Episodenbesprechung: Star Trek: Strange New Worlds – „Charades“ (S02E05)
13. Juli 2023
Besprochen
Beschreibung
Auf einer Forschungsmission im Vulkan-System lässt Captain Pike die Enterprise in sub-impulsiven Geschwindigkeiten durch die Gegend schippern, während die Crew ihrer Langeweile begegnet – mit einer Prise archäologischer Medizin, die von Nurse Chapel vorgetragen wird. Doch das wahre Drama entfaltet sich, als Spock während eines Shuttle-Flugs in einen turbulenten Zwischenfall involviert wird und plötzlich in die menschlichen Emotionen und Gelüste katapultiert wird, die ihm vorher verwehrt waren. Von Hunger bis zu plötzlicher Freude am Kochen – die Besatzung könnte bald herausfinden, was passiert, wenn der stoische Vulcaner die menschliche Norm überschreitet. Aber keine Panik, es gibt keinen Grund zur Besorgnis, außer vielleicht, dass Spock sich selbst nicht mehr erkennt. Zwischen Kämpfen und dem Chaos in der Krankenstation gibt’s nur einen heißen Tipp: Wer bacon und Eier hat, braucht sich um nichts mehr zu sorgen – bis T'Pring anruft und alles komplizierter wird!
Shownotes
Lust auf Vulcans, Liebe und jede Menge „illogische“ Gefühle? Dann schnapp dir Popcorn und komm mit uns auf eine wilde Reise durch die fünfte Episode von „Star Trek: Strange New Worlds“ – „Charades“. Wir picken uns die knisternden Beziehungen von Spock, T’Pring und Chapel raus und nehmen sie unter die Lupe. Von T’Pring’s „Wir müssen reden“ bis zu Chapels hitzigen Küsse – wir haben alle juicy Details für dich parat. Zieh dir die Ohrenspitzen an und stürze dich mit uns ins Spock’sche Liebeschaos!
20 Kommentare zu „Episodenbesprechung: Star Trek: Strange New Worlds – „Charades“ (S02E05)“
Da ich noch nicht weiß, wann ich schaffe, mir Eure Folge anzuhören, schonmal meine ersten Gedanken zu „Charades“
Das zweite Mal Story-Recycling aus der ersten Staffel.
Nachdem sich letzte Woche ein Element aus „Children of the Comet“ wiedergefunden hat, haben wir heute nach der 5. Folge der 1. Staffel („Spock Amok“) mit der 5. Folge der 2. Staffel eine weitere T’Pring-Folge, in der Spock sich verstellen muss, weil er nicht er selbst ist. Und das gleiche 90er-Jahre-Komödienfeeling wie in „Spock Amok“ gab es auch noch dazu…
Finde ich grade etwas schade. Allgemein find ich es ja nett, dass sich SNW nicht so ernst nimmt. Aber das ist mir dann irgendwie doch etwas zu viel. Ich weiß z.B. ja dass Nimoy auch mit so einer Mütze rumgelaufen ist. Und natürlich ist es eine nette Idee, dass er hier jetzt nicht wie sonst seine Vulkanier-Ohren, sondern seine Menschenohren versteckt. Verstehe total, was sie da gemacht haben. Albern sah es zur Uniform trotzdem aus.
Natürlich ist es wie immer Geschmackssache, aber so sehr ich Chapel mag, geht mir diese Chapel-Spock-T’Pring-Storyline ziemlich auf die Nerven. Wenn ich sowas sehen, will, seh ich mir Grey’s Anatomy an und nicht Star Trek.
Ich fand Jess Bush und Ethan Peck in dieser Folge großartig, aber was ihnen die Autoren da so schreiben, macht mir keine Freude.
Ist dann für mich leider die dritte Episode in Folge, die mich nicht überzeugen konnte… bin gespannt, was die zweite Hälfte der Staffel bringt…
(Und mir ist klar, dass vieles sicher daran liegt, dass ich von TOS nicht viel kenne und nicht so viel damit verbinde)
So, Folge gehört. Danke für ein wenig Fraggles-Nostalgie 🙂
Die Szene, in der M’Benga Spock die Ohrenprothesen gibt, habe ich so verstanden, dass die Alternative eine temporäre genetische Veränderung gewesen wäre (wie im Pilotfilm), sie da aber Angst haben, dass das die Wirkung einer potenziellen Heilung beeinträchtigen würde.
Mit dem „Dehnen“ des Kanons habe ich nicht so große Probleme. Ich stelle mir das einfach so vor, wie eine echte Geschichte, also Historie. Dinge werden irgendwann von irgendwem aufgeschrieben. Von unterschiedlichen Personen, aus verschiedenen Blickwinkeln, zu verschiedenen Zeitpunkten, mit unterschiedlichen Quellen. So wie die vier Evangelien z.B. Da gibt es eben Unterschiede im Detail….
Den Schauspielern konnte man anmerken, wie viel Spaß sie bei dieser Folge offensichtlich hatten. Insbesondere Ethan Peck hatte scheinbar viel Freude daran, mal einen „anderen“ Spock zu spielen. Und das Schauspiel in dieser Folge ist auch wirklich schön anzuschauen.
Storytechnisch hatte ich allerdings wenig Spaß. Schon wieder eine Folge über die Liebschaften von Spock und wie in der ersten Staffel wieder als Comedy angelegt. Fühlte sich für mich wie eine Folge von Friends an. Und das langweiligte mich doch sehr, da hier ein Klischee nach dem anderen folgte. Außerdem wird die Figur von Spock mit solchen Folgen für mich immer unsympathischer. Schade!
Ich würde in Zukunft gerne noch mehr von Ortegas, Pelia und den Kirk-Brüdern sehen 🙂
Bezüglich KI. Andreas meinte, dass anders als bei anderen industriellen Entwicklungen bei denen zwar Job durch Automatisierung verloren gingen, aber dafür an anderer Stelle neue Jobs geschaffen wurde, dass die bei KI nicht der Fall sein wird.
Ich weiss nicht, was in 100 Jahren sein wird, aber auch mit Weiterentwicklung von KI wird es in den nächsten Jahren auch mit Einsatz von KI weiterhin Drehbuchautor:innen brauchen, deren Tätigkeit sich jedoch verändern wird. So wie sich die Arbeit auch von diversen andern White Collar-Jobs mit der Einführung von Computern verändert hat und mit KI weiter verändern wird. Vielleicht mehr Texte redigieren? Sie müssen Skills entwickeln, wie man die KI füttern muss, um eine stringente, spannende und neuartige Story zu erhalten?
Übrigens habe ich mal ne KI gefragt, warum es weiterhin Drehbuchautor:innen brauchen wird:
Obwohl KI bei einigen Aspekten der Arbeit eines Drehbuchautors unterstützen kann, gibt es bestimmte Aufgaben, die schwer oder unmöglich durch KI ersetzt werden können. Hier sind einige Beispiele:
Kreative Vision und Originalität: Die Schaffung einer einzigartigen kreativen Vision für eine Geschichte und die Entwicklung eines originellen Konzepts sind Bereiche, in denen menschliche Kreativität und Vorstellungskraft immer noch unerlässlich sind. KI kann Daten analysieren und Trends erkennen, aber das Erschaffen von etwas Neuem und Originellem liegt nach wie vor in der Domäne menschlicher Autoren.
Emotionale Tiefe und menschliche Erfahrung: KI kann möglicherweise Dialoge generieren und Charaktere entwickeln, aber das Einfangen von emotionaler Tiefe und menschlicher Erfahrung erfordert ein tiefes Verständnis der menschlichen Natur. Drehbuchautoren können komplexe Emotionen, Beziehungen und subtile Nuancen in ihren Geschichten einfangen, was KI derzeit nicht erreichen kann.
Kontextuelles Verständnis: KI-Systeme arbeiten auf der Grundlage von Mustern und Daten, aber ihnen fehlt oft ein tiefes Verständnis für den Kontext und die kulturellen oder sozialen Implikationen einer Geschichte. Drehbuchautoren haben das Wissen und die Fähigkeit, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte in ihre Erzählungen einzubringen und die Botschaften und Bedeutungen ihrer Geschichten gezielt zu gestalten.
Zusammenarbeit und künstlerischer Prozess: Die Zusammenarbeit zwischen Drehbuchautoren und Regisseuren, Schauspielern und anderen Teammitgliedern ist ein wichtiger Bestandteil des künstlerischen Prozesses. Drehbuchautoren bringen ihre Ideen ein, nehmen Feedback entgegen und passen ihre Arbeit an die Bedürfnisse der Produktion an. Der zwischenmenschliche Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung eines Drehbuchs sind Aspekte, bei denen KI nicht die gleiche Rolle spielen kann.
Letztendlich sind die Arbeit eines Drehbuchautors und die damit verbundenen kreativen Entscheidungen stark von menschlicher Intuition, Empathie und künstlerischem Ausdruck geprägt, die derzeit schwer durch KI zu ersetzen sind.
Ich glaube, dass passendste Wort im Deutschen für „commisaration“ wäre „Anteilnahme“, aber das können Mutterspracher wahrscheinlich besser beurteilen.
Ich bin mittlerweile sehr zweigespalten bei der Figur Chapel, auf der einen Seite ist Jess Bush hervorragend und sie fügt sich sehr gut in die gesamte Crew der Enterprise ein, auf der anderen Seite ist das an vielen Stellen ein großer Bruch zu TOS. Natürlich und dankbarerweise ist das Frauenbild in Star Trek heute viel moderner als in TOS, aber so entstehen bei der Figur Chapel viele Dissonanzen für mich.
Ich hätte es nach dem Kuss einen guten Abschluss gefunden, wenn Chapel (vorrübergehend) die Enterprise verlassen hätte und mit dem möglichen Stipendium hatte man ja sogar einen sehr guten Exitplan aufgezeigt. Wäre sehr schade um Jess Bush gewesen, aber irgendwie stimmiger.
So sehr ich SNW schätze, und das ist viel eher mein Geschmack als Picard als Serie, so sehr merke ich, wie schwierig und selbsteinschränkend Prequels sind.
Mein Wunsch für eine potentielle – Kathryn Lyn – Star Trek-Serie. Geht ins späte 25 oder 26. Jahrhundert, wenn ein Großteil der bekannten Figuren Historie sind und macht etwas frisches und neues.
Der Comedy-Aspekt hat bei dieser Folge für mich nicht gezündet und ich fand die Szenen in der Messe oder als die weiblichen Besatzungsmitglieder Spock „vulkanisch sprechen“ beibringen wollten eher unangenehm und awkward.
Nach sehr starken Auftakt waren das jetzt zwei Folgen, die meinen Geschmack nicht getroffen haben und auch sehr langatmig waren. Ich hoffe, dass wird wieder besser.
Ich hatte an zwei Stellen so meine Probleme mit der Folge. Beim ersten Gespräch mit Gelb ist eigentlich sehr schnell absolut offensichtlich, dass die Kerkhov Spocks gemischte Abstammung irrtümlich als Erkrankung angesehen haben. Das Pike hier so eine lange Leitung hat und komplett daran scheitert, Gelb den Fehler zu erklären, liegt meiner Meinung nach einzig und allein daran, dass die Folge sonst zu schnell zu Ende gewesen wäre. Da haben wir Pike schon deutlich kompetenter gesehen, bspw. in The Serene Squall, wo er als Gefangener Piraten bequatscht, gegen ihren eigenen Captain zu meutern.
Der zweite Punkt war dann das Gespräch von Chapel mit Blau. Blau will nicht auf Chapel hören, weil sie nur eine Freundin von Spock ist und ihm deshalb nicht nahe genug steht. Blau ändert dann plötzlich ihre Meinung, als Chapel ihre Liebe zu Spock gesteht. Nur, das ändert doch ihren Beziehungsstatus in keinster Weise. Einseitige Liebe macht doch noch keine Beziehung aus. Bei einer Spezies, die so sehr auf formale Prozesse pocht, wäre doch die sicherere Variante gewesen, Spocks Mutter mit Blau sprechen zu lassen.
Nichtsdestotrotz hat mir die Folge insgesamt extrem viel Spaß gemacht und ich wünsch mir jetzt, dass Pike und Spock eine Kochshow mit wechselnden Gästen moderieren. Da könnte dann Riker zum Pizza backen vorbei kommen, O’Brien macht irische Hausmannskost und Ro Laren leckeres Hasperat.
Mir war die Folge tatsächlich ein wenig zu albern, auch wenn es natürlich TOS und TNG Gefühle geweckt hat. Vielleicht auch, weil es die zweite relativ belanglose Folge hintereinander war. Mich interessiert sie Beziehung von Spock und Chapel einfach nicht besonders – trotz wunderbarer Schauspieler:innen. Es gäbe so viel, was mich eher interessieren würde (die Gorn? Ortegas allgemein, Una…). Und Pikes Kocherei in der Folge fand ich auch eher albern. Macht aber nix, ich freue mich schon sehr auf die nächste Folge und natürlich auf ein Wiederhören mit euch. Schönen Urlaub an Sebastian!
Anna
Hey ihr Lieben, ich bin neu im Forum und schreibe überhaupt zum ersten Mal in ein solches. Meine Mutter hat TOS geliebt und mich mit Star Trek angesteckt. Ich hab zwar TOS selber nie gesehen bin aber mit den OS-Filmen, TNG und DSN aufgewachsen. Hab dann vor ein paar Wochen Discovery entdeckt und gleich druchgesuchtet, danach Picard und aufgrund DSC Staffel 2 dann auch SNW. Vor ca. zwei Wochen bin ich dann zufällig auf euren Podcast gestoßen und höre ihn jetzt sehr begeistert folgenbegleitend. Meine Mom ist leider im April an Krebs gestorben, aber euer Podcast hat mir in den letzten zwei Wochen immer wieder Lacher geschenkt. Vielen Dank dafür.
Zur Folge:
Ich habe sie sehr gefeiert. Mir gefällt der Spock in SNW sehr und ich mag total den zugegebenermaßen auch mal albernen Humor in dieser Folge wie auch schon in Spock Amok. Spock wirkt hier generell einfach vielschichtiger und dadurch interessanter als ich ihn aus den TOS-Filmen in Erinnerung hab.
Lustig fand ich beim ersten Ankucken auch die Darstellung der Vulkanier hier. Egal wie fortgeschritten und logisch die Vulkanier sind bzw. sich dafür halten, werden sie doch hier mit den selben Eltern-/ Schwiegereltern-Problemen dargestellt wie wir Normalsterblichen. Dass sogar eine logische unemotionale T’Pring von ihrer Mutter genervt ist fand ich sehr erheiternd. Und offenbar hält die Logik ihren Vater auch nicht davon ab, vor ihrer Mutter zu kuschen. Inwieweit das zum Wesen von Vulkaniern passt, darüber kann man natürlich streiten. Ihr habt ja schon mehrfach gesagt, dass ihr mit dem Logikkonzept bei den Vulkaniern so eure Probleme habt. Beim zweiten Ankucken stieß mir das Verhalten von T’Prings Mutter doch eher negativ auf, weil sie diese stereotype überdominante nie zufriedene Mutterrolle verkörpert. Man kann sich da schon fragen, wie solches Gebaren zur Logik passt. Vielleicht hat man hier versucht die Vulkanier von dem hohen Podest zu holen auf dass wir oder sie sich selbst stellen, da sie ja offensichtlich auch nicht frei von Vorurteilen und Rassismus (oder besser Spezieismus) sind. Frei nach dem Motto Vulkanier sind auch nur Menschen.
Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass Spock in seinem Normalen-Ich empathielos ist. Es gibt mehrere Szenen über die zwei Staffeln verteilt, in denen Spock durchaus emotionale Ausnahmezustände seiner Mitmenschen erkennt und nachfragt. Er kann dann vielleicht nicht so feinfühlig Trost spenden wie ein Mensch, aber er ist stets bemüht.
In eurem Podcast spielt die Einhaltung des Kanons einer sehr große Rolle. Ein Thema, dass mir so nie bewusst bzw. als Begriff geläufig war, obwohl mich die Kanonbrüche in den Dune-Bücher-Reihen teilweise sehr gestört haben, ohne dass ich sie als solche benennen konnte.
Ihr habt mein Bewußtsein dafür jetzt geschärft, daher war ich am Ende dieser Folge sehr zwiegespalten. Einerseits hab ich sehr mitgefiebert, dass es jetzt mal endlich zur Sache geht mit Spock und Chapel, anderseits hab ich die ganze Zeit gedacht: Aber der Kanon!
Ich glaube hier spielen die Macher auch ganz doll mit der Erwartungshaltung der Fans. Durch TOS wissen wir ja schon wo wir am Ende landen, wir wissen aber teilweise nicht, wie wir dahin gekommen sind. Und über diesen Weg dahin wird halt Spannung aufgebaut.
Sorry, dass es so lang geworden ist. Ist wie gesagt mein erstes Mal.
Auch wenn es absolut nichts mit Star Trek zu tun hat, kann ich als alter Jim Henson / Muppet Fan das nicht unkommentiert lassen (zumal ihr ja damit angefangen habt ;)):
also alle drei Jim Henson Hauptserien, sprich die Muppet (Show), Fraggle Rock und auch die Sesamstrasse führen eine Koexistenz in der Film und Fernsehwelt, haben aber alle zusammen nur zwei gemeinsame Auftritte (bis dato) gehabt.Und zwar in den Fernsehspecials die Muppets feiern Weihnacht (1987) und Die Muppets feiern Geburtstag (1986). Seit dem Tod von Jim Henson gab es sowas in der Art leider nicht mehr. Sesamstrasse und die Muppets hatten untereinander aber mehrere Crossover gehabt. Fraggle Rock: Back to the Rock ist im übrigen ein Reboot der Originalserie und erzählt die Geschichte weitestgehend nur in einem moderneren Touch und führt die Story aus den 80ern leider nicht weiter. So um dann doch nochmal einen Sprung zu Star Trek zu schaffen, dürfen die wunderbaren Muppet-Sketche von SCHWEINE IM WETALL nicht unerwähnt bleiben und auch in der Zeichentrickserie Muppet Babies gibt es einige ausgzeichnete Episoden, indenen auf STAR TREK Bezug genommen und auch original TV-Material wie zum Bsp von der Next Generation verwendet wird. Das waren meine 2 Cent zu dem Thema 🙂
Hab mir gerade Folge 6 angesehen und bin jetzt noch mehr als schon nach der letzten Folge der Meinung dass sie den Kanon ändern…
Aber um nicht zu spoilern, lass ich hier weg warum ich der Meinung bin. Und wie ich Euch kenne, habt Ihr das genauso auf dem Schirm
So, ich muss jetzt mal ne Lanze für T’Pring brechen.
Ihr Stellt T’Pring immer als so schrecklich dar, aber das sehe ich überhaupt nicht so. Sie ist, so wie wir alle, das Opfer ihrer Erziehung, in einer Kultur die ihr, durch ihre Eltern und das soziale Umfeld, zuteil wurde. Ich würde es noch nicht einmal Opfer nennen, sie hat einen Habitus, auf den sie von ihrem ersten Tag an konditioniert wurde, den sie einfach braucht, um sich in der vulkanischen Welt sicher und souverän zu bewegen und trotzdem …
Sie legt sich mit ihren Eltern an, sie geht auf Spocks menschliche Seite ein, informiert sich, liest menschliche Literatur – sie versucht wirklich alles um ihm näher zu kommen und ihn zu verstehen. Sie ist so bemüht und handelt so oft gegen ihre eingefahren Verhaltens-Mechanismen. Sie hat es, meines Erachtens, öfter als manch andrer im Star Trek Universum, geschafft, eine andere Perspektive einzunehmen und einen ‚open mind‘ zu haben.
Sie ist für eine Vulkanierin sehr emotional und vielleicht ist es gerade das, was sie an Spock auch so anzieht. Vielleicht spürt sie selbst innerlich, dass sie manchmal einfach ein bisschen mehr sie selbst sein möchte und auch mal ihren Gefühlen nachgeben.
Dennoch werden ihr Gefühle immer wieder verletzt. Der Gesichtsausdruck, als Spock mit Christine im Badezimmer verschwindet, Mensch – das tat mir in der Seele weh, dieser Blick. Sie ist doch nicht doof. Als sie im ‚previously on‘ sagt, dass sie weiß, dass der Kuss zwischen Christine und Spock nur Show war – schon damals hat sie sich selbst in die Tasche gelogen, weil es ansonsten einfach zu weh tut. Sie rafft das doch und weiß, dass im Grunde keine Socke ehrlich zu ihr ist – außer ihre Mutter, aber die schlägt ihr die Ehrlichkeit ja mit Karacho um die Ohren (das wäre das andere nicht zu favorisierende Extrem).
Als sie dann mit Spock in seinem Quartier sitzt und mit Recht einklagt, dass jeder von Spocks engsten Kollegen von seiner Transformation wusste, nur sie nicht, da dachte ich … „Ja, das ist total scheiße und ich würde es genau wie du als ein Mangel an Vertrauen sehen.“
Sie tut mir einfach nur leid.
Irgendwie hätte ich jetzt nicht direkt ne Comedy-Folge erwartet, da ja noch die Crossover -Folge kommt und auch noch die Musical-Folge ansteht, bei der ich mir auch nicht vorstellen kann, dass diese bierernst ist.
Was findet Amanda an Sarek? Tja, das kann wohl nur der Kanon beantworten :-). Sie liebt ihn eben, das wurde halt in den 1960ern für TOS so geschrieben und wahrscheinlich spielte das damalige Frauenbild auch eine Rolle dabei.
Wenn ich mich richtig erinnere, sagte Sarek mal in TNG sinngemäß, dass er eine Schwäche für irdische Frauen hätte ;-).
Ein wenig seltsam fand ich, dass die Vulkanier:innen selbst noch nicht diese Wesen erforscht hätten, so nah, wie deren Lebensraum an Vulkan ist.
Apropos Trennen von Spezies-DNA: Die Vidiianer in VOY waren durch die Forschung an ihrer Fresszellen-Krankheit auch dazu in der Lage – siehe Belanna Torres‘ Aufspaltung in Klingonin und Mensch.
Zu den Eltern von T’Pring: Von außen betrachtet lässt sich hier die Diversität innerhalb der vulkanischen Spezies erkennen, das fand ich eigentlich ganz charmant.
Schön zu sehen war auch die Szene zwischen Spock und Amanda zum Schluss. Insgesamt waren die schauspielerischen Leistungen wieder super.
Übrigens wirkt Number One inzwischen ziemlich emotional „gelöst“, oder? Leider hat sie mal wieder nicht viel zu tun.
Grüße Eure Judith aka Badgey_S
Zu der Anmerkung von Sebastian und Andreas, dass es in dieser Folge um nichts ging, noch ein später Kommentar: Meines Erachtens ging es schon um einiges, wenn auch alles „nur“ persönliche Schicksale, aber das ist ja vielleicht um so prickelnder.
1) Spock wird zum Mensch und es ist unklar, ob das rückgängig gemacht werden kann.
2) Entscheidet sich Spock für T’Pring oder für Nurse Christine Chapel.
Tja, jetzt wussten wir natürlich schon dass Spock kein Mensch bleibt und insgesamt wissen wir auch so einiges mehr, da Strange New Worlds halt ein Prequel ist. Wie fändet ihr denn, wenn sich durch eine Raumzeitanormalität eine neue Zeitlinie auftut und sich hier eine ganz andere Geschichte entfalten kann?
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Da ich noch nicht weiß, wann ich schaffe, mir Eure Folge anzuhören, schonmal meine ersten Gedanken zu „Charades“
Das zweite Mal Story-Recycling aus der ersten Staffel.
Nachdem sich letzte Woche ein Element aus „Children of the Comet“ wiedergefunden hat, haben wir heute nach der 5. Folge der 1. Staffel („Spock Amok“) mit der 5. Folge der 2. Staffel eine weitere T’Pring-Folge, in der Spock sich verstellen muss, weil er nicht er selbst ist. Und das gleiche 90er-Jahre-Komödienfeeling wie in „Spock Amok“ gab es auch noch dazu…
Finde ich grade etwas schade.
Allgemein find ich es ja nett, dass sich SNW nicht so ernst nimmt. Aber das ist mir dann irgendwie doch etwas zu viel. Ich weiß z.B. ja dass Nimoy auch mit so einer Mütze rumgelaufen ist. Und natürlich ist es eine nette Idee, dass er hier jetzt nicht wie sonst seine Vulkanier-Ohren, sondern seine Menschenohren versteckt. Verstehe total, was sie da gemacht haben. Albern sah es zur Uniform trotzdem aus.
Natürlich ist es wie immer Geschmackssache, aber so sehr ich Chapel mag, geht mir diese Chapel-Spock-T’Pring-Storyline ziemlich auf die Nerven. Wenn ich sowas sehen, will, seh ich mir Grey’s Anatomy an und nicht Star Trek.
Ich fand Jess Bush und Ethan Peck in dieser Folge großartig, aber was ihnen die Autoren da so schreiben, macht mir keine Freude.
Ist dann für mich leider die dritte Episode in Folge, die mich nicht überzeugen konnte… bin gespannt, was die zweite Hälfte der Staffel bringt…
(Und mir ist klar, dass vieles sicher daran liegt, dass ich von TOS nicht viel kenne und nicht so viel damit verbinde)
So, Folge gehört. Danke für ein wenig Fraggles-Nostalgie 🙂
Die Szene, in der M’Benga Spock die Ohrenprothesen gibt, habe ich so verstanden, dass die Alternative eine temporäre genetische Veränderung gewesen wäre (wie im Pilotfilm), sie da aber Angst haben, dass das die Wirkung einer potenziellen Heilung beeinträchtigen würde.
Mit dem „Dehnen“ des Kanons habe ich nicht so große Probleme. Ich stelle mir das einfach so vor, wie eine echte Geschichte, also Historie. Dinge werden irgendwann von irgendwem aufgeschrieben. Von unterschiedlichen Personen, aus verschiedenen Blickwinkeln, zu verschiedenen Zeitpunkten, mit unterschiedlichen Quellen. So wie die vier Evangelien z.B. Da gibt es eben Unterschiede im Detail….
Den Schauspielern konnte man anmerken, wie viel Spaß sie bei dieser Folge offensichtlich hatten. Insbesondere Ethan Peck hatte scheinbar viel Freude daran, mal einen „anderen“ Spock zu spielen. Und das Schauspiel in dieser Folge ist auch wirklich schön anzuschauen.
Storytechnisch hatte ich allerdings wenig Spaß. Schon wieder eine Folge über die Liebschaften von Spock und wie in der ersten Staffel wieder als Comedy angelegt. Fühlte sich für mich wie eine Folge von Friends an. Und das langweiligte mich doch sehr, da hier ein Klischee nach dem anderen folgte. Außerdem wird die Figur von Spock mit solchen Folgen für mich immer unsympathischer. Schade!
Ich würde in Zukunft gerne noch mehr von Ortegas, Pelia und den Kirk-Brüdern sehen 🙂
Beste Grüße
Bezüglich KI. Andreas meinte, dass anders als bei anderen industriellen Entwicklungen bei denen zwar Job durch Automatisierung verloren gingen, aber dafür an anderer Stelle neue Jobs geschaffen wurde, dass die bei KI nicht der Fall sein wird.
Ich weiss nicht, was in 100 Jahren sein wird, aber auch mit Weiterentwicklung von KI wird es in den nächsten Jahren auch mit Einsatz von KI weiterhin Drehbuchautor:innen brauchen, deren Tätigkeit sich jedoch verändern wird. So wie sich die Arbeit auch von diversen andern White Collar-Jobs mit der Einführung von Computern verändert hat und mit KI weiter verändern wird. Vielleicht mehr Texte redigieren? Sie müssen Skills entwickeln, wie man die KI füttern muss, um eine stringente, spannende und neuartige Story zu erhalten?
Übrigens habe ich mal ne KI gefragt, warum es weiterhin Drehbuchautor:innen brauchen wird:
Obwohl KI bei einigen Aspekten der Arbeit eines Drehbuchautors unterstützen kann, gibt es bestimmte Aufgaben, die schwer oder unmöglich durch KI ersetzt werden können. Hier sind einige Beispiele:
Letztendlich sind die Arbeit eines Drehbuchautors und die damit verbundenen kreativen Entscheidungen stark von menschlicher Intuition, Empathie und künstlerischem Ausdruck geprägt, die derzeit schwer durch KI zu ersetzen sind.
Für mich neben der Folge mit der Gerichtsverhandlung die bisher beste Folge der zweiten Staffel. Sie hat mir einfach Spaß gemacht.
Da bin ich ganz bei Dir, denn mir geht es ebenso. Ich fand diese Folge so schön und ich hatte auch jede Menge Spaß.
Ich glaube, dass passendste Wort im Deutschen für „commisaration“ wäre „Anteilnahme“, aber das können Mutterspracher wahrscheinlich besser beurteilen.
Ich bin mittlerweile sehr zweigespalten bei der Figur Chapel, auf der einen Seite ist Jess Bush hervorragend und sie fügt sich sehr gut in die gesamte Crew der Enterprise ein, auf der anderen Seite ist das an vielen Stellen ein großer Bruch zu TOS. Natürlich und dankbarerweise ist das Frauenbild in Star Trek heute viel moderner als in TOS, aber so entstehen bei der Figur Chapel viele Dissonanzen für mich.
Ich hätte es nach dem Kuss einen guten Abschluss gefunden, wenn Chapel (vorrübergehend) die Enterprise verlassen hätte und mit dem möglichen Stipendium hatte man ja sogar einen sehr guten Exitplan aufgezeigt. Wäre sehr schade um Jess Bush gewesen, aber irgendwie stimmiger.
So sehr ich SNW schätze, und das ist viel eher mein Geschmack als Picard als Serie, so sehr merke ich, wie schwierig und selbsteinschränkend Prequels sind.
Mein Wunsch für eine potentielle – Kathryn Lyn – Star Trek-Serie. Geht ins späte 25 oder 26. Jahrhundert, wenn ein Großteil der bekannten Figuren Historie sind und macht etwas frisches und neues.
Der Comedy-Aspekt hat bei dieser Folge für mich nicht gezündet und ich fand die Szenen in der Messe oder als die weiblichen Besatzungsmitglieder Spock „vulkanisch sprechen“ beibringen wollten eher unangenehm und awkward.
Nach sehr starken Auftakt waren das jetzt zwei Folgen, die meinen Geschmack nicht getroffen haben und auch sehr langatmig waren. Ich hoffe, dass wird wieder besser.
Ich hatte an zwei Stellen so meine Probleme mit der Folge. Beim ersten Gespräch mit Gelb ist eigentlich sehr schnell absolut offensichtlich, dass die Kerkhov Spocks gemischte Abstammung irrtümlich als Erkrankung angesehen haben. Das Pike hier so eine lange Leitung hat und komplett daran scheitert, Gelb den Fehler zu erklären, liegt meiner Meinung nach einzig und allein daran, dass die Folge sonst zu schnell zu Ende gewesen wäre. Da haben wir Pike schon deutlich kompetenter gesehen, bspw. in The Serene Squall, wo er als Gefangener Piraten bequatscht, gegen ihren eigenen Captain zu meutern.
Der zweite Punkt war dann das Gespräch von Chapel mit Blau. Blau will nicht auf Chapel hören, weil sie nur eine Freundin von Spock ist und ihm deshalb nicht nahe genug steht. Blau ändert dann plötzlich ihre Meinung, als Chapel ihre Liebe zu Spock gesteht. Nur, das ändert doch ihren Beziehungsstatus in keinster Weise. Einseitige Liebe macht doch noch keine Beziehung aus. Bei einer Spezies, die so sehr auf formale Prozesse pocht, wäre doch die sicherere Variante gewesen, Spocks Mutter mit Blau sprechen zu lassen.
Nichtsdestotrotz hat mir die Folge insgesamt extrem viel Spaß gemacht und ich wünsch mir jetzt, dass Pike und Spock eine Kochshow mit wechselnden Gästen moderieren. Da könnte dann Riker zum Pizza backen vorbei kommen, O’Brien macht irische Hausmannskost und Ro Laren leckeres Hasperat.
Und Sisko kocht Jambalaya. Das stell ich mir mit Spock sehr lustig vor.
Und Riker macht außerdem sein berühmtes Rührei 🙂
Aber ein „Earl Grey Hot“ muss schon auch für Jean dabeisein 🙂
Mir war die Folge tatsächlich ein wenig zu albern, auch wenn es natürlich TOS und TNG Gefühle geweckt hat. Vielleicht auch, weil es die zweite relativ belanglose Folge hintereinander war. Mich interessiert sie Beziehung von Spock und Chapel einfach nicht besonders – trotz wunderbarer Schauspieler:innen. Es gäbe so viel, was mich eher interessieren würde (die Gorn? Ortegas allgemein, Una…). Und Pikes Kocherei in der Folge fand ich auch eher albern. Macht aber nix, ich freue mich schon sehr auf die nächste Folge und natürlich auf ein Wiederhören mit euch. Schönen Urlaub an Sebastian!
Anna
Noch drei Dinge,
erstens: Solidarität mit allen Streikenden.
zweitens: Schönen Urlaub, Sebastian! 🙂 Hier in DK gibts auch schöne Orte zum Urlaub machen, aber das Wetter ist aktuell eher dänisch.
drittens: Definitiv lieber mit Andreas – oder Spock – im Aufzug als mit Sebastian.
Hey ihr Lieben, ich bin neu im Forum und schreibe überhaupt zum ersten Mal in ein solches. Meine Mutter hat TOS geliebt und mich mit Star Trek angesteckt. Ich hab zwar TOS selber nie gesehen bin aber mit den OS-Filmen, TNG und DSN aufgewachsen. Hab dann vor ein paar Wochen Discovery entdeckt und gleich druchgesuchtet, danach Picard und aufgrund DSC Staffel 2 dann auch SNW. Vor ca. zwei Wochen bin ich dann zufällig auf euren Podcast gestoßen und höre ihn jetzt sehr begeistert folgenbegleitend. Meine Mom ist leider im April an Krebs gestorben, aber euer Podcast hat mir in den letzten zwei Wochen immer wieder Lacher geschenkt. Vielen Dank dafür.
Zur Folge:
Ich habe sie sehr gefeiert. Mir gefällt der Spock in SNW sehr und ich mag total den zugegebenermaßen auch mal albernen Humor in dieser Folge wie auch schon in Spock Amok. Spock wirkt hier generell einfach vielschichtiger und dadurch interessanter als ich ihn aus den TOS-Filmen in Erinnerung hab.
Lustig fand ich beim ersten Ankucken auch die Darstellung der Vulkanier hier. Egal wie fortgeschritten und logisch die Vulkanier sind bzw. sich dafür halten, werden sie doch hier mit den selben Eltern-/ Schwiegereltern-Problemen dargestellt wie wir Normalsterblichen. Dass sogar eine logische unemotionale T’Pring von ihrer Mutter genervt ist fand ich sehr erheiternd. Und offenbar hält die Logik ihren Vater auch nicht davon ab, vor ihrer Mutter zu kuschen. Inwieweit das zum Wesen von Vulkaniern passt, darüber kann man natürlich streiten. Ihr habt ja schon mehrfach gesagt, dass ihr mit dem Logikkonzept bei den Vulkaniern so eure Probleme habt. Beim zweiten Ankucken stieß mir das Verhalten von T’Prings Mutter doch eher negativ auf, weil sie diese stereotype überdominante nie zufriedene Mutterrolle verkörpert. Man kann sich da schon fragen, wie solches Gebaren zur Logik passt. Vielleicht hat man hier versucht die Vulkanier von dem hohen Podest zu holen auf dass wir oder sie sich selbst stellen, da sie ja offensichtlich auch nicht frei von Vorurteilen und Rassismus (oder besser Spezieismus) sind. Frei nach dem Motto Vulkanier sind auch nur Menschen.
Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass Spock in seinem Normalen-Ich empathielos ist. Es gibt mehrere Szenen über die zwei Staffeln verteilt, in denen Spock durchaus emotionale Ausnahmezustände seiner Mitmenschen erkennt und nachfragt. Er kann dann vielleicht nicht so feinfühlig Trost spenden wie ein Mensch, aber er ist stets bemüht.
In eurem Podcast spielt die Einhaltung des Kanons einer sehr große Rolle. Ein Thema, dass mir so nie bewusst bzw. als Begriff geläufig war, obwohl mich die Kanonbrüche in den Dune-Bücher-Reihen teilweise sehr gestört haben, ohne dass ich sie als solche benennen konnte.
Ihr habt mein Bewußtsein dafür jetzt geschärft, daher war ich am Ende dieser Folge sehr zwiegespalten. Einerseits hab ich sehr mitgefiebert, dass es jetzt mal endlich zur Sache geht mit Spock und Chapel, anderseits hab ich die ganze Zeit gedacht: Aber der Kanon!
Ich glaube hier spielen die Macher auch ganz doll mit der Erwartungshaltung der Fans. Durch TOS wissen wir ja schon wo wir am Ende landen, wir wissen aber teilweise nicht, wie wir dahin gekommen sind. Und über diesen Weg dahin wird halt Spannung aufgebaut.
Sorry, dass es so lang geworden ist. Ist wie gesagt mein erstes Mal.
Auch wenn es absolut nichts mit Star Trek zu tun hat, kann ich als alter Jim Henson / Muppet Fan das nicht unkommentiert lassen (zumal ihr ja damit angefangen habt ;)):
also alle drei Jim Henson Hauptserien, sprich die Muppet (Show), Fraggle Rock und auch die Sesamstrasse führen eine Koexistenz in der Film und Fernsehwelt, haben aber alle zusammen nur zwei gemeinsame Auftritte (bis dato) gehabt.Und zwar in den Fernsehspecials die Muppets feiern Weihnacht (1987) und Die Muppets feiern Geburtstag (1986). Seit dem Tod von Jim Henson gab es sowas in der Art leider nicht mehr. Sesamstrasse und die Muppets hatten untereinander aber mehrere Crossover gehabt.
Fraggle Rock: Back to the Rock ist im übrigen ein Reboot der Originalserie und erzählt die Geschichte weitestgehend nur in einem moderneren Touch und führt die Story aus den 80ern leider nicht weiter.
So um dann doch nochmal einen Sprung zu Star Trek zu schaffen, dürfen die wunderbaren Muppet-Sketche von SCHWEINE IM WETALL nicht unerwähnt bleiben und auch in der Zeichentrickserie Muppet Babies gibt es einige ausgzeichnete Episoden, indenen auf STAR TREK Bezug genommen und auch original TV-Material wie zum Bsp von der Next Generation verwendet wird.
Das waren meine 2 Cent zu dem Thema 🙂
Hab mir gerade Folge 6 angesehen und bin jetzt noch mehr als schon nach der letzten Folge der Meinung dass sie den Kanon ändern…
Aber um nicht zu spoilern, lass ich hier weg warum ich der Meinung bin. Und wie ich Euch kenne, habt Ihr das genauso auf dem Schirm
So, ich muss jetzt mal ne Lanze für T’Pring brechen.
Ihr Stellt T’Pring immer als so schrecklich dar, aber das sehe ich überhaupt nicht so. Sie ist, so wie wir alle, das Opfer ihrer Erziehung, in einer Kultur die ihr, durch ihre Eltern und das soziale Umfeld, zuteil wurde. Ich würde es noch nicht einmal Opfer nennen, sie hat einen Habitus, auf den sie von ihrem ersten Tag an konditioniert wurde, den sie einfach braucht, um sich in der vulkanischen Welt sicher und souverän zu bewegen und trotzdem …
Sie legt sich mit ihren Eltern an, sie geht auf Spocks menschliche Seite ein, informiert sich, liest menschliche Literatur – sie versucht wirklich alles um ihm näher zu kommen und ihn zu verstehen. Sie ist so bemüht und handelt so oft gegen ihre eingefahren Verhaltens-Mechanismen. Sie hat es, meines Erachtens, öfter als manch andrer im Star Trek Universum, geschafft, eine andere Perspektive einzunehmen und einen ‚open mind‘ zu haben.
Sie ist für eine Vulkanierin sehr emotional und vielleicht ist es gerade das, was sie an Spock auch so anzieht. Vielleicht spürt sie selbst innerlich, dass sie manchmal einfach ein bisschen mehr sie selbst sein möchte und auch mal ihren Gefühlen nachgeben.
Dennoch werden ihr Gefühle immer wieder verletzt. Der Gesichtsausdruck, als Spock mit Christine im Badezimmer verschwindet, Mensch – das tat mir in der Seele weh, dieser Blick. Sie ist doch nicht doof. Als sie im ‚previously on‘ sagt, dass sie weiß, dass der Kuss zwischen Christine und Spock nur Show war – schon damals hat sie sich selbst in die Tasche gelogen, weil es ansonsten einfach zu weh tut. Sie rafft das doch und weiß, dass im Grunde keine Socke ehrlich zu ihr ist – außer ihre Mutter, aber die schlägt ihr die Ehrlichkeit ja mit Karacho um die Ohren (das wäre das andere nicht zu favorisierende Extrem).
Als sie dann mit Spock in seinem Quartier sitzt und mit Recht einklagt, dass jeder von Spocks engsten Kollegen von seiner Transformation wusste, nur sie nicht, da dachte ich … „Ja, das ist total scheiße und ich würde es genau wie du als ein Mangel an Vertrauen sehen.“
Sie tut mir einfach nur leid.
+++++EILMELDUNG+++++
Das Crossover mit Lower Decks ist schon erschienen. 🙂
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Irgendwie hätte ich jetzt nicht direkt ne Comedy-Folge erwartet, da ja noch die Crossover -Folge kommt und auch noch die Musical-Folge ansteht, bei der ich mir auch nicht vorstellen kann, dass diese bierernst ist.
Was findet Amanda an Sarek? Tja, das kann wohl nur der Kanon beantworten :-). Sie liebt ihn eben, das wurde halt in den 1960ern für TOS so geschrieben und wahrscheinlich spielte das damalige Frauenbild auch eine Rolle dabei.
Wenn ich mich richtig erinnere, sagte Sarek mal in TNG sinngemäß, dass er eine Schwäche für irdische Frauen hätte ;-).
Ein wenig seltsam fand ich, dass die Vulkanier:innen selbst noch nicht diese Wesen erforscht hätten, so nah, wie deren Lebensraum an Vulkan ist.
Apropos Trennen von Spezies-DNA: Die Vidiianer in VOY waren durch die Forschung an ihrer Fresszellen-Krankheit auch dazu in der Lage – siehe Belanna Torres‘ Aufspaltung in Klingonin und Mensch.
Zu den Eltern von T’Pring: Von außen betrachtet lässt sich hier die Diversität innerhalb der vulkanischen Spezies erkennen, das fand ich eigentlich ganz charmant.
Schön zu sehen war auch die Szene zwischen Spock und Amanda zum Schluss. Insgesamt waren die schauspielerischen Leistungen wieder super.
Übrigens wirkt Number One inzwischen ziemlich emotional „gelöst“, oder? Leider hat sie mal wieder nicht viel zu tun.
Grüße Eure Judith aka Badgey_S
Zu der Anmerkung von Sebastian und Andreas, dass es in dieser Folge um nichts ging, noch ein später Kommentar: Meines Erachtens ging es schon um einiges, wenn auch alles „nur“ persönliche Schicksale, aber das ist ja vielleicht um so prickelnder.
1) Spock wird zum Mensch und es ist unklar, ob das rückgängig gemacht werden kann.
2) Entscheidet sich Spock für T’Pring oder für Nurse Christine Chapel.
Tja, jetzt wussten wir natürlich schon dass Spock kein Mensch bleibt und insgesamt wissen wir auch so einiges mehr, da Strange New Worlds halt ein Prequel ist. Wie fändet ihr denn, wenn sich durch eine Raumzeitanormalität eine neue Zeitlinie auftut und sich hier eine ganz andere Geschichte entfalten kann?