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Episodenbesprechung: Star Trek: Deep Space Nine – „Duet“ (S01E19)

Star Trek: Deep Space Nine · Staffel 1 · S01E19

Episodenbesprechung: Star Trek: Deep Space Nine – „Duet“ (S01E19)

13. Juni 1993

Besprochen

Beschreibung

In „Duet“ wird es ernst: Ein vermeintlicher Cardassianer namens Aamin Marritza kommt mit Kalla-Nohra Syndrom auf die Station und löst schlagartig Kiras Erinnerungen an die Gräueltaten im Gallitep-Lager aus. Während sie mehr als nur ein paar alte Wunden aufreißt, stellt sich schnell heraus, dass Marritza nicht ganz der ist, der er vorgibt zu sein. Kira muss sich mit ihrer Wut und dem Verlangen nach Gerechtigkeit auseinandersetzen, während Sisko zwischen dem Druck der Bajoraner und der Diplomatie mit den Cardassianern gefangen ist. Die großartige Darbietung von Andrew Robinson verleiht dem Chaos eine fast schockierende Wendung, während er seine Identität enthüllt und die Spannungen zwischen Rache und Gerechtigkeit weiter steigern. Also macht euch bereit für eine intensive Begegnung, die die dunklen Schatten der Vergangenheit mit der strahlenden Hoffnung der Zukunft verknüpft – und fragt euch, wo die Grenze zwischen Verbrecher und Opfer wirklich verläuft.

Shownotes

Wir haben ein Interessantes Angebot für euch: Wollt ihr mit uns über kollektive und individuelle Schuld, Geschichtsperspektiven, Gräueltaten und deren Leugnung sprechen?

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Episodeninfos
Fakten
Staffel
Staffel 1
Episode
S01E19
Erstausstrahlung
13. Juni 1993
Gastbesetzung (19)
Themen (7)
Figuren (21)
Spezies (3)

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3 Kommentare zu „Episodenbesprechung: Star Trek: Deep Space Nine – „Duet“ (S01E19)“

  1. Das ist wirklich eine sehr starke Folge.
    Die israelische Regierung muss man kritisieren können. Es handelt sich ziemlich eindeutig um eine rechtsgerichtete und wohl auch rechtsextreme Regierung. Das System kann man auch mit Fug und Recht als Apartheid bezeichnen.
    Es sagt mehr über uns aus, dass wir uns nicht trauen, dort eindeutige Standpunkte einzunehmen. Unsere Verbrechen ggü. können doch kein Verbrechen aufwiesen, welches im nahen Osten stattfindet.
    Gegenüber Russland tut man es auch, obwohl Deutschland ggü Russland einen Rasse- und Vernichtungskrieg geführt hat. Die standen auch auf keiner höheren Stufe als die Juden. 22 mio russische Tote spielten und spielen vor allem im Westen kaum eine Rolle und die Russen werden von je her für alles kritisiert und vor allem auch von Deutschland (Westdeutschland). Natürlich werden sie oftmals zurecht kritisiert, aber man darf nicht mit zweierlei Maß messen.

    Antworten
  2. Mit dieser Folge habt ihr es tatsächlich nach über drei Jahren geschafft mich zum Kommentieren zu bewegen. Ich möchte euch danken, sowohl für den Impuls mir die Folge anzuschauen als auch für eure Besprechung. Ich habe DS9 in den letzten Jahren zweimal durchgesehen und bin an dieser Folge bisher nie so hängen geblieben. Was mir im Nachhinein komplett unklar ist. Deshalb: Danke!

    Ich habe mich in den letzten 15 Monaten vergleichsweise intensiv mit Shoa und der Aufarbeitung auseinandergesetzt (ja, ich weiß, super Pandemie-Hobby, oder?) und habe vermutlich auch deshalb jetzt so viel mehr in der Folge gesehen.

    Ihr habt fast alles was mir am Herzen lag angesprochen, aber eine spannende Sache nicht erwähnt, die zumindest mir als quasi einziges Detail in der ganzen Folge etwas aufgestoßen ist: Zumindest in der deutschen Synchro erwähnt Kira gegen Ende explizit den Begriff „Holocaust“ und das war für mich ein Dämpfer:

    Auf der einen Seite, weil ich Vergleiche mit dem Holocaust prinzipiell schwierig finde, insbesondere bei einem fiktiven Ereignis über das wir nicht mal sehr viel wissen. Das ist – im Wortsinn – eine Relativierung, weil es ja Dinge in Relation setzt und das ist grade bei der Shoa nunmal schwierig.

    Auf der anderen Seite, weil meiner Meinung nach die Parallelen und Andeutungen ohnehin sehr deutlich waren und genug Spielraum und Anregungen gegeben haben reale Ereignisse zu reflektieren. Wahrscheinlich ist es sogar so, dass Menschen die weniger Bildungsexposition zum Holocaust haben und in anderen Gegenden aufgewachsen sind sogar Verbindungen zu anderen Kriegsverbrechen oder sogar Genoziden und ihren jeweiligen Aufarbeitungen gesehen haben, mit dem alles-erschlagenden Begriff Holocaust diese anderen Verbindungen aber ein Stück an Wert verlieren.

    Nicht zuletzt ist es vielleicht sogar eher unrealistisch, dass Kira als Bajoranerin diesen Begriff wählt, aber das finde ich im Vergleich zu den beiden anderen Gründen eigentlich gar nicht so wichtig.

    Unterm Strich hat die Folge für mich durch diesen Begriff ein bisschen an Stärke und Schlagkraft verloren und ich fände spannend wie ihr das bewertet.

    Nichtsdestrotrotz bleibt am Ende eine wirklich gute Folge, die ich auf jeden Fall aufnehmen werde in meine Liste empfehlenswerter Dinge für interessierte Menschen, selbst wenn die vielleicht gar keinen Bezug zu Star Trek haben.

    Vielen Dank nochmal!

    Antworten
    • Fand es jetzt doch doof, das so ohne Referenz gepostet zu haben. Für alle die nachschauen wollen: Netflix-Timestamp ab ca. 34:40.

      Dabei habe ich dann auch noch rausgefunden, dass es im Original tatsächlich „genocide“ heißt, was ich viel besser finde. Ob es ein Genozid war ist natürlich trotzdem aus unserer Perspektive nicht bewertbar, aber ich finde es absolut in Ordnung, dass Kira das so bewerten. Irgendwie aber auch erst recht schräg, dass der Begriff „Holocaust“ dann offensichtlich erst bei der deutschen Übersetzung reingekommen ist.

      Dabei ist mir dann übrigens noch aufgefallen, wie krass gut Harris Yulin im Original ist. Meistens schaue ich die Folgen auf deutsch, weil ich einfach mit den deutschen Stimmen großgeworden bin und mich auch nicht so an der Synchro störe wie andere, aber ich fürchte diese Folge muss ich jetzt auch noch einmal im Original schauen.

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