Lieblingsfolgen – Ep. 12 – TNG: Sarek

In der letzten Woche haben wir uns tief in vulkanische Riten und Mythen begeben, indem wir uns mit Spocks Pon Farr in der Episode “Amok Time” beschäftigten. Vom der Entwicklungspsychologie zur Gerontologie geht es in der aktuellen Folge: “Sarek”. Der gleichnamige Botschafter, Vater Spocks und eine der honoriertesten Figuren des Star-Trek-Universums besucht nämlich die Enterprise zu wichtigen Verhandlungen.

Was dabei schief läuft und wie Andreas und Sebastian die Vorgänge bewerten, hört ihr in der aktuellen Folge.

Wir freuen uns natürlich sehr über Feedback (und Fixsterne bei Itunes!).

6 Gedanken zu „Lieblingsfolgen – Ep. 12 – TNG: Sarek

  1. Hi Ihr,
    mir fehlen zwar noch 9 Minuten von Eurem Podcast, aber ich wollte Euch mal schnell anschreiben. Wie kann ich Euch Shakaar “mit der Zeit nerven wegen der Religion”? der hatte doch gar nix mit der Religion zu tun. Habt Ihr das mit Vedek Bareil verwechselt?

    Eure Besprechung hat mir sehr gefallen, vor allen Dingen die Hinweise auf die “callback-Szenen”. Sehr interessant.
    Zugegebenerweise fand ich die Folge nie besonders dolle, weil ich die Vulkanier eher nicht so mag, und bei TNG haben mich außerdem alle Verweise auf Spock immer ziemlich genervt.

    Freue mich auf Eure nächste Besprechung.

  2. Hallo ihr Lieben,

    eine schöne Besprechung. Heute möchte ich nur was zu einem Aspekt sagen… der Punkt, was es einem Menschen bringt, mit einem Vulkanier zusammen sein, ist für mich gar nicht so groß oder fraglich.

    Ich denke, dass es in ihrer Beziehung schon gelebte Nähe und Gemeinsamkeit gibt (inwieweit Sexualität, bleibt der Phantasie überlassen). Sarek drückt die Nähe jedoch nicht emotional aus. Aber ich denke, dass die Gesten des Alltags, das Miteinander und Füreinander eindeutig und ausreichend sein können, wenn man sich wirklich kennt. In emotional schwierigen Situationen, kann ich mir vorstellen, dass es schwer sein kann, als Mensch mit der Art eines Vulkaniers an der Seite klarzukommen. Wie ihr bspw. bzgl. der zweiten Discovery Staffel erwähntet. Im Alltag, glaube ich aber, dass sie ein schönes Miteinander leben können. Die Grundlage ihrer Ehe war für mich ganz klar beiderseitige Liebe, Verehrung, Zuneigung, Kenntnis über einander, denn ich glaube nicht, dass Sarek sie sonst eingegangen wäre – wäre nicht logisch gewesen. 😉

    Weiterhin denke ich nicht, dass Perrin persönliche Ängste hat, das Sarek seinen Emotionen nachgeht. Perrins Leugnen, vielleicht auch vor sich selbst, halte ich eher für etwas sehr nachvollziehbares. Sie will ihn in meinen Augen genauso in Schutz nehmen, die Sebastian sagte. Wenn man sieht, dass eine geliebte Person erkrankt und oder altert, versucht man dann nicht schnell, es herunterzuspielen? Zu denken, „ach, ist nicht so schlimm, alles noch gut…“ Und versucht es dann auch aktiv für den Menschen einfacher zu machen und ihn auf gewisse Weise zusammen zu halten? Ich halte das für eine natürliche, verständliche Reaktion, einen geliebten Menschen (oder Vulkanier ;)) in Schutz zu nehmen und die Veränderungen schleichend mitzugehen. Wann ist der Punkt, an dem man sagt, „Schatz, ich denke es ist was nicht in Ordnung mit dir“? Man stelle sich vor, der Partner bekommt Alzheimer, man frage sich, ab wann man drüber redet, es diagnostisch angeht oder erstmal nur zulassen will, dass der/die Andere sich damit auseinandersetzen muss.
    Der „Fremde“, wie hier Picard, der einem noch so sympathisch sein und wohlwollend begegnen kann, der einem sagt, dass was gar nicht mehr passt, den wird man eher nicht mit offenen Armen empfangen. Ich sehe Perrins Art als Verteidigung – Verteidigung von Sarek, seinem Dasein / seiner Identität als Vulkanier, ihrem Leben, ihrer Ehe.
    Die unmittelbare Umgebung, Menschen die einem sehr nahestehen, können immer besonders schlecht mit Veränderungen umgehen, denke ich. Ggf. sogar wenn es eine selbst gewollte Änderung ist. Und in dieser Episode ist der Grund noch ein besonders fieser, der die Veränderung bringt. Perrin sieht Sareks Verfall, eine Krankheit, auch wenn sie sie nicht benennen hat können, die zu seinem Ende führt. Das macht Angst, ohnmächtig, man hofft, dass es vielleicht doch wieder besser wird oder stagniert.

    Herzliche Grüße
    TaoTao

    PS. Ja, O‘Brien war in die Schlägerei verwickelt mit den Klingonen in „Trials and Tribble-ations“. Die war nur nicht auf der Enterprise, sondern auf Raumstation K-7.

  3. Ganz was anderes, leicht albernes (das Ihr ernsthaften Menschen natürlich geflissentlich übersehen habt):
    Ich liebe einfach den kleinen, alten Mann, der neben Data im Orchester spielt. (Geige oder Bratsche?) Der wirkt so deplaziert, dass er einfach nur komisch aussieht! Als Statement zu einer der Kernaussagen der Folge, wie ich sie sehe, nämlich den Verfall des Alters, den man, wie Picard sagt, selbst im 24. Jhdt. nicht aufhalten kann, ist ein gebeugter, im Alter geschrumpfter Lieutenant (oder Fähnrich? 😉 Oder ist das einfach nur ein normales Crewmember?) ein schönes Detail.
    Der sieht aus, als könne er kaum aufrecht stehen, scheint aber selbst in seinem hohen Alter noch problemlos seinen Dienst auf der Enterprise verrichten zu können.

    Ich vermute aber mal, der Schauspieler war tatsächlich Musiker, und nicht einfach nur ein beliebiger Statist, und sein hohes Alter war daher weniger ein beabsichtigtes Stament, wie ich gerade geschrieben habe, sondern eher Zufall.
    Auf jeden Fall fällt ein alter Mann auf in einer jungen, knackigen Schiffsbesatzung, in der der Captain mit seinen (schätzungsweise) Mitte fünfzig schon gewaltig den Altersdurchschnitt hebt.

    1. Mein lieber Felo… Ich achte ja schon auf viel, aber den kleinen Bratschenspieler habe ich tatsächlich ignoriert. War das vielleicht der Darsteller von Boothby? 😉

  4. Colm Meaney hat auch bei SG-Atlantis als Anführer einer Menschenfraktion, die die Wraith mit Atomwaffen besiegen will, als nicht netter Charakter mitgespielt. Ansonsten ist es nicht verwunderlich, dass Partner von kranken Menschen lange Zeit über eine Krankheit den Mantel des Schweigens ausbreiten, siehe Demenz. Man will es selbst wohl nicht wahr haben, wenn der eigene Partner langsam dem Ende entgegengeht.

  5. Einen meiner Lieblingsmomente habt Ihr gar nicht angesprochen:
    Als Sarek nach dem Mind Meld auf die Brücke kommt und Riker anspricht, nennt er ihn nicht Commander, sondern “Number One”. Eine ganz tolle Verdeutlichung, dass ein großes Stück Picard in ihm steckt.

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