S01E04: Vox in Excelso – Wenn Rettung zur Zumutung wird
Eine Stimme von oben. Ein Volk am Abgrund. Und eine simple Frage, die alles zerlegt:
Darf man jemanden retten, wenn man ihm dabei vorschreibt, wer er sein soll?
In „Vox in Excelso“ liefert Starfleet Academy keine Explosion-der-Woche-Nummer, sondern eine der politisch und emotional dichtesten Star-Trek-Folgen der letzten Jahre.
Zwischen Debattierclub, klingonischem Gründungsmythos und einer bewusst gespielten Schlacht geht es um Identität, Würde – und die Grenzen gut gemeinter Hilfe.
Jay-Den Kraag steht im Zentrum einer Frage, die größer ist als jede Sternenflotte:
Überleben um jeden Preis – oder Selbstbestimmung auch dann, wenn es weh tut?
Die Föderation hat Regeln. Die Klingonen haben Ehre. Und beide merken, dass beides allein nicht reicht.
Wir sprechen über beschädigte Freiheitszitate, Kant gegen Utilitarismus, den Burn als historische Zäsur, Klingonen ohne Heimat – und warum diese Folge zeigt, was Star Trek kann, wenn es Haltung über Überlegenheit stellt.
Kurz gesagt: Das hier ist Trek, das zuhört.
#StarTrek #StarfleetAcademy #VoxInExcelso #DiscoveryPanel #StarTrekPodcast
Okay, ich bringe dann noch den Müll runter.
Bei mir war es die erste Episode wo ich ne Pause beim schauen gemacht habe. Klingonen Episoden waren noch nie meines… Fand die Lösung am Ende aber echt top und ja dieses Schauspiel für Klingonen gab es schon früher…
Und großartig das sich die Athena nochmal verkleinern kann. Das hatte schon Farpoint Momente!
In dieser Serie ist alles sehr, sehr plakativ, wie ich finde. Das ist dieser Trend, den auch Stranger Things schon extrem gezeigt hat, man sagt und zeigt alles sehr (!!!) deutlich, damit die Zuschauer auch ja folgen können. Das ist etwas überflüssig, weil ich nicht mehr 5 Jahre alt bin.
Aber insgesamt war die Episode ja sehr schön. Viel besser als die dritte und unser Klingone ist schon einfach eine sympathische Person. Das hat Spaß gemacht.
Muss man machen sonst kommen die Leute die noch nebenbei am Handy sind nicht mit…
Die würde ich dann genauso zurücklassen, wie ich das mit Konservativen wie Söder und Co. gerne machen würde.
Discovery Panel der Zeitdilatations Podcast jeden montag um 17.01 Uhr 😛
Wenn du Pünktlichkeit willst dann geh doch zu Trek am Dienstag, aber dann gibt es halt nur Aufgewärmt mit dem Spencer!
Planet Trek ist ja auch nicht da. Ich weiß auch nicht wie lange ich für ne Folge brauche muss ja auch arbeiten…
in der tat höre ich sebastian und simon morgen früh beim arbeiten 🙂
Das könnte ich nicht da würde die Arbeit leiden…
Jungs, ich komm grad von ner großen ZahnOp, klinge wie eine Klingonin die ein Nahla Ake Cosplay macht und die Aussicht auf eure Folgenbesprechung war in den letzten Stunden Bohrerei echt ein Lichtblick… lasst mich jetzt nicht hängen🥹!
Gute Besserung, kommt bestimmt gleich!
Danke, du hattschet Rescht 🙂 Podcascht da, Eischbeutelschen da, Welt ischt Ordnung 🙂
Gern, fast drei Stunden. Das wars dann. Mit dem restlichen Abend 😀.
Zur „Nackten Kanone“ gibt es ganz aktuell sogar eine Neuauflage mit neuen Schauspielern, die in den Rollen die Söhne der Original-Charaktere spielen. Sonst wird der Stil originalgetreu weitergeführt. Aktuell auf Paramount+ zu sehen, das alle ST-Fans wohl abonniert haben dürften. 😉
Liam Neeson hier zu besetzen war ein genialer Zug!
Ebenso genial ist Pamela Anderson als Female Lead. Die Chemie zwischen den Beiden trägt den ganzen Film.
Ich meinte nur schon der Name! Aber ja der Rest auch.
Da muss ich zustimmen. Ich habe die Nackte Kanone damals geleibt und finde den neuen Film genau so komisch wie die alten.
Den President sah man vor Disco wohl nur in DS9 auf der Erde in Homefront / Paradiese Lost sowie in ein paar Filmen 1/4/6?
Und war Vance bei der Schlacht nicht nur Holografie zugeschaltet? Praktisch aus dem Homeoffice.
Beim Schauen fand ich die Folge auch etwas drüber: einen – meinem Empfinden nach (!) – überforderten Jungschauspieler als Jayden, dessen künstlich tiefe Stimme mich leider stört, eine sehr offensichtliche Lösung, ein Konflikt zwischen Freundne (Caleb / Jayden), der künstlich aufgebläht und dramatisiert worden ist, eine weitere Figur mit Trauma… Dennoch fand ich sie nicht schlecht, aber ich setze bei Starfleet Academy eben inzwischen hohe Maßstäbe an :-).
Begeistert war ich von eurem Podcast! Der zeigt mal wieder, dass ihr einfach die besten seid. Eure Begeisterung hat mich so angesteckt, dass ich bereit bin, die Folge nun gut zu finden.
Ein Wörtchen zu Paulus: Klar, Paulus hat das Christentum sowohl für die Juden, mehr aber noch – wie Andy ja gesagt hat – für die philosophischen Griechen und von denen beeinflusste Völker aufgeschlüsselt. Anders als Jayden aber nicht (nur) mit dem Ziel, es verständlich zu machen, sondern um es als die ultimative Offenbarungsreligion zu präsentieren, zu der es keine Alternative gibt. Das ist sicherlich nicht Jaydens Ziel.
Man könnte darüber reden, dass das eigentlich das Ziel der Förderation ist, die sich ja doch in ihrer Lebensweise oft als alternativlos zeichnet.
Ja, ich fand auch, daß das schauspielerische Können des Jay-Den Darstellers hier ganz klar an seine Grenzen geführt wurde – auch wenn das klingonische Make-Up natürlich das ganze nicht einfacher macht… aber das Handicap hatten natürlich auch schon viele andere.
Und da ihr es ja lieber in kürzeren Portionen habt, hier noch ein Rabbithole, in das ihr mich geschickt habt. Andys Hochhalten von Kant mag ich ja sehr, war gleichzeitig aber auch dankbar dafür, dass gesagt worden ist, dass man das auf „ein Volk“ nicht so richtig anwenden kann, denn es gibt bestimmt auch Klingonen, die anfällig für die Angebote und Verlockungen der Föderation sind, bzw. gerne ihr karges Leben, in dem sie sterben und ihre Kinder verhungern, gegen Sicherheit und Nahrung tauschen würden. Und was ist mit den Schwachen (Kindern etc.), die nicht für sich selbst sprechen können? Im Zuge einer Diskursethik müsste man da noch viel mehr Stimmen als Jaydens hören.
Ich habe nach Star Trek Folgen gesucht, in denen die Föderation anderen etwas aufzwingt, die das gar nicht wollen, bin da aber nicht so weit gekommen. Am nahesten kommt Homeward (TNG), aber da ist es nicht die Föderation, sondern Nikolai Rozhenko. Babylon 5 hat mit Believers hier eine tolle und sehr unangenehme Folge, wo der Doctor gegen den Willen / Glauben der Eltern ein Kind heilt, das am Ende dann aber von seinen Eltern umgebracht wird. Ich bin keine Philosophin. Wie würde Kant hier entscheiden? Ist der Glaube der Familie höher zu bewerten als das Leben des Kindes?
Ich bin sehr dankbar, dass wir wieder eine Serie haben, die diese Fragen stellt, und dankbar für einen Podcast wie euren!
Hatte ähnliche Gedanken. Mir kam noch das Thema aktive/passive Sterbehilfe in den Sinn.
Vielleicht bin ich da zu wohlwollend, aber ich fand Karim Diané hier großartig.
In seiner hölzernen, reduzierten Art hat er mich etwas an Worf erinnert. Und beide, Worf und Jay-Den sind untypische Klingonen die in beiden Welten (Föderation/Klingonisches Reich) nicht ganz rein passen und doch beide Welten bereichern. Ich war bis jetzt der Meinung Jay-Den muss so gespielt werden.
In der Schule kamen mir die introvertierten Außenseiter auch immer so vor, wenn sie dann mal in den Mittelpunkt gezerrt wurden.
Aber ich hoffe, er kann nochmal öfteren aus seinen Charakter ausbrechen. Michael Dorn (Worf) hat mich schauspielerisch auch erst in DS9, ind besondere in „Far Beyond the Stars“ und bei Picard überzeugt, wenn er den alten Worf überwinden durfte. Bei Karim Diané ist es ähnlich. Man müsste mehr von ihm sehen, andere Rollen oder komplett andere Situation. Vielleicht gibts ja mal eine Liebesgeschichte mit dem hübschen Klingonen wo er in romantischer Zweisamkeit etwas andere Charakterzüge zeigen kann.
Hi die Folge hat mich irgendwie voll erwischt war mir nicht bewusst wie sehr mir die Infos zu dem Verbleib der Klingonen gefehlt haben. Aber Klasse der Burn hat auch auf Welten Vernichtung gebracht. Und Cronos mit den vielen Aktiven Vulkanen plus die auf Delitzium basierte Energieversorgung. Mehr Sprengstoff geht fast nicht. Somit erklärt sich auch warum es so viele neue Klingonen Hybride gibt. Ein Volk vor dem Aussterben. Dazu würde auch die Zwei Mann eine Frau Familie passen, denn auch im Tierreich werden bei Weibchen Mangel öfter Mehrere Männchen zu Paarung gesucht. Dann fällt mir noch ein das das mit dem Schwarzen Blut schon mal irgendwo vorkam. Da ging es ums raus pumpen mit Schlägen bis es wieder Rot bzw. Rosa war. Bekomm die Folge nur nicht zu fassen eventuell Lower Decks. So nun noch ein mega Lob für eure Folgen und ist euch die Bezeichnung des Vogels als Bird of Prey durch gerutscht oder hab ich’s nur verpasst. Kurz noch zum HoloDoc hab es geliebt wie er seine Selbständigwerdung in Voyager mit raus diskutieren beschrieben hat. Oh man noch eins Nala hat letzte Folge schon top beschrieben was für Schüler die aktuelle Akademie aus macht als sie davon sprach das ein Teil in Frachträumen sich bis zu ihr geschleppt haben. Da sieht man das aktuell jeder der die Idee gut fand da ist und nicht nur die Besten der Besten. In wieweit dieses auch am War Collage der Fall ist ist noch unbekannt. Würde aber bei einem hier kommen die Auserwählten hin, zu da kann ja jeder hin, die offene Feindzähligkeit erklären die das Collage an den Tag legt.
Bis nächste Woche.
Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber zum Ende hin hat mich die Folge emotional voll gepackt. Als Kraag die Brücke betreten hat, hatte ich plötzlich Tränen in den Augen, was mich sonst völlig überrascht hatte. Für mich eine der besten Star Trek Folgen seit langem, genau wie die ganze Serie.
Für mich war es auch die beste Folge der Serie. Mal ohne störendes Kleinkindverhalten an der Uni.
ich war nie der größte klingonen fan. bei archerprise freute ich mich über einen einblick in die andorianer. immerhin gründungsmitglied.
aber diese folge hatte vieles was mir gut gefiel, da störten mich nicht mal die klingonen 😛
es gab einblicke in eine bekannte spezies die plötzlich wieder interessant wird und vermittelt werte die mir persönlich gut gefallen. wie @bass-t hatte auch ich eine träne im auge bei der selben szene. das ist ein gutes zeichen. ich war emotional dabei und hatte das olle handy nicht einmal in der hand 🙂 bitte weiter so.
Eine insgesamt sehr starke STAR TREK-Episode mit kleinen Schwächen – wie ich finde (z.B. schauspielerische Leistung Karim Diane, die dem Arc nicht ganz gerecht wird; Logikfehler, warum weiß Caleb soviel über Föderations-Bauvorschriften?!?). Aber starke Story, starkes Thema, sehr gute Szenen und Dialoge (z.B. Kraag/Lura Thok).
Da ich zu den (wenigen hier?!?) gehöre, die die TNG- und DS9-Klingonen und die dazugehörigen Episoden (meistens) sehr gut fanden, war ich etwas enttäuscht von der „Scale“, die in der Episode zu sehen war. Wenn Kronos durch den Burn zerstört wurde – was ich durchaus plausibel finde und mir hat der „Praxis-Bezug“ in Eurer Besprechung sehr gefallen – was ist dann aus den anderen Planeten im Klingon Empire geworden? Es hätte doch etliche Millionen überlebende Klingonen geben müssen (im Empire). Und warum haben die sich nicht zusammen getan, um eine neue Heimat zu erobern? Oder noch naheliegender, wäre nicht ein anderer Planet des Empire dafür geeignet gewesen?
In der Episode wird der Eindruck vermittelt, es wären nur noch wenige Häuser oder ein paar Tausend Klingonen am Leben – da muß also noch eine Menge mehr passiert sein in den 120 Jahren seit dem Burn und natürlich haben wir noch ein paar unbekannte Jahrhunderte davor. Also viel Raum für Spekulationen 🙂
In diesem Sinne – Qapla‘
#tactical breathing
ist Bestandteil vor allem in der Ausbildung von Spezialkräften (KSK) und spezialisierten Kräften (EGB [das sind die deutschen Army Rangers,die Typen die Spezialeinheiten wie das KSK unterstützen]). Mittlerweile hält es sogar Einzug in die Grundausbildung der Bundeswehr, aus genau den Gründen die Andreas beschreibt.
25 % der US Amerikaner wissen nicht, dass die Sonne ein Stern ist. Ich hätte, als ich das gegoogelt habe, mit deutlich mehr gerechnet.
Ich war aber wirklich schockiert, als Sebastian dachte, Sterne wären explodierenden Sonnen. Nach so vielen Jahren Discovery Podcast, hätte ich zumindest einfache Grundkenntnisse ist Astronomie erwartet. Übrigens, das Zeug was da fusioniert nennt man Wasserstoff. Da wart ihr ja auch am Grübeln.
Ich finde eure Ausflüge in die Physik und Astronomie immer wieder wunderbar. Lasst euch den Spass daran bitte nicht von Kommentaren, wie meinem, vermiesen. Ich freue mich schon auf die nächste Folge.
Klingonen gehören für mich zu der am wenigsten verständlichen StarTrek Rassen. Ein Volk, dass nur auf Krieg und Ehre aus ist, aber dennoch offensichtlich herausragende Wissenschaftler in ihren Reihe hat Die aber, so wird’s oft geschildert, weder Ehre noch Reputation erlangen. Sehr merkwürdig. Das gleiche Schicksal ereilt ja auch Jayden.
Gleichwohl ist das eine klasse Folge. Jaydens körperliche Reaktionen im Debattierclub fand ich etwas overacted, aber OK. Die Fallhöhe muss ja geschaffen werden.
Seine Argumentation am Ende war umso stärker und die Lösung war klug aber vorhersehbar.
Aber reicht das „den Klingonen“? Wenn’s um die Ehre geht ist doch ein geschenkter Sieg nur eine hohle Geste.
Bei eurer Frage mit Rettung und Kultur durch die USA etc. habt ihr ein wichtiges Beispiel vergessen.
Deutschland wurde nach dem 2.WK in vier Zonen aufgeteilt und die westlichen Befreier, vor allem aus UK und USA, haben viele Teile ihrer Kultur bei uns implementiert. Der Einfluß auf die westdeutsche Kulturentwicklung der 50er-80er lässt sich nicht hoch genug einschätzen.
Ich glaube übrigens nicht, dass sich die meisten Ostdeutschen für den Verbleib in der DDR entschieden haben. Sie lebten halt nur zufällig in Dresden, Erfurt oder sonstwo und gerieten von einem Unterdrückungsregime in ein anderes.
Naja. Schöne Charaktermomente und interessante Backstory zu Jayden. Aber die Lösung war schon sehr offensichtlich, da die ganze Folge darauf hinarbeitet (vor allem Obel sagt bestimmt drei mal zu Ake, dass Klingonen keine Geschenke wollen, sondern nur erobern), und irgendwie war das A-Team-mäßige Rumgeballere ohne Opfer auch ein bißchen zu albern, um die Kampfesehre der Klingonen wirklich zu befriedigen.
Welches andere Unterdrückungsregime?
Noch mal kurz zum Intro, ich komme damit immer noch nicht klar. Ist für mich das bisher schwächste von allen Star Trek Serien. Bei Discovery war ich ab der ersten Sekunde des Vorspanns voller Vorfreude, der hier catcht mich so gar nicht.
Folge 2 und 3 hatten mir so gar nicht gefallen, musste mir bei Folge 4 schon die Frage gefallen lassen „Wenn du das so doof findest, warum guckst du das denn überhaupt?“ („Ja, da gibt’s doch diesen Podcast, da muss ich halt …“), fand ich Folge 4 richtig stark. Unser Klingone ist jetzt bis vorerst meine Lieblingsfigur, massig viel spannende Klingonen-Lore und das familiäre Miteinander, vor alles Jay-Dens Bruder, hat mich komplett abgeholt. Yay!
Achso, „Dadmiral Vance“-Darsteller als „dritte Mumie von links“ in „Die Mumie“ zu bezeichnen, also wirklich! In dem Film ist er der Anführer einer mystischen Gruppe von Wächtern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Fluch der Mumie unter allen Umständen geheim zu halten, bzw. ihn zu brechen. Spätestens wenn er sich vom alten Doppeldecker das Maschinengewehr abmontiert, um es mit Mumien-Zombies aufzunehmen, ist er eh die coolste Sau von allen. Disclaimer: Fand ich mit 12.
Diese Folge fand ich auch viel besser als die 3. Die Auflösung etwas schnell, aber dennoch alles dabei Star Trek- Feeling, Worldbuilding, Space-Action….Vieles wurde ja hierzu auch schon geschrieben. Und ich bin voll bei Andreas, die FÖD- Präsidentin hätte – wenn sie schon nicht dabei ist – wenigstens erwähnt werden müssen. Sie heißt Rillak, wenn ich mich richtig erinnere, oder?
Zur Explosion von Praxis – ja das passt richtig gut zur Story und zum Kanon, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Mir kam noch die Bombe im Inneren von Kronos in den Sinn, die am Ende von Staffel 1 DSC platziert wurde und L’Rell dann den Zünder hatte 🙂
Bei Betazed kann man ja streiten aber hier hätte die Präsidentin keinen Sinn gemacht das ist eine Schlacht und das man den Planeten hergibt war ja schon besprochen da ist eine Kapitulation des Chefs der Sternenflotte auch ehrenvoller.
Außerdem ist die Dame beschäftigt, die muss noch ne Umzug organisieren…
Diese Folge ist für mich die Essenz von Star Trek.
Ich bin seit 30 Jahren Trekkie und liebe das meiste, wo Star Trek draufsteht. Aber wenn man mich fragt, warum Star Trek, dann sind das keine Weltraumschlachten oder Effekte, sondern die Vorstellung, dass in Zukunft Probleme nicht nur mit Waffen gelöst werden, sondern Verhandlung, Diplomatie und gegenseitiges Verständnis zum Erfolg führt. Ich finde Star Trek immer dann am stärksten, wenn moralische oder ethische Fragestellungen aufgeworfen werden und man beide Seiten verstehen kann. Als Jugendlicher habe ich über solche Fragen immer lange nachgedacht und ich glaube, die Fähigkeit, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten ist etwas, was ich von Star Trek für’s Leben gelernt habe.
OK, das waren jetzt große Worte und bei Licht betrachtet leisten das nur ein paar Star Trek-Folgen, aber diese hier gehört für mich dazu. Bei den ersten drei Folgen war ich noch sehr distanziert, aber hier hat Star Trek Academy mich bekommen. 😉
Ich fand die Folge großartig!
Zum Thema Kant vs. Utilitarismus. Ihr seid ja offenkundig eindeutige Kantianer. Auch, wenn ich mich tendenziell auch eher Kant als dem Utilitarismus zugeneigt fühle, frage ich mich bzw. euch, ob Kant rein objektiv dem Utilitarismus überlegen ist? Das klingt bei euch nämlich sehr danach. Aber ist das? Sind das nicht beides philosophische Schulen, die ihre Berechtigung mit allen Stärken und Schwächen haben?
Das Weichenbeispiel macht das ganz gut klar: bei 3 zu 1 gehen wahrscheinlich viele noch mit. Aber was ist, wenn man dieses Gedankenexperiment extremer macht. Der Zug hat eine Bombe an Bord die neben einem vollen Kindergarten mit 100 Kindern explodiert. Stelle ich die Weiche um explodiert sie neben einem Haus, wo ein 100jähriger lebt, der ein glückliches Leben hinter sich hatte und jetzt schwer krank im Bett liegt. Ich glaube hier stellen auch viele die hypothetische Weiche um, die im Grundsatz eine kantische Ethik.
Hier die Website zum Trolley-Problem: https://neal.fun/absurd-trolley-problems/
Du hast ein Extrembeispiel gewählt. MMn hält auch das einem Realitätscheck nicht stand, im Gegenteil es zeigt, dass es gut ist dass in DEU Recht von unabhängigen Richtern auf einer rein rationalen, Kant’schen Basis gesprochen werden muss und nicht beispielsweise von emotionalen Verwandten oder Beobachtern die nach gefühlter Gerechtigkeit urteilen würden. Im Falle von Gewaltverbrechen wär der Übergang von Gerechtigkeit zu Rache fließend und zu schnell schwerpunktmäßig bei Rache.
Das Problem bei deinem Extrembeispiel sehe ich darin, dass es zunächst scheinbar nach Gerechtigkeit aussieht, perspektivisch betrachtet aber das Überschreiten einer roten Linie darstellt – einen Dammbruch. Beim nächsten Mal wäre es dann kein 100jähriger mehr sondern ein 80järiger, danach ein 70jähriger, danach fangen wir an Straftäter zu nehmen usw. Ich finde diese Vorstellung gruselig. Aus diesem Grund dürfen wir auch nie mit 100jährigen anfangen.
Ein Bundeswehr Realitycheck mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist an dieser Stelle auch interrssant, nachzulesen im Internet, hier frei zusammengefasst:
Ein entführtes Flugzeug, dass auf ein vollbesetztes Stadion zusteuert dürfte durch die Luftwaffe nicht abgeschossen werden. Die Begründung des Gerichts ist, dass Menschenleben nicht zum bloßen Zählwert verkommen, also auch abhängig von der Anzahl nicht gegeneinander aufgewogen werden, dürfen.
Interessanterweise gilt diese Abwägung für Soldaten selbst nicht. Ein militärischer Führer darf platt ausgedrückt Menschen für ein militärisches Ziel, was auch die Rettung von Zivilisten beinhalten kann Opfern. Es gibt sogar Dienstvorschriften wo das thematisiert wird, das klingt dann frei zitiert in etwa wie, „[…] beim Orts- und Häuserkampf, ist ein Verlust der personellen Stärke von bis zu X% einzukalkulieren […]!
Hier geht man formaljuristisch davon aus, dass Soldaten das Risiko kennen und sich dieser Umstände bewusst sind. Genau deswegen legen sie einen Eid ab. Das ist gemeint mit „Ich gelobe/schwöre das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes TAPFER zu verteidigen“.
BTW, ist das der Grund warum Pike vor einem deutschen Truppendienstgericht sofort verurteilt werden würde, wenn er wiedermal ein Schiff für einen einzelnen Crewkameraden riskiert.
Ich habe ja bewusst ein Extrembeispiel gewählt, um aufzuzeigen, dass es eben dann nicht mehr so einfach ist. Mein Punkt ist folgender: mich überzeugt auch eher Kant als der Utilitarismus. Wenn wir ehrlich sind, liegt das aber wahrscheinlich daran, dass wir in Deutschland sozialisiert sind. Wären wir US-Amerikaner wären wir wahrscheinlich dem Utilitarismus näher. Kants Ethik ist ja nicht objektiv „besser“ als der Utilitarismus. Beides sind philosophische Schulen, die vertretbar sind. Und beide kommen in Extremsituationen an ihre Grenzen. Mit dem Utilitarismus kann man ja begründen, dass 100 Schweineleben mehr wert sind als ein Menschenbaby. Und das würden wahrscheinlich auch fast alle verneinen, die prinzipiell dem Utilitarismus nahe stehen.
Ich bin durch und durch Anthropozentrist bzw. Humanist. Ich würde auch 1000000 Schweine für ein Menschenleben opfern, aber ich verstehe was du meinst. Ich denke es sprengt den Rahmen dieses Forums, das zu diskutieren und darüber zu philosophieren – leider. Vielleicht beim nächsten Live-Event bei einer Tasse Bier oder Wein? Das Gute an Extrembeispielen ist ja, dass sie (zum Glück) wenig mit der Lebensrealität zu tun haben. Das doofe an der Lebensrealität ist (leider) dass sie einem Entscheidungen aufzwingt ohne einem vorher die Möglichkeit zu geben stundenlang Für und Wider zu bedenken. Vielleicht fühle ich mich deshalb als Notfallsanitäter in militärischen Settings wohler als in zivilen. Die Regeln sind dort straighter und klarer definiert (Waffeneinsatz, Triage, Verwundetenbetsorgung). Im Zivilen gibt’s da mehr Spielraum (Palliativ-, End-of-Life-, Individualmedizin). Am Ende ist es wichtig sich im Spiegel noch ins Gesicht schauen zu können, nachdem man Entscheidungen getroffen hat. Ich werde da heute Abend bei einem Glas Nutella in der Badewanne weiter darüber nachgrübeln.
Schwarzes Blut.
L’vanna: Thar, your blood is black.
Sie ist offensichtlich überrascht, also schwarzes Blut ist ganz klar nicht der Normalfall.
Thar: „Haha“ The dagger was poisened, mother.
Haha. Der Dolch war vergiftet, Andreas und Sebastian.
Ihr habt mich echt zweifeln lassen, ob das so klar in der Folge gesagt wurde, deswegen hab ich nochmal nachgeschaut. Und das ist tolles Trekkie Wissen und eine Erweiterung der klingonischen Biologie. Anscheinend verändert Gift die Blutfarbe.
Vielleicht kann so auch pinkes und rotes Blut in Universe erklärt werden. Vielleicht verändert auch Strahlung oder Alkohol die Blutfarbe von Klingonen.
Hier noch ein kurzer Shoutout für Jugend debattiert. Tolles Format, ersetzt bei uns mehrfach schriftliche Leistungsnachweise.
Dennoch: Ich stimme Andreas voll zu, dass man keine Debatten führt, wenn Betroffene da sitzen. Im Grunde wird der Wettbewerb ja zur Therapiestunde für Jayden. Das kann nicht Sinn der Sache sein.
Das heißt natürlich nicht, dass ich im Unterricht nicht über diese Dinge diskutiere (immer noch aktuell: Nahostkonflikt mit vielen muslimischen Schüler:innen in den Klassen), aber nie würde ich das im Bereich eines Wettbewerbs tun. Es schien ja sogar so, als habe Jayden ihn gewonnen, da ja der Pokal bei ihm herumsteht. Hat er ihn wirklich durch die eine Rede, bei der er keine:n Gegner:in hatte, gewonnen?
Warum erwarten manche Fans, dass eine neue Serie innerhalb eines Serien‑Kosmos genauso sein muss wie die alten? Starfleet Academy ist etwas Neues: eine neue Erzählung, neue Perspektiven und ein anderes Thema.
Nicht jede Star‑Trek‑Serie muss gleich „tiefgründig“ oder philosophisch sein wie frühere Formate. Die nächste Star‑Trek‑Serie wird vielleicht wieder ernster oder komplexer – aber warum lassen wir den Produzenten nicht auch einmal Raum, etwas Neues auszuprobieren?
Gerade in einem so riesigen Universum wie Star Trek sollte Platz für unterschiedliche Tonlagen, Zielgruppen und Ideen sein. Vielfalt in der Erzählweise hat dieses Franchise schon immer stark gemacht.
Natürlich finde auch ich nicht alles an Starfleet Academy gut. Beim Schauen habe ich ein ständiges Wechselbad der Gefühle: Manche Szenen gefallen mir, andere weniger. Aber trotzdem schaue ich weiter, weil ich im Durchschnitt gut unterhalten werde.
Und ganz ehrlich: Welche Serie kann schon von sich behaupten, zu 100 % durchgehend gut zu funktionieren – ohne Schwächen, ohne Durchhänger, ohne Tiefpunkte?
Eben, wenn man immer alles gleich lassen könnte, wären wir inzwischen bei Staffel 30 von TNG :D. Auch DS9 war anders – aber da gabs halt fließende Übergänge.
Freue mich sehr über das gute klingonisch.
Als Klingonisch Lerner war ich auch sehr froh am Anfang „much“ (Präsentation, oder „präsentiert“ und „malja’“ (Buisness, Unternehmen) lesen zu dürfen.
Die Waffe „HurwI‘ “ ist eine spannende Wahl. Zum einen ist damit wirklich der irdische Bogen gemeint. Das ist KEINE traditionelle Klingonenwaffe. Vielleicht ein Zeichen für die lange Zeit die vergangen ist und einer kulturellen Vermischung die schon so alt ist, dass das selbst konservative Klingonen nicht mehr merken. Somit bildet die Szene mit dem Bogen eine weitere, subtile Brücke zu den Menschen und somit zur Föderation.
Zum anderen ist das Wort nicht aus dem Wörterbuch, sondern ein neueres Wort.welches vom Schöpfer der Sprache (Marc Okrand) auf dem qepHom in Saarbrücken bekannt gegeben wurde. (qepHom Saarbrücken ist ein Klingonisch Sprachtreffen, in welchem neben dem großen Treffen in den USA, dem qep’a‘, neue Wörter dem klingonischen hinzugefügt werden und sich klingonisch Lerner treffen und austauschen. )
Für alle die nicht direkt klingonisch lernen wollen, aber mehr über die Geschichte der Klingonischen Sprache, für sich genommen und in Bezug auf Star Trek, lernen möchten empfehle ich wärmstens das neue, spannende Sachbuch von Lieven Litaer. Klingonisch – Vom Requisit zum Kult.
Zum naschlagen empfehle ich die App boQwI‘.
Das ist ein komplettes, kostenloses Wörterbuch mit tollen Extras, wie Trinksprüchen, Zusatzinformationen und einer elektronischen, fast perfekten Sprachausgabe.
Zur Folge gibts auch einen guten Blog Beitrag von Lieven Litaer den ich hier noch empfehlen möchte https://klingonisch.de/news/klingonisch-in-starfleet-academy-episode-4/
Hallo, ich bin sehr begeistert von der Folge genau wie von der gesamten Serie bisher. Deswegen wollte ich nun einen Kommentar da lassen. Zum Thema debattieren an Unis. Dies ist nicht nur ein amerikanisches Phänomen, sondern hat auch in Deutschland und England eine große Kultur. Das haben wir nur nicht auf dem Schirm, da wir sehr stark von amerikanischen Collegefilmen geprägt sind. In Deutschland gibt es zahlreiche Wettbewerbe an denen ich auch zeitweise teilgenommen habe. Es handelt sich immer um aktuelle oder ethische Themen. Man verteidigt nicht seine eigene Meinung, sondern bekommt eine Meinung und eine Position in der Debatte zugelost und hat dann 20 Minuten zur Vorbereitung. Dies als kleine Zwischeninfo. Ich bin absolut begeistert davon, dass sich der Charakter der komparativen Theologie so stark durch diese Serie zieht, so wird auch in dieser Folge deutlich, dass man nicht seine Werte einer anderen Kultur aufdrücken kann und sollte aus gefühlter Überlegenheit, sondern man die Kultur und die Werte des anderen Berücksichtigen sollte und auch diese zu einem höheren Ziel führen. Es gibt kein richtig und falsch man sollte mit Rücksicht und Akzeptanz auf sein gegenüber blicken. Das Bild, was von den Klingonen abgegeben wird ist wunderbar. Es wird gezeigt, dass Klingonen wesentlich vielschichtiger sind, als es das übliche Klischee ist. Diese Serie weckt immer mehr mein Interesse an den Klingonen. Sie sind stark vergleichbar mit den Spartanern. Diese werden auch sehr stark mit dem Krieg assoziiert, haben aber kulturell so viel mehr zu bieten. Man merkt, dass die Klingonen sehr stark an dem Werk: Die Kunst des Krieges von Sun Tzu orientiert sind. Ein empfehlenswertes Buch zum Umgang mit Menschen übrigens. Der Begriff des Krieges wird hier nämlich viel größer gefasst als nur eine Kampfeshandlung mit Waffen.
Dann noch ein paar Dinge zur Serie allgemein: Ich bin absolut begeistert von der Serie und sie erwischt perfekt die Mischung zwischen Star Trek und Academy Setting. Zudem sind die Mitglieder unserer Clique sehr vielschichtig. Jeder hat seine positiven und negativen Seiten und gewisse Charakterzüge werden nachvollziehbar erklärt. Selbst unserer Hauptdarsteller wird sehr offen als Arschloch in der Folge durchaus dargestellt. Ich freue mich jede Woche auf die neue Folge und die Serie erwärmt mein Herz. Und trifft mich emotional.
Ich weiß jetzt schon, dass ich auch für die nächste Folge einen Kommentar schreiben werde, aber dazu später mehr 😉
Gruß
Benjamin
Die symbolische Schlacht
Ich fand die Lösung super und sehr schlüssig.
Es gibt ein Aspekt der Klingonen der oft gezeigt, aber wenig angesprochen wird. Sie sind große Geschichtenerzähler. Sie haben Hamlet geschrieben, sie lieben Oper und Singen von ihren Schlachten. Alleine die Erzählung vom Tribble Krieg, wir finden das lustig aber die meinen das ja völlig Ernst. Klingonen definieren sich durch ihren Auftritt und den gibt man ihnen ihr.
Davon können wir soviel lernen. Wusstet ihr eigentlich das Gladiatoren im Prinzip Vegetarier waren? Ist es nicht viel männlicher mit purer Energie zu fahren statt überwiegend die Motorhaube zu erhitzen? Wie mutig es ist, Fremde willkommen zu heißen und zu helfen statt nur unter gleichen zu bleiben.
Wir sollten uns viel öfter erzählen voll krass zu sein und deswegen das Richtige zu tun, statt davon zu erzählen anders werden zu müssen. Denn ich glaube die Angst vor Identitätsverlust ist viel größer, als wir uns eingestehen.
Und so muss gutes Star Trek sein. Bis jetzt einer der besten Folgen von neuen Star Trek und dann kam Folge 5… ich bin sehr gehyped und freu mich schon auf eure Besprechung der nächsten Folge.
Hallo.
Also erstmal möchte ich eure Erklärung zur Entstehung des Nebel und vergleich der zur Superhelden Reise abfeiern. Die fand ich sehr cool.
Und die Folge habe ich sehr gefeiert.
Schöne Informationen, auch hier noch im Forum dieses ganze anreichern. Auch wenn sich eure nächst besprechung verschiebt, ich freue mich schon jetzt riesig drauf