Episodenbesprechung: Star Trek: Starfleet Academy – „Beta Test“ (S01E02)

Quadratisches Episoden-Cover mit golden funkelndem Sternen-/Bokeh-Hintergrund: Close-up einer Frau mit braunem, teils geflochtenem Haar, die nach oben rechts blickt. Über dem Bild steht in großer Schrift „S01E02: BETA TEST“. Unten steht „STAR TREK“ und „STARFLEET ACADEMY“. Rechts unten ist ein rundes „Discovery Panel“-Logo mit zwei Gesichtern, am Rand steht vertikal „PHOTO CR: PARAMOUNT“. Rahmen in Pink- und Blautönen.

S01E02 „Beta Test“ – Bett-Befehle, Betazoid:innen & eine Diplomatie, die dir frech ins Herz teleportiert

Diese Folge ist ein emotionaler Phaser auf „Stun“ – und trifft trotzdem mitten in die Bauchmuskeln. Denn „Beta Test“ macht etwas Unverschämtes: Sie lässt 60 Minuten lang reden … und es knallt mehr als ein War-College-Drill in Regenuniform. Zwischen Make-your-bed-Moral, betazoidischer Gefühls-Übersteuerung und einer Verhandlung, die so angespannt ist, dass selbst ein Exocomp nervös zur Seite rutscht, bekommen wir Star Trek als Campus-Komödie mit Kanon-Kaliber. Und ja: Es wird absurd. Es wird akademisch. Es wird alliterativ. (Stichwort: „komparative Katastrophen-Kompromisse“.)

Wir sprechen darüber, warum „Demokratie“ in dieser Episode wie ein Dauer-Workout wirkt, warum ein ungemachtes Bett plötzlich zur galaktischen Metapher wird – und weshalb ein „Beta Test“ manchmal bedeutet: Du musst dich öffnen, obwohl dein inneres War College „NEIN!“ brüllt.

Quadratisches Episoden-Cover mit golden funkelndem Sternen-/Bokeh-Hintergrund: Close-up einer Frau mit braunem, teils geflochtenem Haar, die nach oben rechts blickt. Über dem Bild steht in großer Schrift „S01E02: BETA TEST“. Unten steht „STAR TREK“ und „STARFLEET ACADEMY“. Rechts unten ist ein rundes „Discovery Panel“-Logo mit zwei Gesichtern, am Rand steht vertikal „PHOTO CR: PARAMOUNT“. Rahmen in Pink- und Blautönen.

 

Worum geht’s (ohne alles vorwegzunehmen)?

Die Akademie startet ins Herbstsemester – mit großen Worten, kleinen Gesten und einer unterschwelligen Frage: Wird Starfleet wieder Starfleet? Während Unterricht, Campusleben und zwischenmenschliche Minenfelder anlaufen, landet eine betazoidische Delegation auf dem Campus – inklusive Jugend-Aktivist:innen. Und plötzlich wird aus einem „Willkommen zurück“ ein „Beweist euch“: politisch, persönlich, prinzipiell.

Wir reden über Disziplin vs. Selbstbestimmung, über den Clash zwischen Academy und War College – und darüber, wie eine einzige Begegnung reicht, um jemanden (und vielleicht gleich ein ganzes System) ins Wanken zu bringen.


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70 Gedanken zu „Episodenbesprechung: Star Trek: Starfleet Academy – „Beta Test“ (S01E02)

  1. Thomas Antworten

    Die zweite Episode hat mich so gar nicht abgeholt, leider. Ich ahne, die Serie ist nicht für mich gemacht, auch wenn ich noch nicht genau den Finger drauflegen kann.

    Das ist jetzt nischelig, aber was mich kirre gemacht hat: Die ganzen schwebenden Roboter sehen so aus, als ob sie immer extrem nah an den Menschen vorbeifliegen. Will immer „VORSICHT!“ rufen, doch dann geht es gerade so noch gut. Will meinen: Die CGI-Roboter sehen mir ein bisschen sehr reingeclipped aus.

  2. Hook Antworten

    Ich hab mehr Spass als ein Tornado auf dem Campingplatz! Mir macht das ganze wirklich viel Spaß. Ich muss nur meine YouTube App geschlossen halten…

    • Hook Antworten

      Aber das hier ist nochmal ein Dickes Brett. Hoffentlich lässt Paramount das mit zwei Folgen…

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        Andreas Autor des BeitragsAntworten

        Ich kann nicht ganz folgen. Du findest die Serie also bisher schlecht? Was genau?

        • Book Antworten

          Nein, ich finde die Serie großartig. Ich finde es nur anstrengend neben zwei so langen Folgen auch noch zwei solange Podcast zu hören und hoffe Paramount veröffentlicht nicht nochmal zwei Folgen in einer Woche, dann hat man auch ne Woche länger was davon.

          • Sven

            Nach der ersten Folge war ich extrem gehyped. Die zweite hat mich aber leider fast komplett enttäuscht. Nicht wegen der fehlenden Action, ich liebe Bottle-Episoden. Mir war es streckenweise zu albern, der Humor hat bei mir leider fast gar nicht funktioniert. Dazu geht mir die Charakterzeichnung von Caleb noch deutlich zu sehr in Richtung “Bockiger Teenie”. Am schlimmsten fand ich aber die Special Effects bei den Buckelwalen und dem Exocomp. Was ist da denn passiert?

            Ich werde sicher weiter gucken und habe durch eure Folge auch ein paar Aspekte der Folge zu schätzen gelernt. Aber ich befürchte auch, dass die Serie nicht meinen Geschmack treffen wird.

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            Andreas Autor des Beitrags

            Ah… Jetzt verstehe ich… Stand auf dem Schlauch…

            Ja – ich freue mich auch immer über die wöchentliche Erscheinung. Warum sie jetzt zwei Folgen in einer Woche machen mussten, ist mir bei der Lauflänge nicht ganz klar!

  3. Axel Antworten

    Ja, die zweite Episode fand ich leider auch eher enttäuschend – nachdem ich den Pilot richtig gut fand mit genau der richtigen Mischung an Expo, Action und Story.
    Die Caleb/Tarima-Storyline war ein bißchen zu dick aufgetragen und Caleb fängt insgesamt mit seiner Art an zu nerven… aber hoffentlich können wir an das Thema „ich will ja eigentlich gar nicht hier sein und ich weiß sowieso schon alles“ bald einen Haken machen; apropos zu dick aufgetragen… die Buckelwale fand ich gut aber das „she’s pregnant“ war zuviel des guten.
    Die Storyline mit Betazed fand ich durchaus gelungen und das Ende, also die Idee mit dem Föderations-HQ auf Betazed, hatte für mich die ganze Folge noch gerettet und ich bin sehr gespannt auf Folge 3 :))))
    Was mich wirklich erschüttert, ist die aktuelle IMDB-Wertung von 4,7 – das hat die Serie wirklich nicht verdient :(((

      • Björn Antworten

        Gehe ich auch von aus. Zumindest die meisten 1 Sterne Wertungen. Auf der anderen Seite gibt es auch die ganzen 10 von 10 Wertungen. Die aktuellen 4,4 von 10 finde ich persönlich aber passend. Ich selbst habe der Serie eine 4 gegeben. Aber nur weil es Star Trek ist.

    • photonenzähler Antworten

      Imdb kann man inzwischen komplett vergessen – da dürfte ein Großteil der Kommentatoren alles mit 1* bewerten, was auch nur den Hauch and Andersartigkeit beinhaltet.

  4. Sven Antworten

    Nach der ersten Folge war ich extrem gehyped. Die zweite hat mich aber leider fast komplett enttäuscht. Nicht wegen der fehlenden Action, ich liebe Bottle-Episoden. Mir war es streckenweise zu albern, der Humor hat bei mir leider fast gar nicht funktioniert. Dazu geht mir die Charakterzeichnung von Kaleb noch deutlich zu sehr in Richtung “Bockiger Teenie”. Am schlimmsten fand ich aber die Special Effects bei den Buckelwalen und dem Exocomp. Was ist da denn passiert?

    Ich werde sicher weiter gucken und habe durch eure Folge auch ein paar Aspekte der Folge zu schätzen gelernt. Aber ich befürchte auch, dass die Serie nicht meinen Geschmack treffen wird.

  5. Hook Antworten

    Ich find es gut das auch Namen kommen die es nicht gibt. Irgendwer muss ja die Galaxy auch in den Jahren zwischen Picard und jetzt gerettet haben und nach Drohnen wird ja auch was benannt.

  6. soter Antworten

    Zum Intro:
    Euer musikalisches neues Intro für die Besprechung finde extrem gut gelungen.
    Das visuelle sowie vertonte Intro der Serie hinterlässt bei mir keinen bleiben Eindruck.

    Zur Folge:
    Ich freue mich das ihr beiden die Episode ebenfalls genauso gut wie mir gefiel.
    Pures Star Trek ohne Knallbumm und ich saß gebannt vor dem Fernseher.
    Zudem, wie ich bereits schrieb, weckte diese Erzählung Erinnerungen an meine Zeit im Internat 1998 bis 2001.
    Bisher gefällt mir die Serie extrem gut.
    Ich hoffe sie verkacken es nicht 😜

    LG Soter

  7. Hyperkeks Antworten

    Wow, ihr seid ja gehyped. 😄 Finde euer Fazit erstaunlich, auch wenn ich offen bin und es gerne mögen möchte. Die erste Folge fand ich noch ganz okay, diese halte ich für eine sehr schlechteste ST-Folge.

    Dramaturgische Katastrophe: Es passieren Dinge ohne vorher angebahnt zu werden, alles läuft dem Drehbuch hinterher.

    Beziehungen völlig unklar: Ultrakitsch aus dem Nichts zwischen zwei Charakteren, unerklärter Hass zwischen anderen.

    Dialoge teilweise richtig low.

    Und allgemeiner, auch zur ersten Folge:

    Diese Sternenflotte spricht mich null an: Die Rechtsprechung und die Schulmethoden wirken extrem 90er-Jahre amerikanisch. Schon klar, dass es zu einer schwierigen Zeit spielt, aber ich schaue ja auch keine Serien, die in der heutigen Zeit die US Army-Ausbildung zeigen..

    Finde den Hauptcharakter weder sympathisch, noch charismatisch oder irgendwie Interessant. Jeden anderen hätte ich lieber als Hauptfigur dieser Serie gesehen, denn da sind schon ein paar tolle dabei. Ein softer Klingone? Was für eine geile Idee! Aber musste er wirklich JAYDEN heißen??

    Holly Hunter gefällt mir vom Typ als Captain und ihre Marotten, wie sie im Sessel sitzt etc. alles ganz sympathisch, aber ich komme auch schwer darüber hinweg, was sie da zehn Jahre vorher für ein Urteil gesprochen hat. Und sie klingt immer ein bisschen als ob ihr Gebiss rausgefallen wäre.

    Diese ständigen Referenzen.. meine Güte. Das ist ja nicht mal mehr ein Vorschlaghammer, das ist eine Fanservice-Presse. Ich würde mir wünschen das sich eine ST-Serie etwas mehr Eigenständigkeit wagt.

    Mal sehen, es soll ja besser werden und ich bin wirklich bereit dafür. Aber es muss auch besser werden, damit ich da dran bleibe.

    • Hook Antworten

      Ich weiß nicht, ich konnte da viel vorhersehen. Aber ich hab auch vorher Staffel 3 von The Sex Lives of College Girls geschaut vielleicht hat das geholfen…

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      Andreas Autor des BeitragsAntworten

      Merci für die Kritik. Da können wir sehr gut im Feedbackblock der nächsten Folge andocken. Manche Punkte sehe ich anders, aber mehr dann in der nächsten Folge. ☺️

      • Hook Antworten

        Und vielleicht ein eigener Block mit allen Ansagen des Digitalen Dekan, dann verpasstan nichts und es hat seinen Platz.

    • Björn Antworten

      Ich gehe da bei den meisten Punkten mit.
      Die erste Folge fand ich noch ganz okay. Bei der 2. musste ich mich aber dazu zwingen dran zu bleiben. Dieser Caleb geht mir mit seinem Kleinkindverhalten so derb auf den Geist. Dabei sollte man meinen, dass er viel reifer ist. Immerhin musste er ja viele Jahre ums Überleben kämpfen.
      Wenn die Serie nicht deutlich besser wird, dann könnte es das erste Star Trek sein, was ich nicht fertig schauen werde. Schade.

  8. Hyperkeks Antworten

    Achso auch noch positiv:

    Paul Giamatti. LOVE him. Der darf das von mir aus gerne so cartoony spielen wie er will. Jetzt schon absolut Iconic.

    Viel Talk statt Action: Das finde ich auch super und sehr Star Trek.

  9. chrysomeles Antworten

    Ihr habt das ja schon angedeutet: Es wurde viel geredet – Sebastian hat die Dialoge am Ende auch kurz erwähnt – aber ich will das wirklich nochmal unter- und herausstreichen: Diese Dialoge sind so unfassbar gut geschrieben. Alles sitzt, alles passt, alles greift ineinander. Ich finde das herausragend und das ist etwas, was mir im neueren Live-Avtion-Star-Trek total gefehlt hat.

    (war jetzt auch vorher keine Star-Trek-Stärke, aber das waren auch andere Zeiten)

    Klar ist das ein Stück weit künstlich, aber im besten Sinne Eben nicht verkünstelt und auch nicht so furchtbar hölzern wie es mir zuletzt so oft vorkam.

    Was für eine Freude, einfach zuzuhören und auch zuzuschauen, wie die Darsteller*innen das aufnehmen und was sie daraus machen.

    Von mir aus könnten die einfach da auf dem Campus bleiben, den Warpantrieb einmotten und ich gucke mir an, was die so zu bereden haben.

  10. Frank W. Antworten

    Nachdem mir Folge 1×01 sehr missfallen hatte – das war für mich einfach kein Star Trek – finde ich Folge 1×02 erheblich besser. Inhaltlich finde ich nur 2 Punkte unlogisch:

    Wieso finden die Beitrittsverhandlungen in einer Sternenflotten-Einrichtung mit einem Sternenflotten-Offizier statt?

    Wie kann die Betazoidin die geheimen Karten einfach so freischalten? Dazu müssten diese betazoidischen Geheimkarten ja in der Sternenflotten-Kartografie gespeichert sein und nur darauf warten, dass ein Betaziide vorbeikommt und der Verwendung zustimmt. Und ist die Tochter des Präsidenten wirklich befugt, Geheiminfos freizugeben?

    Die zeitlichen Unstimmigkeiten sind mit aber auchaufgefallen.

    • Frank W. Antworten

      Übrigens hoffe ich darauf, dass sich die Betazoidin (die Namen habe ich mir alle noch nicht gemerkt) entschließt, auch an die Akademie zu kommen.

    • Hook Antworten

      Ich kann mir vorstellen das es an der Akademie stattfindet weil eine Jugenddelegation angekündigt wurde.

      Ich meine die Karten hat Tamira dabei und ich weiß nicht ob sie bei den Bezadoiden auch geheim sind, warum auch?

  11. Doris Antworten

    Super Folgenbesprechung! Ich hatte die Serie überhaupt nicht mehr auf dem Schirm, habe sie ohne Erwartung angesehen und war somit positiv überrascht. Die Hauptfiguren sind noch nicht spannend genug um ihre Namen zu kennen, ich würde gerne mehr von Jayden dem Klingonen sehen 🙂

    Zur Quartierfrage:
    Ich könnte mir vorstellen dass die Schüler auf der USS Athena in Schlafräumen nächtigen und dann auf dem Campus in größeren Quartieren wohnen.

    Schade aber dass die Logik manchmal ausgehebelt wird. Warum rennt der Protagonist mit verdeckter Jacke rum – wo es doch in der Folge vorher eindrucksvoll gezeigt wird wie das Outfit per Beamen oder intelligenter Materie gewechselt werden kann?

    Warum spürt die Betazoidin nichts von seinen Gefühlen? Das Gerät dämpft doch nur ihre Fähigkeiten und schaltet sie nicht ab? Für eine Serie, in der wohl die Liebesgeschichte zwischen Teenies mit all ihren Missverständnissen eine große Rolle spielen wird, ist doch ausgerechnet eine Betazoidin als Partnerin eine schwierige Wahl?

  12. bisserwesserin Antworten

    Hi zusammen, ich fand die erste Folge gut und die zweite großartig, kann euren Hype also total nachvollziehen.
    Der Reihe nach: Das Intro gefällt mir nicht besonders, aber ich hätte halt lieber Weltraum und Fanfare :-). Euer Intro ist – wie stets – wunderbar!
    Ich höre euch und dann auch immer Björn und Claudia, ich liebe es, so viel Nerdiges auf die Ohren zu bekommen!
    Zwar bin ich altersmäßig nicht die Zielgruppe (und die Zielgruppe bei mir daheim fand die erste Folge okayish und hatte für die 2. Folge keine Zeit), bin aber insofern atypisch, dass ich anfällig für Fantasy / Science Fiction mit Teeniefeeling bin, z.B. Roswell (beide Serien).
    Diese Folge ist einfach sehr gut geschrieben. Wie oben schon erwähnt wurde, passen die Dialoge zu den Figuren. Ich habe ja ein bisschen Erfahrung mit 17-19jährigen und halte die Gebrunfte für nicht unrealistisch :-). Von mir her müsste nicht jeder Raum nach jemandem heißen, den wir kennen, es stört mich aber nicht. Die Serie nimmt es mit „Turner“ ja irgendwie selbst auf die Schippe.
    Mir gefällt aber nicht nur der Humor und das Zusammenspiel der Schüler:innen, sondern dass es um die Themen geht, die Star Trek ausmacht: to explore, Toleranz, Zusammenarbeit, Annäherung durch Dialog, Kompromissbereitschaft…
    Als DS9-Ultra bin ich generell sehr tolerant gegenüber „New Trek“ (für mich alles ab Voyager) und insgesamt Komplettistin (auch wenn ich an Star Trek Scouts sehr leide), aber Academy ist eine echte Perle und gefällt mir bisher am allerbesten aus New Trek (okay, nach 2 Folgen kann man das wahrscheinlich noch nicht sagen…).
    Mein Mann, der eher intolerant gegenüber New Trek ist und sich vom frühen Internetshitstorm sehr hat anstecken lassen, war nach dieser Folge wirklich beeindruckt. Die Szene, wo die Jugend aufsteht, wow, das hat uns total gepackt.
    Ich freue mich absolut auf Donnerstag (und dann natürlich auch auf Montag und euch).

  13. Timo Antworten

    Der Professor für Xenomythologie, Tinn Vallak, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Figur wirkt interessant und bringt eine spannende Perspektive in den Unterricht.
    Allerdings bin ich mir aktuell nicht ganz sicher, wie es im Star-Trek-Kanon um Vulkanier und Romulaner steht:Gibt es noch klar getrennte Spezies oder haben sie sich inzwischen vollständig vereinigt?Um das einzuordnen, müsste ich mir „Unification III“ (Discovery, Staffel 3) definitiv noch einmal ansehen.

  14. Timo Antworten

    Es wird gesagt, dass er 21 Jahre alt ist – diese Information stammt aus dem Gefangenentransport in Episode 1. Sein Verhalten passt für mich jedoch nicht durchgängig zu diesem Alter.

    – Im Gespräch mit Darem wirkt er eher wie ein Teenager als wie ein junger Erwachsener.
    – Die Szene mit dem Zipper unterstreicht das zusätzlich – dort verhält er sich noch einmal deutlich jünger und unreifer.
    – Auch bei der Szene an dem Brunnen, in der er seine Jacke im Brunnen waschen, wirkt sein Auftreten eher jugendlich und unbehilflich.
    – Im Umgang mit Kadett Holloway sowie im Unterricht beim Doktor (Stichwort: „Sprich mich nicht wieder an“) erscheint er dagegen deutlich reifer und älter.

    Insgesamt entsteht dadurch bei mir eine spürbare Inkonsequenz in der Alters- und Charakterdarstellung von Caleb.

  15. Timo Antworten

    Im Fahrstuhl bekommen wir einen interessanten Einblick in die Struktur der Academy:

    Start: Deck 34
    Ende der Szene: Deck 7 → Akes Quartier
    Campushat 27 Decks
    Athena hat 35 Decks

    Ein schönes Detail für alle, die auf technische und räumliche Kontinuität achten wollen.

  16. Timo Antworten

    Die Discovery befindet sich derzeit im Umbau.Ich gehe davon aus, dass sich das auf den Umstand bezieht, dass sie am Ende von Staffel 5 wieder in ihre Ursprungsform zurückgebaut wurde.
    Daher vermute ich, dass wir die Discovery selbst in dieser Serie nicht mehr zu sehen bekommen.

    • Julien Antworten

      Das kann nicht sein, die discovery wird erst später zurückgesetzt, zur Zeit der alten Michael Burnham, also noch ein paar Jahren in der Zukunft. Aber dramaturgisch ist die discovery ein Problem, denn die Autoren werden sich jedesmal etwas ausdenken müssen, warum die discovery mit ihrem Sporenantrieb nicht helfen kann.

      • Timo Antworten

        Hast du eine Idee, was die den dann in der ersten Folge mit dem Hinweis „Die Discovery wird umgebaut“ meinten? Einfach nur repariert?

      • Hook Antworten

        Es wird von Überholung gesprochen, das kann so ziemlich alles sein und dauert ggf. hat man ja an der Enterprise im ersten Film z.

  17. Julien Antworten

    Ich merke jetzt im Nachhinein, dass ich in den Kommentaren zur ersten Folge ganz schön kritisch gewesen bin. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich beide Folgen hintereinander geschaut habe, bevor ihr auf Sendung gingt, und im Vergleich finde ich die erste Folge deutlich schwächer als die zweite.

    Die zweite fand ich nahezu perfekt. Ich könnte mir die Papageno-Szene in Dauerschleife anschauen. Das politische Drama hat mich an Unification III erinnert. Damals allerdings haben mir die letzten fünf Minuten mit Michael Burnham die ganze Folge ruiniert, und ich behalte sie als eine der schlechtesten Star-Trek-Folgen überhaupt in Erinnerung.

    Diese Folge macht alles richtig, was Unification III damals falsch gemacht hat: Alle sind an der Lösung beteiligt, das Pacing stimmt, es gibt ein thematisch übergeordnetes Motiv und viele Spiegelungen. Ich hoffe, die Serie bleibt auf dem Niveau dieser zweiten Folge — das wäre ganz großes Kino.

  18. derherrgott Antworten

    Auch wenn ich echt keine Coming of Age Stories brauche in Star Trek, finde ich bisher genug Sachen, die Spaß machen. Ich gestehe, ich habe die Serie 3 mal anfangen müssen, um gepackt zu werden, aber sie atmet eine Menge von dem, was ich von ST erwarte.

    Holly Hunter spielt toll ABER was ist das bitte für eine Synchronstimme? Das ist vielleicht nur meine persönliche Meinung, aber das ist ganz, ganz, ganz schlimm! Wie unemotional kann man klingen! Und bevor Ihr sagt, dann schau doch original … Holly ist ja keinen Deut besser. Das klingt, als hätte sie ihre Zähne rausgenommen. Geht es irgendjemandem von Euch auch so?

  19. derherrgott Antworten

    Ich finde es übrigens immer mega schräg, wenn Ihr kontinuierlich Picard Staffel 3 basht. Ich finde eigentlich alles ab Anfang Discovery verdammt gut. Ja, mal ist etwas stärker, mal schwächer (z. B. die von Euch so gefeierte Gerichtsfolge von SNW), aber das ist doch alles insgesamt so viel besser, als z. B. TNG, und ich liebe TNG, damit bin ich aufgewachsen. Insgesamt aber ein großes Lob für Eure meist wohlwollenden Betrachtungen, zur Academy habe ich echt ein paar unterirdische Podcast Kollegen gehört, das war unerträglich und irgendwie reiner Hate. Also, weiter so, Jungs.

  20. derherrgott Antworten

    Ach nur noch kurz, zum Musical Ende. Das – war – schlimm. Der originale Song hätte doch wohl gereicht, diese völlig schlimme,mega kitschige Version von San Francisco war sooo zum fremdschämen für mich und hat leider jede gut gemeinte Emotion kaputt gemacht. Ich hab echt ins Kissen gebissen. Schlimm! Also Andy, geweint hätte ich beinahe auch, aber nicht aus Rührung.

    • Timo Antworten

      Echt jetzt? Ich fand diese Szene einfach perfekt, sowohl erzählerisch als auch in der Umsetzung. Diese Mischung aus Rührung, Triumph und echter Ankunft hat mich komplett gepackt. Die Athena, die nicht nur im Orbit ankommt, sondern tatsächlich auf der Erde landet – das war der Moment, den ich in„Endgame“ vermisst habe!

      Die Voyager ist damals zwar im Alpha-Quadranten angekommen, aber wir haben sie nie wirklich nach Hause kommen sehen. Kein Landemanöver, kein Betreten der Erde, kein gemeinsames Feiern der Crew auf heimatlichem Boden. Stattdessen nur ein kurzer Funkspruch „Wir sind zuhause“. Das war… naja, irgendwie unvollständig.

      Die Szene zeigt den Abschluss eines guten Piloten: Sie haben gelitten, aber sie haben überlebt und die Kadetten haben ihre erste Herausforderung gemeister und die Crew? Die ist heile in ihr neues Zuhause angekommen. Die Landung auf der Erde, begleitet von dieser perfekten musikalischen Untermalung. Klar, der Song war kitschig, aber genau das hat ihn so passend gemacht! Es war kein nüchterner Bericht, es war ein Fest, ein Triumph, ein Abschluss mit Stil.

      Und diese Landung der Athena? Atemberaubend. Die Kameraführung, die Musik, die Emotionen. Alles hat sich zu einem Moment verdichtet, der mich wirklich fast zum Weinen gebracht hat. Nicht aus Trauer, sondern aus reiner Erleichterung und Freude.

      Für mich war das nicht nur ein guter Abschluss des Piloten, es war das Finale, das die Voyager hätte haben sollen. Ein Schiff, das landen kann, sollte auch auf der Erde landen. Und genau das wurde hier perfekt, mit der Athena, umgesetzt. Darum hat mich die Szene so berührt.

      • derherrgott Antworten

        Ich stimme Dir in allem zu, außer eben bei der Musik. Hätten sie einfach den normalen Song genommen, wäre alles großartig gewesen. Diese völlig verkitschte Version jedoch hat mich komplett aus der Stimmung rausgebracht. Aber ich sehe schon, Ihr findet das alle gut, dann liegt es wohl an meinem musikalischen Geschmack. Ich fand es so dermaßen drüber, wie in so einem billigen Musical. Aber ich freue mich für alle, die es genießen konnten.

  21. Soulski Antworten

    Ich finde die Serie bisher echt super. Folge 1 hatte ihr längen, war aber eine gute einführung in alles. Folge 2 war liebevoll gemacht, wir lernen die Schauspieler*innen weiter kennen und miteinander reden und füreinander einstehen wird als Lösung der Probleme eingelöst. Super, Star Trek. Ich mag dass die Serie überhaupt kein Vorwissen erfordert, sie schafft neue Welten, sie erzählt Star Trek neu ohne etwas zu konterkarrieren. Macht Spaß, freue mich auf die ganze Staffel.

  22. Roger, over Antworten

    Ich freu mich Euch wieder regelmässig zu den aktuellen Folgen hören.
    Mir gefällt die Folge 1 und 2 sehr gut und freu mich riesig auf die weiteren Folgen.
    Das Einzige, was mich persönlich nicht überzeugt, ist die Titelmelodie. Ich finde die nicht eingänglich und ja, sorry, langweilig. Ich mag wohl einfach auch nicht die Star Trek-Titelmelodien von Jeff Russo. Da hätten sie lieber – meiner Meinung nach – die Komponisten von Prodigy nehmen sollen (das ist auch die einzige Melodie von den neuen Serien, die ich spontan summen könnte). Aber das schmälert mein sehr sehr positiver Gesamteindruck der Serie nicht. Ich liebe sie (bis jetzt).

  23. Julien Antworten

    Die Titelmelodie mag ich auch nicht besonders. Eure fand ich nicht schlecht, aber das Original habe ich darin absolut nicht erkannt. Da fand ich die von Discovery und Picard besser.

    Auch die Samen- und Schule-als-Garten-Analogie finde ich nicht besonders originell. Als visuelles Thema hätte ich mir mehr erwartet.

  24. stef baura s Antworten

    hi Ihr 2,
    vielen Dank für Eure schönen Besprechungen.

    Nach Sichtung von nun 3 Folgen wollte ich etwas generelles zu der Auswahl der Schauspielenden sagen, die meiner Meinung nach leider einem unguten Zeitgeist entspricht:

    Frauen klein und zart, Männer groß und muskulös, und natürlich alle normschön.

    Die definierten muskulösen Körper lassen sich nicht mit Training allein erzielen, der offensichtlich sehr niedrige Körperfettanteil – Sixpack! – beinhaltet ein sehr hartes Essens- und Trinkmanagement. Dass die Frauen auch trainiert wirken, macht die Sache nicht besser.

    Paradoxerweise entsprechen die gezeigten Körper einem faschistischen ideal. Komisch, dass die zwei Heinis Musk und Miller das nicht gewürdigt haben.

    Dass dafür auf die Jemadar-Klingonin im Internet eingeschlagen wird, weil zu kräftig-männlich, ist bezeichnend. Da hat man dann für die Faschos doch Futter gefunden. Große kräftige Frauen sind halt nicht gewünscht, fragt mal Ilona Maher oder die algerische Boxerin.

    Ich denke, man konnte sich dem Zeitgeist nicht ganz entziehen…., tja

  25. Timo Antworten

    Habe eure Besprechung jetzt auch zu ende gehört und Andi hat ja gefagt, wie wir den neuen Stil des Podcast finden.

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was hier anders ist? Es fühlte sich irgendwie anders an. Aber bis zu dem Zeitpunkt, wo du es erzählst hast, was anders ist, das Szenen eher als Blöcke abgearbeitet werden, ist es mir nicht aufgefallen. Ich habe die Zeit gesehen und dachte, ja eine klassiche Discovery Panel Folge.

    Ich mage den Stil bisher rechz gut. Muss aber erst mehr hören, um es neutral beurtieln kann.

  26. K-Tech Antworten

    Hallo in die Runde,
    wie toll sind den beide Intros bitte, also eures ist toll und das SFA finde echt super gelungen. Die Melodie ist noch nicht so in Fleisch und Blut übergegangen, kann ja aber noch werden.
    Generell war ich nach dem actionreichen Start ein wenig verwirrt, eine so ruhige Folge zu bekommen fand aber die Mischung aus persönlicher Beziehung und der großen Politik äußerst gelungen.
    Gerade deis Story rund um Betazed. Das wird richtig tolles World-Buildung, den Wiederaufbau der Föderation politisch zu begleiten, denn mit Verlaub war das bei Discovery ja mehr ein Randthema, da man sich auf den Staffelhandlungstrang fokussierte.
    Auch ich fand den Turbolift mit Sitzen toll, das hatte ich auch mal in einem meiner Fan-Fictions 😉

  27. deftone Antworten

    Wow, schon 46 Kommentare!

    Dann fasse ich mich kurz und antworte nur auf die Fragen, die ihr gestellt habt (und an die ich mich noch erinnere)

    1.) das Into von Academy gefaellt mir nicht. Ich finde es langweilig und ich werde es vermutlich ab Folge 3 skippen. (Das war bei Prodigy und SNW und oft bei Lower Decks nicht so, die Vorspaenne haben mir total gut gefallen!) Das finde ich aber nicht so schlimm, denn viel wichtiger ist, dass

    2.) die Folge (und die Serie bisher) super ist! Sie hat mir sehr gut gefallen! Sooooo viele schoene Momente! Ich verspuere viel Star Trek Liebe 🙂 (Peanut Basket! Phantastisch :))

    3.) Euer Intro ist OK, aber auch nicht so schoen wie das von Prodigy, was aber nicht an eurem Musiker, sondern dem Intro von Academy liegt. Ich skippe es aber nicht, denn Podcasts hoere ich komplett 🙂

    4.) mir ist nicht aufgefallen, dass ihr anders ueber die Dialoge geredet habt. Wenn ich diesen Podcast nochmal hoere (oder die naechste Besprechung), werde ich mal darauf achten.

    Danke fuer die ausfuehrliche Besprechung! Ich freue mich auf die naechste 🙂

  28. photonenzähler Antworten

    Metakommentar: Ich bin erschrocken wie extrem toxisch das Fandom geworden ist, noch einmal deutlich krasser als zum Start von Disco.

    Da ist es doch äußerst erfrischend, eurem positiven und neugierigen Zugang zur Serie zu lauschen, danke dafür!

  29. deftone Antworten

    Ach doch noch 2 Kleinigkeiten zur Sprache:

    ich habe nur dank der englischen Untertitel, die dann auf einmal deutsch waren verstanden, dass der Doktor deutsch gesungen hat. Aber Operngesang ist auch einfach schwer zu verstehen!

    Die Untertitel brauche ich, da besonders Holly Hunter schwer zu verstehen ist. Die 90er Serien sind so einfach zu verstehen, aber bei den neuen Serien brauche ich besonders am Anfang echt Untertitel um alles zu verstehen. Mein groesstes Problem mit Nahla Ake ist, dass sie irgendwie undeutlich redet. Den Rest ihrer Figur finde ich mega gut! Vor allem das Barfusslaufen 🙂

  30. Gemüse Antworten

    Mein kurzer Take zu Jeff Russo.
    Ich finde er macht einfach oft (NICHT IMMER) sehr nichtssagende und highlightarme Musik, die sich in Sachen Star Trek auch sehr viel von allem was schon da gewesen ist, inspirieren lässt. Dadurch dass ich dann alles sehr highlightarm finde, fügt er eben auch sehr wenig Neues hinzu.
    Es gibt aber auch extreme Ausnahmen, wie zum Beispiel das Intro (wobei er hier natürlich auch alles kopiert) von Picard (Staffel 1!) bzw. der gesamte Score der ersten Staffel ist mMn überragend (+ For All Mankind 😍).

    Das Intro der zweiten Staffel Picard ist wiederum der reinste Clusterfuck, schon fast schwer zu ertragen und war tatsächlich das einzige Intro generell, was ich auf Streamingdiensten geskipped habe und ich finde leider, dass das Academy Intro in eine ähnliche Richtung geht.

    Da würde mich doch tatsächlich mal interessieren, wie ihr das alle hier so seht?

    Und, falls es wen interessiert, meine Topliste der Serien-Intros, wie sieht sie bei euch aus? 🤩

    1. Voyager (Jerry Goldsmith)
    2. TNG (Jerry Goldsmith)
    3. DS9 (Dennis McCarthy)
    4. PICARD (S 1) (Jeff Russo)
    5. Prodigy (Michael Giacchino)
    6. TOS (Alexander Courage)
    7. Strange New Worlds (Jeff Russo)
    8. Lower Decks (Chris Westlake)
    9. Discovery (Jeff Russo)
    10.ENT (Diane Warren)
    11. Academy (Jeff Russo)
    12. Picard (S2) (Jeff Russo)

    Dabei geht es mir nur um die Musik, unabhängig von der Qualität der jeweiligen Serie und den Visuals des Intros, da weiß ich z.B. das von Discovery sehr zu schätzen.

  31. Melanie Antworten

    Ich freu mich total auf jede neue Folge. Das Intro selbst gefällt mir nicht ganz so. Trotzdem finde ich das Setting an der Academy toll, auch wenn ich für das Coming of Age nicht mehr das richtige Age habe, aber die Lehrer sind ja auch interessant. Ich bin auch noch gespannt, wie das mit dem War College weitergeht. Schade wäre es, wenn die Schulen irgendwie miteinander in Konkurrenz gehen würden. Aber diese Storyline wird es sicher irgendwie geben.

  32. Easyrehkuss Antworten

    Hey,

    schaue gerade die dritte Folge und freue mich schon sehr auf eure Besprechung.
    Ich hätte nie gedacht, dass eine neue Star Trek Serie in mir die selben Gefühle auslöst wie früher TNG. Die Serie macht mir so viel Spaß und erzeugt einfach einen total entspannten Vibe.
    Die Charaktere sind toll. Die Figur Nahla Ake ist der Hammer. Ich denke, ich habe einen neuen Lieblingscaptain/-kanzlerin.

    Liebe Grüße
    Isa

  33. Mister Incredible Antworten

    Moin,

    Habe ich es korrekt verstanden, dass, wenn ich mich eher den vielen (fundierten und begründeten) negativen Bewertungen im Netz anschließe ich also nur die „falschen Inhalte“ konsumiert habe, obwohl die Abrufzahlen von Paramount+ eine ziemlich eindeutige Sprache sprechen? Ich habe den Eindruck, dass eher so eine Art trekkiger Bestätigungsvirus umgeht mit dem Symptom eines „Gutfindezwangs“, den ich fast ein bisschen spooky finde. Was geht da vor sich? Wenn ich dieses Werk angucke quäle ich mich ständig zwischen Langeweile, Unterforderung ob der belanglosen Inhalte und nicht vorhandener Chemie, gequältem Individualismus (die barfüßige Kanzlerin, nee, ist das lustig), schlechter schauspielerischer Qualität und Fremdscham für das was man glaubte mir vorsetzen zu müssen, erwartend dass ich das Gesehene goutieren würde. Ich finde hier wird das größte TV- und Filmereignis der Welt im 60. Jahr komplett demontiert und lächerlich gemacht.

    Score: das von Euch beschriebene Ding-Dong, Ding-Dong am Anfang erinnert an Ilia’s Theme in „The Motion Picture“. Kann man machen, und die „Aufbau-Graphik“ in Pflanze und Beton ist OK, wenn auch nicht subtil. Replicafé. Kann man auch machen. Man muss mir nur erklären wieso unter der Siebträgermaschine eine Tasse repliziert wird, während der Kaffe mit echtem Wasser und echter Bohne zu produzieren ist und was passiert dann mit den tausenden replizierten Tassen am Ende des Tages? Will mir nicht in den Kopf. Mülleimer dematerialisiert Müll: na, hoffentlich gerät nicht versehentlich ein Haustier oder Körperteil oder ein fertiger Ausdruck der Steuererklärung in die Nähe dieses Allesvernichters. Prinzessin Tarima (warum muss sie zeremoniell halbnackt / bauchfrau herumtänzeln? Ach, soll ja Teens 2026 ansprechen. Verstehe.) kann ungefähr einen einzigen mausezahn-lächelnden Gesichtsausdruck, hat mit dem Caleb-Darsteller null Chemie und wurde von einem anderen Kritiker spaßig „Tooth“ genannt. Passt. Die Dialoge zwischen diesen beiden sind eine einzige unorganische Qual, und „ich will dir was zeigen“, tadaaa – die Wale. Platter gehts nicht mehr. Was wäre erwartbarer gewesen? Ich bin sowas von unüberrascht und unterwältigt!

    Die Betazoiden. We schon beim rollstuhlfahrenden Crewmitglied muss ich mich auch hier fragen, welche Fortschritte wohl künstliche / replizierte Organe im 4. Jahrtausend gemacht haben könnten, Prothesen oder Implantate oder sonstwas um jemanden mit Gehörlosigkeit wieder hören zu lassen. Der Besucher kommt also mit einer Übersetungsdrohne. Was also soll da diese Figur der (adipösen, dazu später mehr) Gebärdendolmetscherin? Und wieso gebärdet sie in Richtung des hörenden Publikums, welches vermutlich nicht in Gebärdensprache geschult ist, „Please, sit“. Was soll das? Effekte um der Effekte der Inklusion Willen, egal ob sinnvoll oder nicht? Oder will man mir hier erzählen dass in dieser fernen Zukunft ein jeder bewusst auf mehr Lebensqualität verzichten möchte, quasi als Ausdruck seiner „Individualität“?

    Ich prangere – wie auch zahllose Kommentatoren auf Youtube – an, dass hier eine Inklusions-Wokeness-Bombe nach der anderen gezündet wird, dass es in höchstem Maße unglaubwürdig und gequält wirkt. Ja, ich bin natürlich immer für Wokeness = Achtsamkeit, das steht außer Frage. Hier aber wird es einem so plakativ um die Ohren gehauen, dagegen waren die in trauter Zweisamkeit zähneputzenden Herren bei DSC fast noch eher eine tradierte Geschlechterrolle. Wer muss im 4. Jahrtausend bitte Rollstuhl fahren? (Ach, ich vergaß, ist eine bewusste Entscheidung wie das Brilletragen und Bücher aus Papier lesen?) Wer muss übergewichtig sein, wenn er nicht einen Gainerfetisch hat? Wie auch heute schon sind die meisten Übergewichtige ungern adipös und wären gern schlanker, wenn es nicht so schwer zu erreichen wäre – so muss aber im 4. jahrtausend niemand mehr übergewichtig sein, weil Medizin und Ernährung fortgeschritten sind und sich ein übermäßiges Verlangen nach zu vielen Kalorien sicher steuern lassen dürfte, mit dem Gewinn einer längeren Lebenserwartung. Das sollte in einer Vernunftsgesellschaft, die über die nötigen Ressourcen verfügt, doch wohl Konsens sein, wobei die persönlcihe Entscheidung zum Dicksein durchaus zu akzeptieren wäre (aus welchen Gründen auch immer). In unserer Welt bedeutet Körperfülle ab einem bestimmten Maß übrigens auch den Ausschluss von bestimmten Jobs. Konsequenterweise sollte man daher keine Schauspieler mit deutlichem Übergewicht engagieren – was natürlich der Wokeness Anno 2026 in die Quere kommt. Naja, wenn schon, dann lasst es soch gleich im Hier und Jetzt spielen, denn der Tonfall jedenfalls passt besser ins Heute statt in eine ferne Zukunft. Das konnte Classic Trek von TOS bis ENT jedenfalls glaubhafter rüber bringen.

    Wo wir bei Frau Thok angekommen wären und man sich die Frage stellen möchte, ob denn eine Drill Sergeant, die den ganzen Tag nur ihre Kadetten anbrüllt, auch in der Lage wäre jene Übungen zu absolvieren die sie von anderen verlangt. Stichwort. Vorbildfunktion. Und wieso muss ein programmiertes photonisches Etwas / Hologramm irgend etwas üben, z.B. auch noch körperlich, wenn es sich auch in einen Mugato verwandeln kann? Klar, dass Reno und Lura – natürlich – ein gleichgeschlechtliches Paar abgeben müssen und auch der erste Herr ebenso seine homophilen Neigungen Kund getan haben muss. Was ist mit der Kadettin, die nach einem lautstarken Ton von Lira heulend davon rennt? Wie möchte sie denn ihre psychische Belastbarkeit erhöhen.

    Die Besten der Besten werden ausgewählt um es in die Sternenflotte zuschaffen, so wurde es uns über Jahrzehnte gesagt. Der „Burn“ hat Raumschiffe geschrottet, aber wohl nicht Abermilliarden von Humanoiden auf den Planeten der Rest-Föderation umgebracht, so dass man annehmen darf keinen Mangel an Bewerbern zu haben. Das was wir von diesen jungen Erwachsenen zu sehen bekommen die unreife Heranwachsende spielen würde ich als sozial auffällig bewerten, mit Herkunft aus einem sozialen Brennpunkt.

    Wurde uns die schwarz-weiße Dame (Cheron Native) erklärt und wie sie Nachfahrin eines Volkes sein konnte von denen wir in TOS 3/15 lernten dass sie nur noch aus zwei männlichen Individuen bestand die damit beschäftigt waren sich gegenseitig umzubringen? Verkrampfter Pseudo-Fanservice auf Biegen und Brechen, und wenn der Kanon über die Reling gekippt wird (um mal nautisch zu bleiben), egal. Ja, wir wissen, dass es eine teure Produktion war, umso bedauerlicher dass es an Sorgfalt und Liebe zum Thema so sehr mangelte. Nahezu jeder Charakter nervt mich hier mit seinen aufgepropften und zur Schau gestellten Marotten und selbst ein Robert Picado schafft es für meinen Geschmack nicht die längst abgerissene Brücke zum Classic Star Trek auch nur ansatzweise als Fundamentenfragment archäologisch frei zu legen. Leider kann ich Eure Euphorie, und auch die Claudias und Björns, nicht teilen. Episoden 1-3 empfinde ich als Vollkatastrophe, und ich bin nicht hoffnungsfroh dass es danach besser werde.

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      Andreas Autor des BeitragsAntworten

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          Andreas Autor des BeitragsAntworten

          Nö… Das ist schon alles gut so… Man kann zwischen legitimer Kritik und falschen Annahmen unterscheiden… Textwände sind nur für Foren extrem schwierig, weil man sich dann nicht über einzelne Punkte unterhalten kann… Ein Beispiel: Der Rollstuhl ist ganz leicht mit einer Spezies zu erklären, die von einem Planeten mit unterschiedlicher Gravitation kommt. Dafür brauche ich keine Behinderung.
          Der Score ist eine Geschmacksfrage…

          Die Einschaltquoten von Paramount+ sind ein relativ dämlicher Mythos von rechten Influencern wie nerdrotic… Paramount+ wäre einfach nur dämlich, wenn sie mittlerweile 22 Staffel Star Trek in Auftrag geben würden, wenn das neue Star Trek so unerfolgreich wäre, wie diese Influencer es machen… Star Trek hat seit 2017 mehr bestellte Staffeln als von 1987 bis 2001 – und da sind die Short Treks und Scouts noch nicht mal miteinberechnet…

          Es wäre also gut, die Dinge einmal auseinanderzuflücken. Das ist aber halt schwierig, wenn man von einer Wall of Text erschlagen wird…

          • Hook

            Ja gut, aber wenn man sich die Mühe doch machen will kann man das ja auch selbst trennen und das dann Schritt für Schritt machen.

            Aber ja hier ist das doof – da müsste man sich an nen Vernünftigen Rechner mit Texteditor setzten.

            Das Gemeckere ist halt nur um von einer großen Marke und deren Populatität zu Profitieren um selbst Abonenten zu bekommen. Die sind halt Laut aber viele Views sind das ja nicht…

    • photonenzähler Antworten

      Dieser Kommentar ist ein gutes Beispiel für das, was ich mit toxischem Fandom meinte. Wer so oft „wokeness“ (zu dick, schwul, Rollstuhl – alles WOKE!) anprangert kann mit dem von Gene Roddenberry geprägten „Infinite Diversity in Infinite Combinations“ wohl eher nicht so viel anfangen. Ich würde mich da eher fragen, ob ich mich vom negativen Mob weiterhin so beeinflussen lassen will, ist ja auch nicht gut fürs Gemüt, sich von jeder Kleinigkeit so triggern zu lassen.

      • Hook Antworten

        Wenn es ihm doch aber Spaß macht. Lass ihn doch. Irgendeine Beschäftigung braucht man halt – ich hätte da viel besseres zu tun, als mich erst durch die Episoden zu Quälen und dann noch im Detail aufzuschreiben was mich gestört hat.

        Alles gefällt mir auch nicht. Aber diese Lücken hatten wir schon immer. Wieso musste in DS9 jemand im Rollstuhl sitzen, wieso hatte Kirk ne Brille, wieso konnte LaForge am Anfang nicht sehen. Wieso mussten Diana / Seven so einen engen Anzug tragen.

        Bzgl. der schwarz-weißen Spezies – die beiden waren 50.000 Jahre unterwegs und auf so einem Fortschrittlichen Planeten soll keiner Überlebt haben, wir hatten solche Spezies ja auch schon in Sektion 31 gesehen, sollte ja dann auch nicht möglich sein. Vermutlich war nur die Annahme falsch… Bei dem was ja sonnst möglich ist an Fortschritt bzgl. Sehkräfte, keine Rollstühle und nur noch Leute mit Idealer Fettmasse – ist das ja wohl auch nicht übertrieben :).

    • Hook Antworten

      Tut mir leid für dich das du dem nichts abgewinnen kannst – aber schön das du soviel Zeit hast dir Sachen die dir nicht gefallen anzusehen und so genau zu analysieren :).

      Bzgl. der Abrufzahlen. Gibt es da gesicherte Informationen von PSKY überhaupt?

      Sonnst tl:dr, mir hat letztens The White Lotus nicht gefallen, aber das muss ich ja nicht in aller Ausführlichkeit ins Internet schreiben. Ich hab es halt einfach nach der zweiten Episode abgebrochen und gut war es.

    • derherrgott Antworten

      Du bemängelst einen bauchfreien Dress als dem Zeitgeist und einer anvisierten jungen Zielgruppe geschuldet, findest aber die Miniröcke im TOS (also Dein sog. „Classic Trek“) erfüllen da eine andere Aufgabe? Start Trek hat zu jeder Zeit die jeweiligen Moden aufgegriffen, die herrschenden sozialen Diskurse behandelt und die aktuelle Gesellschaft widergespiegelt. Das eint alle (!) Start Trek Serien aller Zeiten.

      • Hook Antworten

        Die Röcke sind ja auch zurück, da würde nicht drüber gemeckert, gab es ja in TOS und TNG ja auch :D. Das meiste kann man wirklich in der Luft zerreißen, wenn nur die Zeit nicht zu schade wäre…

        • derherrgott Antworten

          Ich weiß sehr gut, was Du meinst, und fühle das gleiche (glaube ich). Bei derlei Kommentaren schwingt für mich immer und über allen Details in Feuerlettern ein großes „Früher war alles besser“ mit. Zum einen ist das Gegenteil der Fall, zum anderen versucht er ja (wie einige Podcasts, die ebenfalls einfach nur haten und bashen wollen), bei jeder Äußerung zu sagen, dass er das soooo nicht meine. Klappt halt nur nicht.

    • Rieke Antworten

      Deine Aussagen zu mehrgewichtigen Körperformen sind unfundiert und zeigen, dass du dich mit dem Thema nie richtig beschäftigt hast. Es gibt Tausend Gründe, warum man mehrgewichtig ist. Dass man zuviele Kalorien isst ist nur ein einziger davon. Es gibt genetische Veranlagungen, Stoffwechselstörungen, Lipödem, Lymphödem. Und die Körperform sagt nichts über den Gesundheitszustand oder die Leistungsfähigkeit aus. Es gibt den „fat but fit paradox“. Da machen mehrgewichtige Menschen Sport, laufen sogar Triathlon, sind aber eben nicht schlank. Schau dir einfach nur mal die verschiedenen Frauensportarten an, wieviele unterschiedliche Körperformen es da gibt und die wenigsten sind da rank und schlank. Dann gibt es Menschen, die würden deiner Meinung nach dem sogenannten Schönheitsideal entsprechen und würden nicht mal nen Tausend-Meter-Ausdauerlauf schaffen. Schlank heißt nicht gleich gesund und dick heißt nicht gleich ungesund. Und mehrgewichtige Menschen dürfen keine Schauspieler sein?! WTF. Weil du im Film und Fernsehen nur schlanke, normschöne Menschen sehen willst?! Außerdem stand Star Trek immer schon für Inklusion und Repräsentation, das heißt Menschen und Lebensentwürfe zu zeigen, denen sonst keine Beachtung geschenkt wird. Das hat nichts mit Inklusions-Wokeness-Bombe zu tun, sondern ist einfach die Darstellung der Lebensrealität wirklich sehr vieler Menschen.

      • Rieke Antworten

        Und das eine Frau wegen ihres Aussehens von einem männlichen „Kritiker“ abgewertet und ihr ihre (Schauspiel-)Kompetenz abgesprochen wird ist ja mal was ganz neues (nicht).

  34. Flodo1985 Antworten

    Oh , wieder sehr schöne Besprechung von euch und diesmal bin ich gleich mit dabei.

    Gefällt mir Mega gut unsere Besprechung auch zu der ersten Folge.
    Die Serie begeistert mich sehr.
    Eine Sache möchte ich aber noch da lassen, man kann oder konnte zu mindestens relativ leicht auch heutige KI Version wie ChatGPT in so ne Dauerschleife bringen. Ich glaub mit der aktuellen geht’s nicht, aber mit der eins vorne dran. Wenn du ihn nämlich gefragt hast, „
    „Gibt es ein Seepferdchen Emoji“ hat er auch ziemlich hohl gedreht

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