lust, ein, zwei gestellte Fragen zu beantworten. Ich schenk mir mal die Wissensfrage, aber die anderen waren schon interessant:

    Wäre man lieber Benny oder Garak? Auf den ersten Blick eine spannende Frage, auf den ersten Blick sind ja beide in einer “Minderheitensituation”. Auf den zweiten Blick aber ist Benny Rassismus ausgesetzt und Garak einfach ein in Ungnade gefallener Spion, der sich seine Situation freiwillig gesucht hat, um evtl. am Ende doch noch seinen Vorteil daraus zu ziehen. Garak ist also handlungsfähig und hat immer die Möglichkeit zu gehen (schneidern ginge ja auch anderswo). Benny kann nicht einfach gehen und wird rassistisch unterdrückt. Garak hat sich seine Situation ein großes Stück weit selbst zuzuschreiben, Benny ist hineingeboren. Die Frage ist letztlich: Wärst du eigentlich gern ein immer noch halbwegs gut vernetzter Stasi-Offizier oder schwarz im Amerika der 50er? Weder noch. Ich mag mich da auch nicht entscheiden. Ich finds aber auch überhaupt nicht vergleichbar.

    Sollte diese Geschichte irgendwie in Discovery aufgegriffen werden? Nein! Mal ganz davon abgesehen, dass schon die nächste Staffel furchtbar voll werden dürfte mit Spocksuche, Klingonen, Sektion 31 usw. – wie soll man das denn jemandem verkaufen, der Deep Space 9 nicht oder vielleicht nur oberflächlich kennt (und würde Saru eine Drehkörperfahrung überhaupt überleben?)? Gerade weil die Geschichte eine besondere ist, sollte man sie auch als solche belassen und nicht wieder aufwärmen. Was soll das auch bringen? Gerade die Möglichkeit zur Spekulation macht doch diese Geschichte aus. Wir wissen nicht, ob Benny Star Trek geträumt hat oder einfach die Propheten was sagen wollten oder ob der spätere Prophet Sisko hier irgendeine komische Zeitschleife gelegt hat. Und das soll bitte so bleiben. Auflösungen machen manchmal auch viel kaputt.

    Ihr habt noch kurz darüber diskutiert, wie mit Spoilern umzugehen ist. Bitte geht erwachsen damit um. Wer einen Podcast zu einer aktuellen Serie hört, der auch noch einen News- & Spekulationsteil hat dürfte damit leben können, wenn ihr jahrzehntealte Handlungen erzählt. Also bitte, ja, setzt vorraus, dass eure Hörer auch jede einzelne Folge gesehen haben 🙂

    Gruß,
    chrysomeles

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